FORL, Fortuna beim Zahnarzt

Zahnerkrankungen und chronische Zahnfleischentzündung (ZFE) bei Katzen
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Sunny73
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FORL, Fortuna beim Zahnarzt

#1

Beitrag von Sunny73 » Mi 6. Jul 2016, 11:17

Vor ein paar Monaten waren wir beim Tierarzt, um nun auch Fortuna mal eines Komplettchecks unterziehen.
Dort sagte die Ärztin uns, dass man bei Fortuna die Zähne nachsehen/reinigen müsste.
Wir haben dies auf diesen Monat verschoben, da besagte Ärztin, bei der wir bleiben wollten, jetzt ihre eigene Praxis aufgemacht hat.
Da die Blutwerte prima waren, haben wir für gestern einen Termin gemacht.
In der neuen Praxis ist eine TA, die sich speziell um die Zahngeschichten kümmert. Sie untersuchte Fortuna und eröffnete mir direkt ihren Verdacht auf FORL.
Ich hatte schon öfter davon gelesen in Foren, war aber bis dato nie damit konfrontiert worden. Was schon eine Überraschung ist, da wohl fast jede 2. Katze diese Erkrankung hat. Daher war es ein kleiner Schock, aber nicht unerwartet, man hatte ihr ja noch nie was an den Zähnen gemacht. Somit rechnete ich eh damit, dass man ein paar ziehen muss. Die TA empfahl auch, auf Grund des Verdachtes zu röntgen, da befallene Zähne nicht unbedingt von außen erkennbar sind, da sich ja die Wurzel zuerst auflöst. Ich wappnete mich zu dem Zeitpunkt für eine gepfefferte Rechnung.
Da Fortuna sich nicht so gern anfassen lässt, habe ich auch nie in ihr Mäulchen schauen können, so dass mir das auch nie auffallen konnte.
Die TA erklärte ebenfalls, dass diese Erkrankung sehr schmerzhaft ist, da sich der Zahn von unten heraus auflöst und quasi noch alles lebt. Der Gedanke, dass meine Maus vielleicht sehr lange viele Schmerzen hatte... :cry2 .
Jedenfalls überlies ich Fortuna in ihrer Obhut und bekam 2 Std. später den Anruf, dass alles gut geklappt hätte, man aber viele Zähne entfernt habe.

Als wir sie am frühen Abend abholten, war sie noch etwas beduselt.
Sie hatte nach der ersten Betäubung eine Inhalationsnarkose bekommen, welche sie hervorragend weggesteckt hat, wenn ich das so mit Huggys Eingriff letztes Jahr vergleiche (er verlor 4 Zähne, noch in der alten Praxis, ich muss mal schauen, was er da damals bekommen hat).

Auf den Röntgenbildern zeigte man uns die furchtbaren Schäden im Gebiß :cry2, von mehreren Zähnen waren nur noch Fragmente übrig, die auch entfernt wurden.
So waren es mit Wurzelfragmenten insgesamt 10 Zähne, die raus gingen, inklusive der oberen Reißzähne.

Gestern war sie erstaunlich schnell wieder aktiv, die Narkose hat sie super weggesteckt.
Sie bekam ein Depot-Antibiotium gespritzt und ich bekam Metacam zur 1x täglichen Gabe.
Da sie ein wenig Temperatur hatte(vermutlich von der Aufregung, aber man weiß ja nie), sich aber nicht von mir selbige messen lässt, ist sie grad unter verschärfter Beobachtung. Bisher war sie aber schon ein paar Mal unterwegs, ist schwer genervt von den Fäden, das Essen fällt ihr schwer (natürlich 1 Woche Trofu-Verbot für alle).
Ansonsten läuft sie wach und interessiert. Da es mit dem Nafu nicht so klappte, hab ich ihr vorhin von meiner Lyoner abgegeben, das klappte prima. Die mit Metacam versetze Leberwurst wurde leidlich genommen, vermutlich, weil sie auch noch klebt. Für morgen probier ich es mal mit einem Klecks Sahne.
Bisher hab ich aber ein recht gutes Gefühl. Ich bin nur froh, dass sie von den Schmerzen befreit ist. Da sie schon immer ein kleiner, verzogener Motzkoffer ist, kann man das bei ihr nur schwer erkennen. Da mache ich mir Vorwürfe, dass ich das nicht früher gemerkt hab, sie nie auf ins-Maul-gucken trainiert hab, aber das ist halt leider so und nun ist es ja gut.

Hm ja, mehr fällt mir da grad nicht zu ein.
Achso, ja, die Kosten. Also alles in allem, mit röntgen und allem habe ich 465 Euro bezahlt. Angesichts der Anzahl der Zähne plus Röntgenbildern find ich den Preis überraschend gering, für Huggy mit seinen 4 Extraktionen (2 Backen-, 2 Reißzähne) im Vergleich letztes Jahr ~400 Euro.
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Re: FORL, Fortuna beim Zahnarzt

#2

Beitrag von Rafael » Mi 6. Jul 2016, 14:12

Bei Harveys ZahnOP vor ein paar Monaten war es ahnlich, gluecklicherweie waren nur 2 Zahne betroffen, so dass es ein recht kleiner Eingriff blieb. Aer das Katertier war ganz schon fertig ein paar Tage lang.
Nur das Schmerzmittel war ein anderes, er hatte etwas, dass man in die Ohren rieb. Das war ganz praktisch, dass konnte man beim Knuddeln machen.

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Re: FORL, Fortuna beim Zahnarzt

#3

Beitrag von Joyce&Luna » Do 7. Jul 2016, 01:23

Hallo Andrea

Schön das Fortuna das gut überstanden hat.
In ein paar Tagen sieht das ganze auch besser aus.
Wenn du mit der Tablettengabe Probleme hast. Meine TA meint jede Katzen frisst Serano Schinken, dieser eignet sich super für Tabletten zugeben, denn die Tablette bleibt daran haften.
Joyce ist ja zum Beispiel so eine Kandidatin die nichts menschliches frisst, sogar die mag Serano hätte ich nie von ihr gedacht. Probiere es einfach mal aus und wickle eine Tablette mal darin ein.
Jay war da noch anders, dem habe ich die Tablette vor die Füße gelegt und gesagt da aufessen und er hat sie gefressen ::G
Das kannst du ja auch mal versuchen.

Knuddel mir die Maus.

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Re: FORL, Fortuna beim Zahnarzt

#4

Beitrag von Caro » Do 7. Jul 2016, 06:37

Hallo Andrea,


kann dich so gut verstehen. Auch ich habe mir nachdem ich die Digitalröntgenaufnahmen von Lisa gesehen habe Vorwürfe gemacht warum ich das nicht eher gemerkt habe.

Denke mal das geht so vielen so die mit FORL bei ihrer Katze konfrontiert werden...Bei Lisa wurden im Verlauf der Jahre zwei Zahnsanierungen nötig. Zuletzt waren nur noch die Fangzähne vorhanden.

Der Preis von der Zahnsanierung ist wirklich günstig, bei mir war es mehr als das doppelte. Aber jede Zahnsanierung bringt andere chirurgische Maßnahmen mit sich und ich denke ein Vergleich ist immer schwer und nicht unbedingt machbar. Bei mir war der Eingriff auf jeden Fall jeden Cent wert, so eine sorgfältige fundierte Diagnostik und gute OP würde ich mir als Mensch auch wünschen.

Wünsche mit lieben Grüßen gute Besserung für deine Samtpfote !!

Susanne

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Re: FORL, Fortuna beim Zahnarzt

#5

Beitrag von Sunny73 » Do 7. Jul 2016, 08:11

Vielen Dank, insgesamt macht sie für ihr Alter und den heftigen Eingriff einen guten Eindruck.
Anke, das Metacam ist flüssig, eine Tablette würde ich auch nur zerbröselt in irgendwas reinbekommen.
Gestern hat das mäßig geklappt, weil ich die Universalwaffe Leberwurst genommen habe. Sie liebt das, aber ich hatte nicht bedacht, dass das Zeugs ja überall klebt, Gaumen, Fäden... Schinken wäre keine Option, sie kann im Moment nur ganz kleine Stücke futtern, bekommt zwischendurch öfters weichen Kram. Heute haben wir einen knappen Teelöffel Sahne genommen für die Medis. Schwuppdiwupp, war die Medizin drin *ggg*.
Sie versucht auch, normal zu fressen, gibt aber schnell nach ein paar Häppchen genervt auf. Aber sie versucht es immer wieder, so dass auch was reinkommt in das kleine Ding.
Im Moment ist verwöhnen bis zum Anschlag angesagt.
Bin sehr froh, sie macht die meiste Zeit, wenn sie wach ist, einen aufgeweckten, lebhaften Eindruck. Motzt fast garnicht.
Gestern Abend hat sogar die Ärztin nochmal angerufen, ob alles ok ist.

Susanne, ja ich war auch über den Preis überrascht, ich hatte mit mehr gerechnet, vor allem, weil auch noch für 80 Euro geröngt wurde.

Rafael, das ist ja interessant, von so einem Schmerzmittel hab ich noch nie gehört.
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Re: FORL, Fortuna beim Zahnarzt

#6

Beitrag von Rafael » Do 7. Jul 2016, 15:09

Ich war angenehm ueberrascht. Mir faellt es oft schwer, Medis ins Tier zu bringen, wenn die nicht kooperieren, da war ich dem TA sehr dankbar, dass er das bedacht hatte.
Es wird ueber die Haut aufgenommen, dadurch muss man sich selbst so abgeschnittene Kuppen von Handschuehen uber den betreffenden Finger ziehen, aber ansonsten ist es wirklich bequem zu verabreichen, gemutliches Kuscheln mit Knudeleinheiten, und ganz nebenbei reibt man dem Tier das Zeug ins Ohrchen.

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Re: FORL, Fortuna beim Zahnarzt

#7

Beitrag von Barbara » Do 7. Jul 2016, 17:28

Das hab ich auch noch nie gehört, Schmerzmittel zum einreiben - klasse! Das ist doch genial, viel einfacher als sich immer wieder neue Tricks ausdenken zu müssen, wie man das sonst in die Katze bekommen kann. Für den Fall, dass unsre mal Schmerzmittel brauchen, werd ich mir das mal merken!!
Den Preis hätte ich bei dem doch recht umfangreichen Eingriff auch weit höher eingeschätzt, das ist sehr im Rahmen finde ich für so viele Zähne.
Wie geht es Fortuna denn heute und wie gehts mit dem Futtern?
Liebe Grüße
Barbara

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Re: FORL, Fortuna beim Zahnarzt

#8

Beitrag von Sunny73 » Do 7. Jul 2016, 18:08

Sie ist recht agil, futtern immernoch naja, stört vermutlich noch alles sehr und die Fäden nerven deutlich. Aber sie hat Hunger und versucht. Wie gesagt Leckerchen in allen Varianten werden gern genommen :D
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Re: FORL, Fortuna beim Zahnarzt

#9

Beitrag von Barbara » Do 7. Jul 2016, 19:39

Recht agil hört sich doch schonmal gut an. Das mit dem Futtern wird bestimmt auch noch besser - wenn ich mir vorstelle, ich hätte den Mund voller Wunden und Fäden, naja, dann würd ich auch eher Nahrung bevorzugen, die nicht dran rumklebt, irgendwas, das gut runterflutscht. Das mit dem Tartar find ich gar nicht schlecht, das sollte doch nicht so arg kleben oder?
Liebe Grüße
Barbara

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Re: FORL, Fortuna beim Zahnarzt

#10

Beitrag von Sunny73 » Mo 11. Jul 2016, 16:04

Update eine Woche nach dem Eingriff:
Madame ist wieder in Topform, hat nach 3 Tagen schon wieder die Jungs angefaucht, versucht zu fressen, was sie erwischen kann und hat sich heute stantepede geweigert, in den Kennel zu gehen zur Nachuntersuchung. Seufz. Wir wollten sie dann irgendwann auch nicht weiter stressen und haben sie in Ruhe gelassen und den Termin abgesagt. Dummerweise hatte die das nicht notiert, so dass ich 20min nach Termin einen Anruf bekam, ob alles ok wäre, der Termin wäre doch um 2 gewesen :D
Hab dann noch mit der TA gesprochen. Wir waren uns einig, wenn alles ok ist, sollen wir es einfach dabei belassen und halt beobachten. Die Fäden lösen sich auf, so dass das auch kein Problem ist.
Also, erstmal überstanden soweit. Puh.
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