Katzenfrage der Woche

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Rafael
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Re: Katzenfrage der Woche

Beitrag von Rafael » Mi 12. Jun 2013, 15:32

ich habe mal gelesen, dass man dieses Heben der Stimme automatisch bei Babys macht, weil diese es als angenehmer empfinden als tiefe Stimmen. Ist also anscheinend genetisch einprogrammiert.

Nervig ist es allerdings, wenn Menschen in dieser Tonlage auch noch mit Kindern reden, die schon älter sind und selbst sprechen können - oder halt mit Tieren.
Ich finde das ebenfalls absolut nervig. Bei Kindern (selbst Saueglingen), wie Tieren. Zumal auch bei Menschlichen Saeuglingen die Sprachentwicklung darunter leidet, hat man gezeigt. (Wie soll ein Mini auch Satzbau und Grammatik lernen, wenn er nur mit 1 und 2 Wortsaetzen adressiert wird.) Ich spuere fast Aggressionen in mir aufsteigen, bei dem "Oh dei Du dei, Du mein Baby, was ein suuueeesses Kaetzchen". Beim Extrem-Lob mache ich allerdings was die Tonhoehe eine Ausnahme (aus den genannten) Gruenden, die die Stimme ist nicht gequitscht, aber leicht hoeher. Hoeher heisst eben auch viel viel Aufmerksamkeit, und da stehen die Katzen (und Voegel) sehr drauf. Babysprache gibt es aber auch dann nicht.

Dasselbe gilt fuer alle die Ausstattungen, die andere Menschen mit Kindern machen (Kleidung, Huetchen, oder Naegel lackieren), wenn sie Deko sind, und nicht nur kurz "for fun".
(Wobei ich gestehe, ich habe schon ueberlegt, den Katzen die Naegel zu lackieren, so dass man direkt sieht, dass sie keine Streuner/ferals sind, falls sie durch einen dummen Zufall raus geraten. Das war, als ich gelernt habe, dass die Chips oft nicht ausgelesen werden, und ein Tier hier durchaus in der killing line enden kann, weil man vergessen hat zu gucken. Und schwubs ist es leider tot. Aber das haette einfach einen praktischen Zweck gehabt, das Lackieren. Gemacht habe ich es nicht. Wenn es etwas sichtbar am Tier anzubringedes gaebe, das nicht potentiell gefaehrlich oder laestig fuer das Tier ist, waere ich aber durchaus interessiert.)

Mit Tieren sprechen ala Anke "Runter da, junger Mann, sonst gibt es Aerger" finde ich normal. Sie verstehen nicht die Worte, aber den Sinn durchaus.

Wenn Menschen Tiere ueber Menschen stellen, und sie zum einzigen Mittelpunkt und Wichtigsten im Leben werden, denke ich, da laeuft etwas gewaltig schief (worunter das Tier aber vermutlich nicht leidet.) Ich liebe meine Tiere sehr, aber sie sind eben Tiere - und sollen es bleiben (duerfen), kein Partner oder sozialer Ersatz, Kinderersatz oder sonst etwas in der Richtung.

Als stolze Besitzerin von Mr. George Green stoert es mich natuergemaess dagegen gar nicht, wenn Herr und Frau im Namen ist. Das ist fuer mich keine Vermenschlichung, sonderm einfach eine Anspielung in diesem Fall (in diesem Fall auf das Autodidaktentum und das "sich selbst in ein neues Leben entwerfen", dass GJs Leben umgekrempelt hat.)
Aber auch ohne solche engen Bezuege stoeren mich Menschennamen nicht. Meinen Lieblingskater unter den Verwilderten, der extrem zurueckhaltend, im Hintergrund agierend, dabei aber irgendwie doch "feinfuehlig" ist habe ich spontan "Lennie" getauft, nachdem gerade im Radio eine Sendung ueber ein Vorspielen fuer eine Solorolle unter Leonard Bernstein lief, und "Lennie" den armen Pianisten sich 2h warmspielen liess, waerend er im Hintergrund im dunklen Saal zuhoerte. As der Mensch endlich frustriert gehen wollte, weil Lennie offensichtlich nicht mehr kam, lernte er, dass er die Rolle bekommen hat und unwissendlich seit 2h vorspielte.
Der Hund eines bekannten USSprachphilosophen heisst Frege (Gottlob Frege war ein Logiker, der die Sprachphilosophie sehr vorangebracht hat). Wie klug der Hund ist (oder war), weiss ist nicht. Ich empfinde das nicht als Vermenschung, sonder als witzig. Das ist es vermutlich aber nur, wenn man weiss, dass Frege eine Unterscheidung eingefuehrt hat, die auch Implikationen hat dafuer, welche intelligenten Faehigkeiten Hunde etc. haben koennen. [size=85](Und natuerlich ist es rhetorisch ein kluger Zug, wenn Frege als Beispiel fuer irgendein Verhalten eingebracht wird, sind alle wieder wach.)[/size]

Die Sache mit dem Futter stoert mich auch nicht wirklich, jedenfalls nicht als "Vermenschlichung". Vielleicht,weil ich es nicht so sehr fuer Vermenschlichung als fuer "nicht nachgedacht" halte, und automatisch angenommen, was gut ist (fuer uns), ist generell gut. Das finde ich ein bisschen dumm, aber nicht wirklich schlimm.

Rafael

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Juno
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Re: Katzenfrage der Woche

Beitrag von Juno » Mi 12. Jun 2013, 16:43

Ich ertappe mich ebenfalls oft dabei, dass ich mit meinen Katzen in einer recht hohe Tonlage spreche.
Die Kater mögen das allerdings und freuen sich dann immer einen Keks. Vor allem Tyler, den ich auch mal gerne "mein Baby" nenne - weil er die Angewohnheit hat, sich wie ein Baby beim Stillen in meinen Arm zu legen. Ich frage ihn dann auch, ob er vielleicht noch ein Fläschchen möchte; erwarte darauf aber keine Antwort ;) Tyler vermenschlicht sich also ganz gut selbst, da muss ich nichts mehr machen :lol: (ganz ernsthaft, manchmal glaube ich wirklich, dass er sich nicht für eine Katze hält)

Was das Anziehen angeht... Ich gebe zu, "Tyler dekorieren" finde ich manchmal sehr lustig. Wenn der Kater schläft, kriegt er schon mal Mützchen oder Schleifchen auf. Wenn der pennt, dann pennt er nämlich, dann kriegt er gar nichts mehr mit. Das ist zwar reichlich kindisch von mir, aber sooo vermenschlichend finde ich es auch nicht.

Ich rede auch viel mit den Katzen, Donna kriegt auch mal Sätze zu hören wie
"Hase, wenn du den Wäscheständer umwirfst, wirst du zur Rheumadecke" oder ähnliches.
Als Mensch bleiben mir ja nicht so viele Möglichkeiten, mit den Katzen zu kommunizieren, außer der Stimme.
Ich glaube, dass geistiger Fortschritt an einem gewissen Punkt von uns verlangt,
dass wir aufhören, unsere Mitlebewesen zur Befriedigung unserer körperlichen Verlangen zu töten.
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Re: Katzenfrage der Woche

Beitrag von Lotta » So 16. Jun 2013, 21:35

Wer von deinen Katzies ist denn Tyler??
LG Lotta

"Auf leisen Pfoten kommen sie wie Boten der Stille und sacht, ganz sacht schleichen sie in unser Herz und besetzen es für immer, mit aller Macht." Eleonore Gualdi

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Re: Katzenfrage der Woche

Beitrag von krummbein » So 16. Jun 2013, 23:37

Hallo Lotta, ich glaube (hoff), Tylor ist in ihrer sig der 2. von links, der mit der Kaffeeschnute.
:oops: Hoffe, nicht falsch getippt zu haben.

Liebe Grüße,
Susanne

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Re: Katzenfrage der Woche

Beitrag von Xena-Lissy » Mo 17. Jun 2013, 11:54

16. Jun 2013, 23:37 » krummbein hat geschrieben:Hallo Lotta, ich glaube (hoff), Tylor ist in ihrer sig der 2. von links, der mit der Kaffeeschnute.
:oops: Hoffe, nicht falsch getippt zu haben.
Doch ich denke das stimmt.

Axi, Tyler, Donna und Juno von links an.
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Re: Katzenfrage der Woche

Beitrag von Juno » Mo 17. Jun 2013, 13:38

Stimmt, Susanne und Doreen haben Recht :D
Tyler ist der 2. von links. Und ein absolut, absolut menschenbezogenes Tier. Das beschränkt sich nicht nur auf mich, sondern auf jeden, den er länger als einen Tag kennt (die untreue Nudel :lol: )
Ich glaube, dass geistiger Fortschritt an einem gewissen Punkt von uns verlangt,
dass wir aufhören, unsere Mitlebewesen zur Befriedigung unserer körperlichen Verlangen zu töten.
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Re: Katzenfrage der Woche

Beitrag von krummbein » Mi 19. Jun 2013, 00:49

Frage: Ist das Freßverhalten/Gewicht abhängig vom Wetter/Jahreszeit?

Liebe Grüße,
Susanne

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Re: Katzenfrage der Woche

Beitrag von Rafael » Mi 19. Jun 2013, 01:04

Kurz und knapp. Ja, hier schon. :wink: (Bei Menschen ja auch ein bisschen)
Im Sommer wird wenig gefuttert (und spaet abends), im Herbst massig (und immerzu), im Winter auch eher viel. Fuer Herbst setzen sie Winterspeck an (wie wir auch), was ja auch Sinnmscht vor dem langen kalten Winter.
Bei unseren Ferals ist es noch deutich extremer als bei meiner "Teilzeitgartennutzern".

Rafael

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Re: Katzenfrage der Woche

Beitrag von Sabsi69 » Mi 19. Jun 2013, 10:22

Hm, große Unterschiede sehe ich bei meinen (verfressenen) Maunzern bezüglich der Jahreszeiten nicht. Maunzi ist z. B. regelrecht süchtig nach ihren Trofu-Leckerlis (das hatte sie vor der Nafu-Umstellung als Hauptfutter: Renal von RC). Sobald sie das Futter in der (Tupper-) Dose rascheln hört, kommt sie angelaufen und miaut ganz aufgeregt: "Hmeeeeeeah!" Das könnte sie den ganzen Tag über fressen ... :roll: Egal zu welcher Jahreszeit oder zu welchem Wetter. Roxy frisst im Winter ein klein wenig mehr, würde ich sagen. Ist aber nur eine Vermutung. Hintergrund ist der, dass sie eh viel von ihrem Futter übrig lässt und sehr wählerisch ist. Ich öffne ihr morgens meist 2, 3 Döschen ... sie hat dann quasi die Wahl und ist da recht verwöhnt. Bei Roxy richtet sich der Appetit eigentlich eher danach, ob sie zuvor Stress hatte. Wenn es also z. B. mal lauter im Haus war oder sie irgendetwas beunruhigt hat (klappernde Rolläden bei Sturm, Stress mit Maunzi, etc. ... was auch immer) frisst sie automatisch mehr, was ja auch verständlich ist. Sie ist sehr sensibel und verbraucht dann halt viel Energie. Fazit: eigentlich kein wirklicher Unterschied bezüglich des Wetters und der Jahreszeit. Vielleicht fressen sie im Winter ein ganz klein wenig mehr. Da sie aber eh "gut im Futter" stehen, brauchen sie sich im Winter eh keinen Winterspeck mehr anzufressen. :lol: Und ja, um das leidige Thema "Abnehmen" ... müsste ich mich leider auch mal wieder kümmern. :oops: Ich habe es noch immer nicht geschafft, mal etwas konsequenter zu werden. Es ist nicht einfach.

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Rafael
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Re: Katzenfrage der Woche

Beitrag von Rafael » Mi 19. Jun 2013, 15:20

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richtet sich der Appetit eigentlich eher danach, ob sie zuvor Stress hatte. Wenn es also z. B.  was auch immer) frisst sie automatisch mehr, was ja auch verständlich ist. 
Das ist ja interessant. Hier ist es umgekehrt. Beunruhigte/Verunsicherte Katzen fressen weniger, nicht mehr.

Das Leckerchen immer reinpassen ist hier auch so, wenn sie die Ablehnen waere ich ernsthaft beunruhigt (weil sie sie lieben und nicht viel davon bekommen).
Ich hatte die Frage so verstanden, dass sie sich auf Ernaehrung insgesamt
(also primaer Futter) bezieht.

Rafael

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