Mörderische Miezen:eine Gefahr für die Artenvielfalt

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Bella
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Re: Mörderische Miezen:eine Gefahr für die Artenvielfalt

Beitrag von Bella » Mi 30. Jan 2013, 20:38

Andrea da hast du recht mit den Hunden.Es ist übrigens verboten die Hunde wildern oder jägen zu lassen in bestimmten Gebieten oder fast überrall(sage Aus Erfahrung).

Aber wenn man es mathematisch ausrechnet dann fängt die Katze durchschnittlich alle 15 Tage ein Beutetier...Ist das wirklich viel? Ich meine ok,wenn man es auf Zahl der Hauskatzen rechnet bestimmt.Nur du kannst es einer freilaufenden Katze Jagen nicht verbieten.das einzige was übrig bleiben würde ist die Katzen in der Wohnung einzusperren.
Meine schaffen es sogar im gesicherten Garten :? die Beeute an sich zu reisßen.zwar hatten wir insgesammt nur 6 Vögel und evtl an die 10 Mäuse im ganzen Jahr,aber immer hin.
Lieben Gruß
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elmo
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Re: Mörderische Miezen:eine Gefahr für die Artenvielfalt

Beitrag von elmo » Mi 30. Jan 2013, 20:50

Hallo Sabrina,

meine erst Katze Nounout war eine unglaublich gute Jägerin. Und die hat jeden, jeden Tag nicht eines, sondern mehrere Beutetiere angeschleppt. Dabei war ihr keine Beute zu komisch (Eidechsen, Ringelnattern, Blindschleichen, Insekten) zu gross (Kaninchen, Elstern, Tauben, Ratten) oder zu selten (häufig genug konnte ich die angeschleppten Vögel nicht mal
erkennen...), Mäuse gabs natürlich täglich....

Und klar, gibts gute und schlechte Jäger - weiss ich auch. Aber eine noch grössere Gefahr als die Freigänger stellen wohl verwilderte Katzen dar, die deutlich mehr jagen müssen und ich denke, da überleben (ausser bei gut gefütterten Streunerpopulationen) ja auch nur die besten Jäger...

Und es macht einfach die Masse. Hier in Deutschland gibt es geschätzte 8 Millionen Katzen (lass es ne Million mehr oder weniger sein - ist ja auch egal).

Mich würde mal interessieren wie viele Füchse es hier gibt. Denn da stört sich kaum jemand dran, dass - um zu hohe Wildreduktion zu vermeiden - jährlich ne halbe Million getötet werden. Ich fände das wirklich eine interessante Vergleichszahl.

@Sabrina: ich weiss, dass man fast nirgendwo mehr einen Hund auch nur unangeleint spazieren führen darf - erst Recht gibts sicher keine Gemeinde in D-Land in der man seine Hunderudel zum Fressen auf die Jagd schicken darf, oder sie einfach rumlaufen lassen kann und sie sich halt fangen, was sie mögen. Aber Katzen dürfen das, nicht wahr?
Das Hunde das nicht dürfen, liegt in meinen Augen auch nicht daran, dass man die Rehlein schützen möchte, sondern dass sie sonst auch regelmässig Schafe, Kälber und manchmal auch Menschen fangen würden...

liebe Grüße
Andrea

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Joyce&Luna
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Re: Mörderische Miezen:eine Gefahr für die Artenvielfalt

Beitrag von Joyce&Luna » Mi 30. Jan 2013, 21:03

Hi Andrea

Ich weis was du meinst, es ist schon richtig das Katzen Beute fängt die sie eigentlich nicht benötigt, weil sie zu Hause genug zu fressen bekommt.
Sie folgen nur ihren Instinkt.
Es gibt aber noch andere Katzen, die wild leben und jede Beute zählt.

Ich kann es leider schlecht beurteilen, was so eine normale Katze in der Woche so anschleppt. Ich habe keine Freigänger.
Ich denke das es aber variiert. Wenn mein altes Mädchen Freigang gehabt hätte, hätte die nie eine Maus an geschleppt, sie höchstens Tod geschmust :D
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Luna 15.04.2005 † 05.01.2015 Joyce 16.11.2004 † 07.06.2021

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Re: Mörderische Miezen:eine Gefahr für die Artenvielfalt

Beitrag von Bella » Mi 30. Jan 2013, 21:19

Klar Andrea,ist es von Katze zu Katze unterschiedlich was die Beute angeht und man kann auch nie geanu sagen wieviel sie genau jagen.

Bei den verwilderten Katzen geht es um Leben und Tod und das Überleben hängt von dem Jagderfolg ab..

Was die Füchse angeht,ich habe hier eine interessante Seite gefunden.Aber da gibt es auch nur zahlen dass es jährlich 600 000 Füchse gejagdt werden.Über geanue population steht da leider auch nix,ausser dass sie sich auch recht schnell vermehren sollen.

http://www.fuechse.info/index.php?navTarget=faq
Lieben Gruß
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Re: Mörderische Miezen:eine Gefahr für die Artenvielfalt

Beitrag von krummbein » Mi 30. Jan 2013, 23:50

Hallo,
ich hab ja ganzjährig (umstritten, ich weiß) mäßig eine Futterstelle und eine Wasserstelle (sicher vor Katzen).
Ich hab mal ne Liste gemacht (die find ich grad nicht), was für Vögel die Stelle besuchen,
Blaumeisen, Kohlmeisen, Spatzen, Amseln, Kleiber, Rotkehlchen (ich füttere auch getrocknete Mehlwürmer), mindestens 4 Finkenarten, Buntspecht, Tauben.
Mist, ich weiß, dass es mehr Arten sind..
Ich weiß, dass wir hier auch einen Zaunkönig haben und Nachtigallen (Gesang unverkennbar), ab und an ein entflogenener Sittich.

Geschlagen wurden hier fast ausschließlich nur Küken: Meisen und Amseln.
Ausnahme: Momo hat mal eine erwachsene Amsel angebracht, das war echt ein Akt für sie. Die war ganz schön schwer. Ich kann mir nur vorstellen, dass diese schon krank und/oder alt war.
Tatze hat mir auch erwachsene Meisen angebracht, was mich sehr traurig gemacht hat, weil ich grad Meisen so nett finde.

Aber ich denke, dass meine Katzen nicht den allgemeinen Bestand dezimieren, grad unerfahrene Vogeleltern plazieren ihre Nester ungeschickt und das Schlagen ist das Ergebnis der Nest Wahl.

Nicht, dass ich das Schönreden möchte, aber in der freien Wildbahn werden auch Nester geplündert ohne "Katzen".

Ich halte das für vorgeschoben.
Liebe Grüße,
Susanne

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Gast 55

Re: Mörderische Miezen:eine Gefahr für die Artenvielfalt

Beitrag von Gast 55 » Do 31. Jan 2013, 09:38

Hallo
Mich würde mal interessieren wie viele Füchse es hier gibt. Denn da stört sich kaum jemand dran, dass - um zu hohe Wildreduktion zu vermeiden - jährlich ne halbe Million getötet werden. Ich fände das wirklich eine interessante Vergleichszahl.
Darüber habe ich bisher keine Zahlen ,jedoch dies hier:

Allein in Deutschland werden nach offiziellen Zahlen der Jagdverbände jedes Jahr etwa 600.000 Füchse erschossen, in Fallen gefangen oder anderweitig von Jägern getötet. In Österreich belaufen sich die sogenannten jährlichen "Fuchsstrecken" derzeit auf etwa 60.000 Tiere, in Großbritannien sind es im Schnitt 200.000.

Zudem noch etwas:
Tatsächlich lässt sich die Frage, ob Füchse ihre Beutetiere ausrotten, im Hinblick auf das gesamte natürliche Verbreitungsgebiet des Rotfuchses klar verneinen. Füchse haben dort schon seit Jahrtausenden mit den betreffenden Beutearten koexistiert, und wenn durch die Veränderung der Lebensbedingungen von Räuber und Beute die betreffende Beuteart seltener wird, stellt sich ein Nahrungsgeneralist wie der Fuchs eben auf eine häufigere Beute um. Dieses Phänomen, das in der Natur das Seltene auf Kosten des Häufigen schützt, nennt sich in der biologischen Terminologie „Schwelleneffekt“.


http://www.fuechse.info/index.php?navTarget=faq

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Re: Mörderische Miezen:eine Gefahr für die Artenvielfalt

Beitrag von Lileas » Do 31. Jan 2013, 10:08

Übrigens: Vor Jahren konnte man noch Statistiken lesen, wie viele Vögel JEDES Jahr in den versch. europäischen Ländern ( nicht nur in I , mir fallen im Moment F und B und verschiedene in Osteuropa ein) zu Hunderttausenden, nein waren ja in I schon hundertt. muß dann im Millionenbereich gewesen sein, gefangen und gegessen wurden. Ich kann mich noch erinnern das wir oft an den Ständen Listen ausliegen hatten zu diesem Thema. Aber vielleicht hat sich das ja in den letzten Jahren geändert.
Die Masse wird aber den Spritzmitteln zur "Schädlingsbekämpfung", Pilzverhinderung usw zum Opfer fallen.

Lieben Gruß
Lilian

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Re: Mörderische Miezen:eine Gefahr für die Artenvielfalt

Beitrag von elmo » Do 31. Jan 2013, 11:50

Hallo Susanne,

es mag sein, dass deine Katzentiere nicht sehr gut jagen können - aber ich kenne, wie gesagt auch ganz andere Katzen.

Und dass Katzen einen sehr guten Erfolg bei ihrer Jagd haben, das hat die halbneue Geschichte ja leider gezeigt. Wenn man sich die Geschichte der in den letzten 500 Jahren ausgestorbenen Vogelarten anschaut so sind in SEHR vielen Fällen da eingeschleppte Katzen involviert gewesen. In der Regel, dass ist mir auch klar, handelte es sich hier um Inselpopulationen, die Katzen waren zur Mäusereduktion eingeführt worden und die ausgerotteten Vögel waren nicht auf Katzen eingestellt. Aber ich finde, dass man daran sehr gut sehen kann, dass sie einen deutlichen Beitrag leisten können.
@Lilian - wenn mein Nachbar seine Kinder schlägt, dann ist das lange noch kein Grund dass ich, wenn ich meine Kinder schlage, deswegen kein schlechtes Gewissen haben muss.

Liebe Grüße
Andrea

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Juga

Re: Mörderische Miezen:eine Gefahr für die Artenvielfalt

Beitrag von Juga » Do 31. Jan 2013, 17:06

Ich finde die Studie auch Unsinnig .

Meiner Meinug nach regelt sich die Natur selbst viel besser,als der Mensch es könnte
und nur durch den Menschen kommt alles in eine Schieflage !

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Re: Mörderische Miezen:eine Gefahr für die Artenvielfalt

Beitrag von elmo » Do 31. Jan 2013, 17:23

Hallo Rosi,

die Studie ist nicht ganz unsinnig - denn Katzen in diesen Massen würde es niemals geben, wenn "Mensch" sie nicht halten, vermehren, füttern und versorgen würde.
Als Mäusefänger eingeschleppte Katzen haben in den letzten Jahrhunderten, besonders auf den durch uns Europäern besiedelten Inseln und fremden Kontinenten unglaublichen Schaden angerichtet und waren in das Aussterben von sehr vielen Arten involviert oder haben sie sogar ganz verursacht. Da hat man dann auch die Natur "mal machen" lassen - bis die Katzen eben fertig waren mit der einen oder anderen Art....

Liebe Grüße
Andrea

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