Lexikon mit Begriffen über Katzen

Alles über Katzen was in keine der anderen Kategorien passt
Gesperrt
Benutzeravatar
Joyce&Luna
Admin
Beiträge: 9738
Registriert: Di 23. Nov 2010, 23:09
Sagst du uns deinen Vornamen?: Anke
Kontaktdaten:

Lexikon mit Begriffen über Katzen

#1

Beitrag von Joyce&Luna » Fr 25. Dez 2015, 22:48

Ein Lexikon über Katzen mit vielen Informationen. Gehe zu Buchstabe: B
Gehe zu Buchstabe: C - D
Gehe zu Buchstabe: E - F
Gehe zu Buchstabe: G - H
Gehe zu Buchstabe: I - K
Gehe zu Buchstabe: L - M
Gehe zu Buchstabe: N - Q
Gehe zu Buchstabe: R -S
Gehe zu Buchstabe: T - Z


A


Aalstrich
Als Aalstrich wird eine lange, schmale, im Vergleich zur übrigen Farbe dunklere oder hellere Färbung des Fells in der Mitte des Rückens bezeichnet, die viele Tiere aufweisen.

Abdomen
Leib, Bauchregion (Adj. abdominal: zum Leib, Bauch gehörig).

Abdominalerkrankungen
Erkrankung des Bauchfells (z. B. Bauchwassersucht) oder Operationen zur Behebung von Leiden in der Bauchhöhle, wie Magenverdrehung, Fremdkörper im Magen oder Darm und Gebärmuttervereiterung.

Ablation
Zerstörung von untypischen Reizleitungsbahnen bei Herzrhythmusstörungen mittels Herzkatheter (Strom, Laser oder Kälte).

Abnabeln
Häufig sind die Neugeborenen noch von den Eihäuten umgeben. Die Mutter befreit das Gesicht des Neugeborenen leckend. Durch die Leckmassage des Körpers werden Atmung und Kreislauf angeregt. Normalerweise zieht die Mutter die Nachgeburt an der Nabelschnur heraus und verzehrt sie. Anschließend frisst sie die Nabelschnur bis hin zum Bauch des Jungen, bis nur noch ein kleiner Rest übrig bleibt.

Abstrich
Mechanisches Abstreichen von Zellen oder Sekreten an Haut/Schleimhaut zur Untersuchung.

Abortus
Fehlgeburt

Abschlagen
Tatzenhiebe der Katzenmutter, die ihre Jungen mit sechs bis acht Wochen von den Zitzen

Abstammung
Als Ahnen unserer Hauskatze gelten in erster Linie die afrikanische Falbkatze (Fells silvestris libyca) und die europäische Wildkatze (Fells silvestris).

Abszess
Eiteransammlung in nicht vorgebildeter Körperhöhle.Durch in kleine Stich-, Riss- oder Bisswunden eingedrungene Eitererreger ausgelöst. Häufiger bei männlichen Katzen als Folge von Rivalitätskämpfen.

Abwehrsystem
Immunsystem: Fremdorganismen werden erkannt und beseitigt. Hierbei handelt es sich um Krankheitserreger, körperfremdes Gewebe oder sonstige Fremdstoffe. vertreibt.

Abzeichen
Dunklere Fellfärbung um die Schnauze, an Ohren, Schwanz und Beinen, wird auch Points genannt.

ACE-Hemmer
(Angiotensin-converting-enzyme) blutdruckregulierendes Medikament zur Behandlung von Herzinsuffizienz, setzt den Strömungswiderstand vor allem im Körperkreislauf herab.

Adams-Stokes-Anfall
Kurzzeitiger Bewusstseinsverlust als Folge einer Herzrhythmusstörung, die die Pumpkraft des Herzens einschränkt und eine Minderdurchblutung des Gehirns bewirkt.

Adrenalin
Hormon des Nebennierenmarks, welches z.B. bei Angst ausgeschüttet wird.
Die Pupillen der Katze sind dann weit geöffnen und sie droht mit Abwehr.
In der Medizin wird Adrenalin vor allem als Notfallmedikament bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung bei Herzstillstand eingesetzt

Affix
So bezeichnet man den oft fantasievollen Beinamen, den Rassekatzen erhalten. Er weist auf den Züchter hin und wir allen offiziell registrierten und im Zuchtbuch eingetragenen Kätzchen einer Zucht gegeben. Das Affix kann dem individuellen Namen voran- oder nachgestellt sein und wird dem Züchter von einer nationalen oder internationalen Organisation genehmigt.

Afterzehen
Die zwei etwas versetzt liegenden Zehen und Ballen an den Vorderpfoten. Sie befinden sich etwa zwei bis drei Zentimeter oberhalb des Pfotenendes und sehen fast aus wie ein zurückgebildeter Daumen.

Agouti
Grundfarbe der Tigerkatzen, die Tigerung ist ein Resultat der verschieden stark, bzw. oft gebänderten Einzelhaaren.

Aggressivität
Unter Aggressivität versteht man in der Verhaltensforschung die innere Bereitschaft eines Organismus' zur Ausführung aggressiven Verhaltens (Aggression). Aggressivität allein muss in einer Lebenssituation nicht zwangsläufig Aggressionen auslösen; erst wenn bei vorhandener Aggressivität mehr oder weniger starke Schlüsselreize, die Aggressionen auslösen können, auf einen Organismus einwirken, wird dieser Aggressionen zeigen. Der Grad an Aggressivität kann durch innere Faktoren (z. B.bestimmte Hormone wie Testosteron) oder vorausgehende Erfahrungen schwanken. Bei hoher Aggressivität kann schon ein schwacher Schlüsselreiz Aggressionen auslösen. Ist die Aggressivität gering, bedarf es stärkerer Schlüsselreize, um aggressives Verhalten zu provozieren. Die Begriffe Aggressivität und Aggression sollten daher nicht synonym gebraucht werden.

Akomelanismus
Bei Katzen der Albinoserie wie Siam- und Burmakatzen sind die Körperspitzen (Beine, Schwanz, Ohren) dunkler gefärbt als die übrigen Körperpartien. Die Ausfärbungen nehmen im fortschreitenden Alter der Katze zu.

Akzessorische Leitungsbahn
Zusätzliche elektrische Leitungsbahn (Reizleitungssystem) neben dem His-Bündel zwischen Vorhöfen und Herzkammern, Kent-Bündel.

Akzidentelles Herzgeräusch
Blutströmungsgeräusch im Herzen ohne krankhafte Bedeutung.

Alagille-Syndrom
Verengung der Gallenwege, Herzfehler Pulmonalstenose.

Albino Albus = weiß
Albino-Katzen haben nur geringe oder gar keine Farbpigmente und deshalb ein schneeweißes Fell, blassrosa Haut und hellblaue Augen mit roter Pupille.

Albinismus
Ausfall der Pigmentbildung: Völliger Ausfall wird selten beobachtet. Häufiger auftretend ist Teilalbinismus. Dadurch entstehen die eindrucksvollen Phänomtypen wie: Burmesen, Siamesen, Albinos

Allel
Alternativform eines Gens.
Allele können auf homologen Chromosomen dieselbe Position einnehmen und verschiedene Erbfaktoren enthalten. Die vom selben Gen abstammenden Allele werden in einer Allelgruppe zusammengefasst. Die der Katze beispielsweise enthält die für die Fellfarbe verantwortliche Allelgruppe die Allele für den Siam-, Burma- und Abessinier-Phänotyp.

Allergie
Überempfindlichkeitsreaktion des Organismus auf äußere Einwirkungen durch körperfremde Substanzen. Äußerungen: Juckreiz, Entzündungen und Schwellungen der Haut und / oder auch Schleimhäute.

Alopezie
Haarlosigkeit durch Hautkrankheit, Hormonstörungen, Futtermangel

Analbeutel
Die Analbeutel befindet sich seitlich der Afteröffnung. In den Analbeuteln wird das von einer Drüse produziertes Sekret gespeichert. Dieses Sekret enthält Duftstoffe die zur Erkennung unter den Tieren und zur Individualmarkierung dient.

Analgetisch
Schmerzstillend, schmerzlindernd.

Analgetika
Schmerzlindernde Medikamente.

Analkontrolle
Bei Begegnung zweier Katzen umkreisen sich häufig beide vorsichtig und bemühen sich die Analgegend der anderen zu beriechen. Bei freundlicher Begegnung legt eine der beiden ihren Schwanz leicht angehoben zur Seite und erlaubt so der anderen die Analkontrolle.

Anämie, anämisch
Blutarmut, Verminderung der roten Blutkörperchen und des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin).

Anästhesie, Anästhesist
Narkose; Empfindungs- und Bewusstseinsverlust zur Vermeidung von Schmerzen bei Operationen. Injizierte oder inhalierte Wirkstoffe wirken auf das zentrale Nervensystem. Dem Anästhesisten obliegt die Vorbereitung und Medikation des Patienten, die Beobachtung und Kontrolle während der Operation und in der Aufwachphase.

Anästhetika
Schmerzstillende, Schmerz ausschaltende Medikamente, die bei der Narkose (Anästhesie) als Betäubungsmittel verwendet werden.

angeborener Nabelbruch
Eingeweidebruch. Die Durchtrittstelle des Nabels schließt sich nach der Geburt nicht. In kleinen Nabelbrüchen wird die Bruchstelle meist durch Netz- oder Fettgewebe ausgefüllt. Nur größere Nabelbrüche sollten operiert werden.

Angina
Mandelentzündung. Merkmale: häufiges Gähnen - vereinzelt Würg- und Brechreiz

Anomalie
Abweichung vom Normalzustand an vielen Organen oder Körperabschnitten. Je nach Ausprägung unbedeutend bis tödlich.

Anorexie
Krankheit oder Verhaltensstörung, die sich durch Verweigerung der Nahrung manifestiert.

Anschneiden
Zerlegen bzw. Anfressen der Beute.

Antibabypille
Nur zu empfehlen bei Katzenzucht und nur unter tierärztlicher Beobachtung.

Anzeigen einer Erkrankung
Verhaltensänderungen: Schläfrigkeit, Bewegungsunlust, Appetitlosigkeit, vermehrter Durst, glanzloses Fell, die Katze putzt sich nicht, Abweichung der Körpertemperatur (je niedriger desto schlimmer); Verklebungen von Augen, Nasenöffnung, Mundspalte, After und Scham; Blutiger Harn.

Aortenthrombose
Eine Thrombose ist die Bildung von Blutklümpchen (Koagula), welche die Blutgefäße verstopfen. Sie tritt bei älteren Tieren häufig auf und geht oft mit einer durch Herzkrankheiten bedingten verlangsamten Blutzirkulation einher (siehe Herzkrankheiten). Die Blutkoagula bilden sich meist in den unteren Teilen der Hauptschlagader, die die Hinterbeine der Katze mit Blut versorgt. Wird die Blutzufuhr plötzlich unterbrochen, so treten schmerzhafte Muskelkrämpfe auf, und die Hinterbeine sind völlig gelähmt.Unter der Gabe von schmerzstillenden Mitteln kommt die Blutzirkulation oft nach einiger Zeit wieder in Gang, so dass die Hinterbeine wieder aktiviert werden können. Aspirin wirkt vorbeugend gegen erneute Koagulabildung; die Dosierung muss allerdings vom Tierarzt überwacht werden, damit es nicht zu Vergiftungserscheinungen kommt. Der Zustand kann so qualvoll sein, dass es sich oft - zumal wenn ihm ein Herzleiden zugrunde liegt - empfiehlt, das Tier einzuschläfern.

Appetenzverhalten
Bestimmte Tätigkeiten, die zu einer Instinkthandlung führen.

Appetitlosigkeit
Ursache: Eintöniges Essen, das Wetter (große Hitze, Gewitter, Sturm) Umgebungsveränderung, Vereinsamung, Trennung von den Jungen oder anderen Bezugspersonen, Rolligkeit, Erkrankung. Längere Beobachtung wird auf jeden Fell empfohlen.

Art
Gesamtheit aller Individuen, die sich äußerlich ähneln, gleiche Lebensräume besiedeln und sich untereinander fortpflanzen, die jedoch normalerweise mit Individuen einer anderen Art nicht fortpflanzungsfähig sind. Die Hauskatze ist eine Art der Gattung Felis aus der Familie der Felidae. In ein und derselben Art können mehrere Populationen vorkommen. Diese Populationen werden geographische Unterarten genannt. Bei den Hauskatzen spricht man im gleichen Zusammenhang von Rassen.

Artkreuzung
Paarung von Individuen, die verschiedenen Arten angehören (im Unterschied zur Rassenkreuzung). Die aus solcher Kreuzung hervorgehenden Individuen werden als Artbastarde oder Hybriden bezeichnet. Artbastarde sind vielfach noch fruchtbar, Gattungsbastarde hingegen nur noch selten.

Ascites abdominalis
Bauchwassersucht. Ansammlung von Körperflüssigkeit in der Bauchhöhle.

Askaridiasis
Spulwurmbefall

Aspirationspneumonie
Verschluckbedingte Lungenentzündung. Fehlgeschluckte Fremdkörper (Staub, Fressen, Wasser), Lungenabschnitte die sich entzünden. Futterverweigerung, pumpende, angestrengte Atmung, Fieber, selten Husten.

Atemfrequenz
Anzahl der Ruheatemzüge liegen in der Regel bei 25 - 30 pro Minute und kann von der Umgebungstemperatur, Geschlecht und Alter abhängig sein.

Atropin
Alkaloid aus Tollkirsche, Stechapfel, Bilsenkraut. Hemmt Drüsensekretion, Darmbewegungen. Krampflösend, pulsbeschleunigend, pupillenerweiternd.

Audiogramm
Die Bandbreite des Hörvermögens im Sinne der Wahrnehmung reiner Töne.

Aufzuchtgewicht
Im Normalfall soll ein Junges täglich 10 –15g, pro Woche also ca. 100g an Körpermasse zunehmen.

Augenerkrankungen
Es ist selten, dass eine Katze mit einer Augenerkrankung zur Welt kommt, meistens durch Kämpfe mit Rivalen.

Augenliederkrankung
Sofern sich die Augenlieder nicht binnen 10 Tage nach der Geburt von selbst öffnet, wird tierärztliche Beratung empfohlen. Augenliederentzündung wird meist durch Katzenschnupfen verursacht. Anfänglich wässriger Ausfluss, gerötet, dick geschwollene Lieder miteinander verklebt. Meistens im Sommer durch Grassamen verursacht.

Augenpflege
Eine regelmäßige Pflege, wie bei den Ohren ist bei den Augen im Normalfall nicht erforderlich.

Ausstellung
Veranstaltung, deren Hauptziel es ist, nach den in einem Rassestandard festgelegten Kriterien die besten Exemplare ihrer Art auszuwählen. Ein weiteres Ziel der Ausstellungen ist es, Rassekatzen dem breiten Publikum näher zu bringen.

Autoaggression
Aggressionen, welche nicht auf andere Sozialpartner, sondern an sich selber umgeleitet werden (Schwanzbeißen etc.)

Benutzeravatar
Joyce&Luna
Admin
Beiträge: 9738
Registriert: Di 23. Nov 2010, 23:09
Sagst du uns deinen Vornamen?: Anke
Kontaktdaten:

Re: Lexikon mit Begriffen über Katzen

#2

Beitrag von Joyce&Luna » Fr 25. Dez 2015, 22:48

B


Baldrian
Wirkt auf Katzen wie Haschisch auf Menschen. Sie geraten regelrecht in Ekstase, wenn sie es zu riechen oder zu schmecken bekommen.

Ballen
An den Pfoten befindliche, meist haarlose Hautgebilde, die aus einer verdickten Epidermis mit einer weichelastischen Hornschicht bestehen.
Die Unterhaut enthält viele elastische Fasern, in denen Fettzellen eingelagert sind. Dieses Baufett verleiht dem Ballen eine federnde Konsistenz.
Am Ballen befinden sich Schweissdrüsen, die zum Teil Duftstoffe absondern.

Bandwurmbefall Taeniasis.
Für Menschen gefährlich werden kann der "Fuchsbandwurm". Katzen, die Mäuse, Fledermäuse oder Bisamratten erbeuten, können den Menschen damit infizieren. Nimmt der Mensch die von der Katze ausgeschiedenen Eier auf, dann fungiert er als Zwischenwirt. In ihm entwickeln sich nicht die Bandwürmer, sondern deren Vorstufen, die sogenannten Finnen. Sie befallen inner Organe, wo sie bisweilen ein enorme Größe erreichen.

Bandwürmer
Die Bandwürmer (Cestoda) sind eine Klasse der Plattwürmer (Plathelmintes). Weltweit sind dabei heute etwa 3.500 Arten bekannt, die vor allem den Echten Bandwürmern (Eucestoda) zugerechnet werden.

Bauchbruch
Durch einen Bauchbruch fallen einzelne Organe oder Darmabschnitte unter die unverletzte Haut. Bauchbrüche müssen umgehend operiert werden.

Bauchwassersucht
Wie die Krankheitsbezeichnung bereits erkennen lässt, handelt es sich bei diesem meist unheilbaren Leiden um die Ansammlung von "Wasser" in der Bauchhöhle.Bauchwassersucht ist keine selbstständige Erkrankung, sondern tritt im Gefolge der verschiedensten Erkrankunge auf.
Auffallendstes Krankheitszeichen ist die Zunahme des Bauchumfanges. Da sie meist sehr langsam erfolgt und Störungen des Allgemeinempfindens häufig fehlen, wird dieser Zustand vom Katzenbesitzer nicht richtig erkannt und oftmals der guten Ernährung zugeschrieben. Eine zu gut ernährte Katze wird allerdings am ganzen Körper runder, vorallem im Bereich des Rückens und der Flanken. Man kann die Bauchwassersucht besser erkennen, wenn man die Katze auf ihr Hinterteil setzt und an den Vorderbeinen aufrichtet. Die Vorwölbung des Leibes sinkt dann nach unten und der Bauch fällt unter dem Rippenbogen ein. Der Leib weist hierbei eine birnenartige Form auf. Mit der Punktion der Bauchhöhle allein ist die Bauchwassersucht nicht zu heilen, es sollte natürlich ursächlich die auslösende Krankheit behandelt werden.
Da dies meist eine Organkrankheit ist sind die Heilungsaussichten nicht günstig. Sie sind unter anderem auch davon abhängig wie schnell sich nach der Punktion erneut Flüssigkeit in der Bauchhöhle ansammelt.

Begrüßung
Von Katz-zu-Katz erfolgt sie über die Nase. Begrüßt die Katze ihren Menschen, streicht sie ihm um die Beine, stupst ihn an und gibt ihm ausgiebig Köpfchen.

Bezoare
Wenn die Katze beim Putzen zu viele Haare verschluckt können im Magen Haarballen entstehen, sog. Bezoare.

Bicolour
Zweifarbige Katzen, z.B. schwarz-weiß, rot-weiß, blau-weiß usw.

Blau
Ist die Fellfarbe zwischen Hell- und Schiefergrau, verdünntes Schwarz.

Blending
Mischling aus der Verpaarung von Wild- und Hauskatzen.

Blesse
Heller, meist weiß abgesetzter Streifen zwischen Stirn und Nasenspiegel.

Bluthochdruck
Gerade bei älteren Katzen kommt dieses wohl sehr oft vor. Das Schlimme ist, dass dadurch viele andere Krankheiten zum Vorschein kommen, wie Gleichgewichtsstörungen, Verschlechterung der Augen sowie Blutungen etc. Bis 180 ist wohl noch die Grenze, alles andere ist schon schlecht. Es gibt "Katzeninternisten", die ganz andere Behandlungsmöglichkeiten haben und natürlich auf solche Krankheiten spezialisiert sind. Selbstverständlich sind diese Behandlungen relativ kostspielig, aber zum Wohl der Katze.

Botulismus
Vergiftung durch das Bazillus Clostridium botulinum gebildete Toxin.

Brachycephalie
Brachycephalie (auch: Brachyzephalie) meint Kurzköpfigkeit bzw. Rundköpfigkeit bei Lebewesen, was zu einem Bündel von gesundheitlichen Problemen führt. Bei den Haustieren sind insbesondere Hunde, teilweise auch Katzen betroffen.
Brachycephalie kann zu Problemen der oberen Atemwege führen (brachycephales Syndrom). Als charakteristische Befunde gelten verengte Nasenlöcher und Nasenhöhlen, ein verlängertes und verdicktes Gaumensegel sowie Veränderungen am Kehlkopf.
Bei Brachycephalie können die Mandeln in den Innenraum der Atemwege gezogen werden, wenn der Unterdruck beim Einatmen zu groß wird. Dies kann zu Atemproblemen, Erstickungsanfällen, Ohnmacht, zumindest aber röchelnden Atemgeräuschen und Schnarchgeräuschen führen.
Zudem sind hervorstehende, teils auch vergrößerte Augen zu beobachten, was zu häufigen Verletzungen der Cornea führt.
Ebenso wird von Gebärschwierigkeiten berichtet.
Starke Erscheinungsformen von Brachcephalie gelten laut einem Gutachten des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft als verbotene Qualzucht.

Bronchialasthma
Lungenerkrankung

Bronchitis
Lungenerkrankung

Brucellose
Übertragbare Krankheit. Ansteckung meist durch Milch, Eihäute oder Fleisch von brucelloseverseuchten Rindern.

Break
Einbuchtung des Nasenprofils

Bruderschaft der Kater
Zusammenschluss von Katern, die gemeinsam ein Gebiet kontrollieren.

Brunst
Die Zeit, in der die Katze sexuelles Interesse an Katern zeigt.

Brustkorb
Thorax.
Bild
Luna 15.04.2005 † 05.01.2015

Meine Homepage

Benutzeravatar
Joyce&Luna
Admin
Beiträge: 9738
Registriert: Di 23. Nov 2010, 23:09
Sagst du uns deinen Vornamen?: Anke
Kontaktdaten:

Re: Lexikon mit Begriffen über Katzen

#3

Beitrag von Joyce&Luna » Fr 25. Dez 2015, 22:49

C


CAC Certificat d`apitude au championnat
Erste Anwartschaft auf den Championtitel

CACE Certificat d`apitude au championnat d`Europe
Anwartschaft auf den europäischen Championtitel

CACIB Certificat d`apitude au championnat international de beauté
Anwartschaft für den Internationalen Champion

CAGCIB Certificat d`apitude au grand championnat international de beauté
Anwartschaft auf den Titel Grand Champion International

Calico
Amerikanische Bezeichnung für Schwarz-Schildplatt-Weiß

Cameo
Tabby-Katzen mit einem roten oder cremefarbenen Fell (Phäo-Melanin) und einem Inhibitor-Gen, welches bewirkt, dass mehr als zwei Drittel jedes Haares, vom Haaransatz beginnend, pigmentfrei sind.

CAP Certificat d`apitude au premiorat
Anwartschaft auf den Premiortitel (gilt nur für Kastraten)

CAPE Certificat d`apitude au premior d`Europe
Anwartschaft auf den europäischen Premiortitel (gilt nur für Kastraten)

CAPIB Certificat d`apitude au premior international d`Europe
Anwartschaft auf den internationalen Premiortitel (gilt nur für Kastraten)

Caramel
Karamellfarben

Carnivoren
Das lateinische Wort für alle Raubtiere, zu denen auch unsere Hauskatze gehört. Alfred Brehm nannte die Katze das vollkommenste Raubtier überhaupt.

Carrier
Katze einer bestimmten Gen-Sorte

CFA Cat Franciers Association
Katzenzüchterverein in den USA

Champion
Als Champion wird eine Katze ausgezeichnet, die auf mindestens drei Ausstellungen die Beste ihrer Rasse und Klasse war.

chemische Informationsübertragung
Geschmack - Geruchswahrnehmung - Markierung

Chinchilla
Haarfärbung bei Katzen, das weiße Fell hat ca. 1/8 eingefärbte dunklere Haarspitzen.

Chocolate
Schokoladenbraun

Cholornaphthalinvergiftung
Eine Cholornaphthalinvergiftung kann sich die Katze durch frischimprägniertem Holz zuziehen. Symptome: - Hautreizungen - Bindehautentzündung - zunehmender körperlicher Verfall.

Coma urämicum
Urämie

Combelen Propionylpromazin
Beruhigungsmittel.

Comotio cerebri
Gehirnerschütterung.

Cremor dentium
Zahnstein.

Chromosomen
Kleine X- und Y-förmige Gebilde aus Proteinen und DNA, die von den Eltern an die Nachkommen weitergegeben werden, Erbinformationen tragen und das Geschlecht des Ungeborenen bestimmen.

Cinnamon
Zimtfarben

Colourpoint Longhair
In Großbritannien übliche Bezeichnung für die Perserkatzen mit der Spitzenfärbung der Siamesen

Coronaviren
siehe unter Feline Coronaviren oder FIP

Criss crossing
Wechselkreuzung

Chronische Niereninsuffizienz
Die Chronische Niereninsuffizienz ist eine häufig auftretende Erkrankung älterer Katzen. Bei dieses Krankheit nimmt die Leistungsfähigkeit der der Niere soweit ab, dass die giftigen Stoffwechselprodukte nicht mehr aus dem Blut herausgefiltert werden können. (Urämie) Dadurch kommt es nach und nach zu Vergiftungserscheinungen und schließlich zum tödlichen Nierenversagen.Auffällig wird sie erst in den Laborwerten, wenn schon ca. 60% des Nierengewebes zerstört sind. In der klinischen Chemie des Blutbildes sind die Werte Harnstoff, Kratinin und anorganischer Phosphat über dem Referenzwert. Es empfiehlt sich ein jährlicher Bluttest ab dem 7 Lebensjahr der Katze.

Cushing
Übermäßige Produktion der Nebennierenrindenhormone wegen eines Gehirn- oder Nebennierentumors. Symptome: - Erschlaffung der Bauchdecke - papierdünne Haut - großer Durst- Verfettung- flächenhafter Haarausfall.

Cushing-Syndrom
Diese Krankheit wird auch als Hyperkortisolismus bezeichnet. Sie wird durch eine Überproduktion der Nebenniere einer kleinen, neben der Niere befindlichen Drüse - an Steroiden verursacht, was entweder durch Tumoren an der Nebenniere selbst bedingt sein kann oder durch einen Tumor an der Hypophyse, die an der Hirnbasis sitzt und die Cortisolproduktion kontrolliert. Auch eine längere Behandlung mit cortisonhaltigen Medikamenten ist, besonders bei alten Katzen, als Ursache in Erwägung zu ziehen. Das Syndrom löst Heißhunger und starken Durst aus und verursacht außerdem Muskelschwund, eine Schwellung des Leibes und mitunter Veränderungen der Haut.
Ist eine intensive Behandlung mit Cortison die Ursache der Störung, dann sollte dieses, wenn irgend möglich, unter strenger tierärztlicher Kontrolle schrittweise abgesetzt werden. Eine operative Entfernung der Nebennieren- oder Hypophysentumoren ist äußerst schwierig. Manchmal gelingt es, am Cushing-Syndrom erkrankte Katzen mit einem Medikament zu behandeln, das selektiv Nebennierenrindengewebe abtötet und somit die Produktion von Steroiden reduziert.


D

Damm
Teil der Körperwand, der den Beckenausgang bedeckt und zwischen der Afteröffnung und der Scheide bzw. dem Hodensack liegt.

Darm
Der Darm beginnt am Magenausgang und endet am After. Er liegt in der Bauchhöhle und wird in Dick- und Dünndarm unterteilt.

Darmblutung
Häufiger bei Jungkatzen. Bei freilaufenden Katzen kann es mehrere Möglichkeiten geben: - Verletzung mit spitzen oder rauen Gegenständen - Verzehr von vergifteten Nagetieren - tumorbedingte Darmbeschädigung. Auf jeden Fall zum Arzt gehen.

Darmentzündung
Wie beim Menschen gehen auch bei der Katze manche Darmentzündungen mit einem Wechsel von Durchfall und Verstopfung einher. Manche wirken sich nicht auf das Allgemeinbefinden aus, wenigstens nicht sofort; bei anderen verschlechtert sich der Zustand der Tiere schnell, einige sind Symptome einer Allgemeinerkrankung. Man unterscheidet unter ernährungsbedingter (drastische Umstellung der Ernährung), viraler ( meist als Symptom schwerer Allgemeinerkrankungen), bakterieller (meist durch Kolibakterien verursacht), chronischer (wahrscheinlich allergischen Ursprungs) und durch Parasiten hervorgerufener Darmentzündung.

Darmerkrankungen
Symptome: - fehlender Appetit - Durchfall - Erbrechen - Verstopfung - nicht immer Temperatur

Darmpech
Dunkelbraungrüner, zäher Inhalt des Enddarms von Neugeborenen. Wird in den ersten Stunden nach der Geburt wieder ausgeschieden.

Darmverschluss
Darmverstopfung.

Darmverstopfung
Bei länger andauernden Darmverstopfung sofort einen Arzt aufsuchen.

Deckerlaubnis
Durch die zuständigen Zuchtorganisationen erteilte Genehmigungen zur Zuchtverwendung von Deckkatern nach erfolgter Prüfung.

Deckhaare
Lange Leithaare und auch die kürzeren, geschmeidigen Grannenhaare bei der Katze.

Deckkater
Unkastrierter Kater, der für eigene oder auch fremde Katzen zur Zucht benötigt wird.

Depression
Zu Depressionen kann es bei zu enger Käfighaltung oder im Tierheim kommen.

Dermatitis
Hautentzündungen.

Dermatomykosen
Hautpilzbedingte Erkrankungen.

Desinfektion
Im Normalfall nicht nötig. Falls doch sollten möglichst die Stellen desinfiziert werden, an denen sich die Katzen am häufigsten aufhalten, wie z. B. Kissen Schlaflager und Ritzen am Boden oder zwischen Schränken. Ihnen und Ihrer Katze zuliebe, versuchen Sie es doch mit natürlichen Desinfektionsmethoden.

Diabetes mellitus
Zuckerharnruhr. Erkrankung der Bauchspeicheldrüse, wobei mit dem Harn Zucker ausgeschieden wird.

Diarrhöe
Durchfall. Nach einem Fasttag (nur schwarzer Tee der leicht gesalzen sein soll) stets kohlenhydratarme und eiweiß- und wirkstoffreiche Nahrung zum Verzehr geben.

Diät
Nur nach Absprache mit dem Arzt. Außer Sie legen einen Fasttag in der Woche ein. Doch dann sollte das Tier mit ausreichend Flüssigkeit versorgt werden.

Dickdarm
Ist ca. 20 - 45 cm lang und wird in den Blinddarm, den Grimmdarm und den Enddarm eingeteilt.

Dilute Calico
Amerikanische Bezeichnung für Blau-Schildpatt-Weiß.

Dinictis
Erstes katzenartiges Raubtier vor etwa 40 Mio. Jahren.

DNA
Desoxyribonukleinsäure, auch DNS genannt. Sie ist Träger der gesamten Erbinformation eines Individuums und Hauptbestandteil der Gene.

Domestikation
Entwicklung vom Wildtier zum Haustier.

Domestizierung
Von Domestizierung spricht man, wenn Tiere zu wirtschaftlichen oder anderen Zwecken in Gefangenschaft gehalten werden und die Gemeinschaft ihrer Fortpflanzung, ihr Revier und ihre Nahrungsquellen kontrollieren.

Dominantes Gen
Ein Gen, das im Phänotyp auch zum Ausdruck kommt, wenn es mit einem rezessiven Allel zusammentrifft. Ein dominantes Gen genügt, damit sich der Erbfaktor phänotypisch manifestiert.

Doppeltes Fell
Ist das Fell, das aus Unterwolle und Deckhaar besteht.

Durchfall
Diarrhöe[font='Times New Roman', Times, Serif, serif]

Benutzeravatar
Joyce&Luna
Admin
Beiträge: 9738
Registriert: Di 23. Nov 2010, 23:09
Sagst du uns deinen Vornamen?: Anke
Kontaktdaten:

Re: Lexikon mit Begriffen über Katzen

#4

Beitrag von Joyce&Luna » Fr 25. Dez 2015, 22:51

E


Ebony
Kurzhaarkatze, eine Verbindung zwischen Siamese und Kurzhaarkatze. Ebenholzfarbige Variation der orientalischen Kurzhaarkatze.

Edelkatze
Die von den Katzenverbänden anerkannten Rassekatzen.

Eingabe von Medikamenten
Das Unterschieben von Arzneimitteln mit dem normalen Futter gelingt selbst bei Lieblingsspeisen nur in den seltensten Fällen. Bei herabgesetztem oder fehlendem Appetit bleibt Ihnen nur die Zwangseingabe übrig. Dieses lässt sich am Besten durch zwei Personen bewerkstelligen. Die erste Person sollte die Katze so halten, dass sie niemanden verletzen und fliehen kann. Die zweite Person sollte dann die Tablette möglichst weit nach hinten auf die Zunge der Katze legen. Die Katze sollte solange gehalten werden bis sie die Tablette auch wirklich geschluckt hat. Bei Einnahme über einen längeren Zeitraum empfiehlt es sich das Medikament im Wasser oder Tee aufzulösen und es ihr mit Hilfe einer Spritze in den Mund zu spritzen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Spritze seitlich in den Mund der Katze eingeführt wird. Auch sollten Sie darauf achten, dass Sie tröpfchenweise injizieren um ein Verschlucken der Katze zu vermeiden.

Ektoparasiten
Auf der Haut schmarotzende Gliedertiere, die sich entweder vom Blut oder Hautzellen ernähren und durch ihre Anwesenheit bzw. Stoffwechselprodukte den Wirt belästigen oder schaden. - Flöhe - Läuse - Haarlinge - Zecken – Ohrmilben.

Ektropium
Augenliederkrankung.

Ekzem
Häufigste Form der Katzenhautkrankheit. Flächenhafte, mit Juckreiz einhergehende Entzündung der oberflächlichen Hautschichten. Bevorzugt erkranken langhaarige Edelkatzen und Europäische Kurzhaar, sehr viel seltener Siamkatzen.

Elektrolytlösungen
Meist isotonische, der Blutzusammensetzung entsprechend wäßrige Salz- und Nährstofflösungen, die zur künstlichen Ernährung oder bei schweren füssigkeitsverlustreichen Erkrankungen(Durchfall) vom Tierarzt injiziert werden.

Emklapsie
Plötzlich einsetzende, schwere Krampfanfälle entweder in den Tagen vor der Geburt oder in den folgenden 8 Tagen.

Endocarditis
Entzündung der Herzinnenhaut.

Endoparasiten
Im Katzenkörper schmarozende Einzeller oder Würmer, die dem Tier durch Blutentzug, die Stoffwechselprodukte entziehen oder mechanisch schaden.

Epilepsie
Sammelbegriff für Anfallsleiden, das bei verschiedensten Erkrankungen als Symptom auftritt. Beispielsweise: - mangelhafte Sauerstoffversorgung des Gehirns, - zu wenig Blutzucker, - Vergiftung durch Chemikalien, - Harnvergiftungen, - schwere Spulwurmbefall. In schwerer Form: - Bewusstlosigkeit, - andauernde Krämpfe, - Speichelfluss, - Kau- und Schnappbewegungen, - Ganzkörperzuckungen ohne Bewusstseinsverlust.

Entwöhnung
Bei Säugetieren das Ende der ausschließlichen Ernährung mit Muttermilch. Normalerweise werden die Tiere zu diesem Zeitpunkt auch allgemein unabhängiger von der Mutter.

Epistasie
Ist der Maskierungseffekt (z. B. weiße Katze die kein Albino ist).

Erbfehler
Genetischer Defekt.

Erbrechen
Nach Gras- oder faserreicher Grünpflanzenaufnahme normal, ebenso zur Entleerung der abgeputzten Haare, die teilweise verknäult erscheinen. Häufiges Erbrechen kann auf eine Erkrankung hindeuten. In jedem Fall den Tierarzt zur Abklärung aufsuchen.

Erkennungskuss
So nennt man das Beschnuppern der Nasen, mit dem sich zwei befreundete Katzen begrüßen. Mit ihrem Menschen machen sie es auch, wenn sie sich in der Höhe der Nase befindet.

Erleichterungsspiel
Abreaktion überschüssiger Energie, "Tanz" der Katze nach dem erfolgreichen Kampf mit einem gefährlichen Beutetier.

EU-Heimtierausweis
Der EU-Heimtierausweis ist seit dem 1. Oktober 2004 bei Reisen in EU-Länder für Hunde, Katzen und Frettchen vorgeschrieben. Der Ausweis wird von dazu ermächtigten Tierärzten ausgestellt; in Deutschland haben alle Tierärzte diese Ermächtigung. Eine gültige Tollwut-Impfung und Kennzeichnung der Tiere sind nötig. In Zukunft ist diese Kennzeichnung nur noch mit einem elektronischen Transponder zulässig, für eine Übergangszeit wird eine Tätowierung als Tierkennzeichnung noch anerkannt. Für Reisen nach Irland, Großbritannien und Schweden gelten für die nächsten fünf Jahre noch zusätzliche Regeln, der EU-Heimtierausweis reicht hierfür nicht.

Exsikkose
Als Exsikkose, von lat. siccus trocken, oder auch Dehydratation wird in der Medizin die Austrocknung durch Abnahme des Körperwassers bezeichnet.

Extremitäten
Hierzu zählen Beine, Maske, Schwanz, Ohren und Hodensack der Kater. Wird oft bei Colourpoint-Katzen verwendet, da bei ihnen nur die Extremitäten gefärbt sind.


F


F.I.Fe
Federation Internationale Feline, europäische Dachorganisation der Katzenverbände.

Fauchen
Die Katze faucht vor Schreck, Angst oder Wut, manchmal auch aus Verlegenheit oder Unsicherheit. Was immer der Anlass sein mag, einer fauchenden Katze sollte man nicht zu nahe treten.

Fawn
Rehbraun

Fehler
Jede merkliche Abweichung vom Standard und von den spezifischen Merkmalen der Rasse.

Fehlgeburt
Abortus

Feliden
Familie der Katzen oder Katzenartigen.

Feline Infektiöse Anämie
Die Feline Infektiöse Anämie (FIA, Synonyme: Hämobartonellose, Hämolytische Anämie) ist eine weltweit vorkommende bakterielle Infektionskrankheit der Katzen. Sie wird durch hämotrope Mykoplasmen hervorgerufen, das sind Bakterien, welche die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) befallen. Bei gesunden Tieren ist die Infektion zumeist harmlos und verläuft ohne klinische Symptome. Bei geschwächten Tieren kann sie jedoch eine akute oder chronische Blutarmut (Anämie) hervorrufen. Die Krankheit ist heilbar, allerdings bleiben die Tiere lebenslang Träger des Erregers und stellen somit eine Infektionsquelle für andere Katzen dar. In der Praxis ist sie insbesondere als Begleiterkrankung von Viruskrankheiten, die zu einer weiteren Verschlechterung des Gesundheitszustandes führt, und als potenzielle Gefahr bei Bluttransfusionen bei Katzen von Bedeutung. Da die Erreger eine hohe Wirtsspezifität besitzen, sind andere Tiere als Katzen oder der Mensch für diese Krankheit nicht empfänglich.

Felines Asthma
Das feline Asthma (felin von lat. felis „Katze“) ist eine allergische Atemwegserkrankung der Hauskatze. Es ist mit dem Asthma bronchiale des Menschen vergleichbar und Teil des Bronchitis-Komplexes der Katzen. Das feline Asthma verläuft chronisch und kann nur symptomatisch behandelt werden, eine Heilung ist bislang nicht möglich.

Feline Fibroadenomatose
Die Feline Fibroadenomatose ist eine hormonell beeinflusste Erkrankung der Milchdrüse der Katzen (lat. felis=Katze), die durch eine reversible Zubildung von mesenchymalen und epithelialen Zellen (Fibroadenome) in den Mammarkomplexen gekennzeichnet ist.

Feline Hyperthyreose
Die feline Hyperthyreose ist eine Störung des Hormonsystems bei Hauskatzen, die durch eine Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose) gekennzeichnet ist. Sie ist bei über 10 Jahre alten Katzen die häufigste hormonelle Störung, bei anderen Haustieren ist eine Hyperthyreose dagegen deutlich seltener anzutreffen. Die Erkrankung äußert sich häufig mit einem Gewichtsverlust trotz erhöhter Nahrungsaufnahme, wird in der Regel anhand von Blutuntersuchungen nachgewiesen und ist gut behandelbar.

Feline Lower Urinary Tract Disease
(Weitergeleitet von FLUTD)
Die Feline Lower Urinary Tract Disease (FLUTD, „untere Harnwegserkrankung der Katzen“, auch Feline Lower Urinary Tract Inflammation, FLUTI; veraltet: Feline urologic syndrome, FUS) ist ein bei Hauskatzen auftretender Krankheitskomplex der ableitenden Harnwege (Harnblase und Harnröhre). Unter diese Krankheitsbezeichnung wurde bis in die jüngere Zeit sämtliche Krankheitsbilder des unteren Harntrakts eingeordnet, heute wird der Begriff vorwiegend nur noch für gutartige Entzündungen ohne erkennbare Ursache (idiopathisch) verwendet, die meist spontan binnen einer Woche ausheilen.

Feline Infektiöse Peritonitis
Die Feline Infektiöse Peritonitis (FIP) ist eine virusbedingte Infektionskrankheit, die ausschließlich Katzen (Felidae) befällt. Der Name leitet sich von der häufigsten klinischen Manifestation, einer Bauchfellentzündung (Peritonitis) ab. Allerdings kann auch lediglich das Brustfell betroffen sein, weshalb selten auch der Name Feline Infektiöse Polyserositis verwendet wird, aber selbst ein Krankheitsbild gänzlich ohne Beteiligung der Auskleidung der Körperhöhlen (Serosa) kann auftreten. Bei einem klinischen Ausbruch der Erkrankung endet sie praktisch immer tödlich.

Feliner Diabetes mellitus
Als Feliner Diabetes mellitus (volkstümlich „Katzendiabetes“) wird die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) der Hauskatzen bezeichnet. Sowohl diagnostisch als auch therapeutisch handelt es sich hier um eine schwierige Erkrankung, die sich in einigen wesentlichen Unterschieden von der Zuckerkrankheit des Menschen oder anderer Tiere unterscheidet.

Felines Coronavirus
Das Feline Coronavirus (FCoV) ist ein Katzen (Felis spp.) befallendes Coronavirus ( Coronaviridae). Ursprünglich ging man davon aus, dass zwei verschiedene Corona-Viren bei Katzen auftreten.
Die stark virulente Form verursacht die Feline Infektiöse Peritonitis und wurde seit seiner Entdeckung 1968 als Felines Infektiöses Peritonitis-Virus (FIPV) bezeichnet. Dessen Zuordnung zu den Coronaviren ist seit Ende der 1970er Jahre anerkannt.
Ein dem FIPV ähnelndes, aber nur subklinische oder milde Darminfektionen hervorrufendes Virus, wurde 1981 beschrieben. Es wurde zunächst Felines Enterales Coronavirus (FECV) genannt. FECV-Infektionen sind häufig und kommen weltweit vor. Am empfänglichsten sind Katzenwelpen im Alter von sechs bis zwölf Wochen. Die FECV-Infektion zeigt sich in leichten Durchfällen und Erbrechen. Die Behandlung richtet sich auf eine Beseitigung der Dehydration, meist durch Gabe von ausreichend Flüssigkeit (isotonische Kochsalzlösung), eventuell Infusionen.

Felines Leukosevirus
Das Feline Leukosevirus (FeLV) ist der Erreger der Leukose, auch Katzenleukämie genannt. Es handelt sich um ein Gammaretrovirus, das in drei Subtypen (A, B und C) vorkommt, allerdings ist nur Subtyp A für die Erkrankung verantwortlich. Die Erkrankung ist ansteckend und endet in der Regel mit dem Tod.

Felis catus
Lateinischer Name unserer Hauskatze

Felis sylvestris lybica
Nordafrikanische Wildkatze. Von ihr stammen unsere Hauskatzen ab. Dies wurde historisch und anatomisch bewiesen

Fellkrause
Ist das Nackenfell, das sich am Übergang von Hals- und Brustwirbel mehr oder weniger in Falten legt.

Fettsucht
Adipositas

Fibrosarkom
Ein Fibrosarkom oder fibroblastischesSarkom ist ein maligner Tumor, der aus Bindegewebszellen entsteht und durch unreife proliferierende Fibroblasten oder anaplastische Spindelzellen gekennzeichnet ist.
Das feline Fibrosarkom stellt mit ca. 40% aller Hauttumoren die zweithäufigste Tumorform bei Katzen. Diese Tumoren sind bösartig und führen unbehandelt zum Tod der Katze. Die einzige Möglichkeit der Therapie stellt bisher die chirurgische Entfernung des Tumors dar. Leider liefert diese Behandlung kaum zufriedenstellende Ergebnisse, da in ca. 70% aller Fälle der Tumor wieder nachwächst.

Fieber
Die normale Körpertemperatur der Katze beträgt 38.5 bis 39° Celsius. Fieber hat eine Katze also erst ab 39.3° Celsius. Es ist meist Anzeichen einer Infektionskrankheit.

Fiebermessen
Es empfiehlt sich, ein Thermometer eigens für die Katze anzuschaffen. Denn das übliche Thermometer ist zu dünn und kann sehr schnell brechen. Es gibt spezielle Katzenthermometer mit Plastikhüllen zum Drüberziehen, damit eine einwandfreie Hygiene garantiert wird. Zum Messen der Temperatur sollten zwei Personen gegenwärtig sein, eine Person sollte die Katze so halten, dass sie sich nicht befreien kann. Die zweite Person führt das Thermometer langsam und unter Drehbewegungen in den After der Katze (verwenden sie hierfür speziell erhältliches Gleitmittel). Nach ca. 2 bis 3 Minuten hat man den Wert ermittelt. Die Normalthemperatur einer Katze beträgt 38,5° - 39° Grad.

Filialgeneration
Parentalgeneration

FIP Erreger:
Coronaviren - Inkubationszeit: Wochen bis Jahre - bevorzugt erkranken: Katzen unter 1 Jahr und dann wieder ältere.
Ansteckung: Speichel, Kot, Harn. Achtung beim gemeinsamen benützen von Fressgeschirr oder Katzentoiletten. Widerstandsfähigkeit des Virus in der Außenwelt: gering - Formen: die "feuchte Form" macht die Bauchwassersucht (eigentlich ja "feline infectiöse peritonitis"), die "trockene Form" verursacht an verschiedenen Organen granulomatöse Veränderungen (z.B. an den Nieren, der Leber, Lunge, Darm, Netz usw.), auch zentralnervöse Formen sowie Augenformen werden durch die trockene Form verursacht. Beide Arten können auch gemischt vorkommen
Symptome: Lethargie, Appetitlosigkeit, Fieber, Ikterus (Gelbsucht), Durchfall und bei der feuchten Form das birnenförmig (!!!) vergrößerte Abdomen. Diagnose: im Blut durch den sogenannten "FIP-Test", welcher den Antikörpertiter bestimmt, nicht das Virus selbst nachweisen kann; sagt also nur aus, dass die Katze einmal mit dem Virus in Berührung gekommen ist und Antikörper gebildet hat! Dieser Titer erlaubt keine prognostische Aussage und darf ohne klinisch manifeste Symptome nie als Euthanasiegrund herangezogen werden! Seit einiger Zeit Nachweis viraler Nucleinsäuren (damit direkter Coronavirusnachweis) mittels "PCR"....da aber auch hier viele Faktoren mitspielen, die zu erläutern hier den Rahmen sprengen würde, ist auch diese Methode keine perfekte in der Prognostik. Impfung: seit einigen Jahren am Markt "Primucell", erfolgt in die Nase der Katze, Wirksamkeit umstritten. Prognose : man ist hier geteilter Meinung, die Mehrheit meint, die Erkrankung verlaufe stets tödlich.
Dem ist entgegen zu halten, dass weder jede Katze, die sich infiziert hat, auch tatsächlich an FIP erkranken muss und dass es immer wieder Fälle gibt, bei denen der Titer auf Null sinkt, sowie Fälle von Spontanheilungen. Zur Therapie ist ebenfalls zu sagen, dass sich hier die Geister scheiden, man aber allgemein sagt, es gebe keine kausale Therapie, allenfalls eine symptomatische......auch hier würde eine Erklärung zu sehr in die Tiefe gehen!

FIV
1987 wurde erstmals in einem kalifornischen Bestand von chronisch kranken Katzen ein bis dahin noch unbekanntes, das Immunsystem schwächendes Virus isoliert, das die Entdecker als Katzen - Immunschwächevirus ( FIV) bezeichneten. Es gehört zu einer Gruppe von Viren, die auch bei Rindern und Affen vorkommen. Bekanntester Vertreter dieser Gruppe ist das menschliche Aids-Virus (HIV). FIV wirkt sich für die Katze ähnlich aus wie HIV für den Menschen. Die Krankheit ist bis anhin unheilbar und verläuft tödlich.

Flehmen
Mit diesem Terminus bezeichnet man eine bei Männchen unter Säugetieren verbreitete Mimik. Man kann sie besonders dann beobachten, wenn sich die Männchen mit Hilfe des Geruchs- und Geschmackssinns Informationen über die Empfänglichkeit eines Weibchens verschaffen wollen. Katzen flehmen, wenn sie einen scharfen Geruch wie etwa Urin wahrnehmen. Sie inhalieren die Luft mit halb geöffnetem Maul, starrem Blick, hoch erhobenem Kopf und erweiterten Nasenflügeln und atmen langsam ein.

Flohbefall
Wenn Katzen von Flöhen befallen sind sollten Sie am besten einen Tierarzt aufsuchen. Die meisten Mittel lassen sämtliche Flöhe binnen 24 Stunden absterben. Da sich allerdings Flöhe nicht permanent auf ihren Wirt befinden ist damit zu rechnen, dass ihre Eier an den Lieblingsplätzen der Katzen aufzufinden sind. Diese sollten konterminiert werden. Diese Prozedur sollten Sie möglichst zweimal innerhalb von vierzehn Tagen wiederholen, denn es dauert ca. 4 bis 12 Tage bis die Flöhe aus ihren Larven schlüpfen.

Flöhe
Flöhe bilden die Ordnung Siphonaptera in der Klasse der Insekten und gehören dort zu den Holometabolen Insekten. Von den etwa 2400 Arten der Flöhe sind etwa 70 in Mitteleuropa nachgewiesen. Die Tiere erreichen eine Größe von 1,5 bis 4,5 mm, die größte Art ist der Maulwurfsfloh (Hystrichopsylla talpae), der auf dem Europäischen Maulwurf (Talpa europaea) parasitiert.
Weitere Informationen: Flohbekämpfung

FORL
FORL (Feline odontoklastische resorptive Läsionen) sind eine häufige Erkrankung der Zähne bei Katzen. Sie sind durch eine Auflösung der Zahnsubstanz durch körpereigene Zellen, die Odontoklasten, gekennzeichnet. Veraltete Bezeichnungen für diese Erkrankung sind neck lesions und Katzenkaries. Die Erkrankung kommt bei 25–30 % (Prävalenz) der Hauskatzen vor, bei Katzen über fünf Jahren ist jede zweite betroffen.

Frühgeburt
Wird das Katzenjunge vor dem 57 Tag zur Welt gebracht, spricht man von einer Frühgeburt. In diesem Fall kann ist es schwierig sein das Junge am Leben zu erhalten.

Benutzeravatar
Joyce&Luna
Admin
Beiträge: 9738
Registriert: Di 23. Nov 2010, 23:09
Sagst du uns deinen Vornamen?: Anke
Kontaktdaten:

Re: Lexikon mit Begriffen über Katzen

#5

Beitrag von Joyce&Luna » Fr 25. Dez 2015, 22:54

G

Gameten
Sind die Geschlechtszellen, welche die halbe Chromosomenzahl enthalten bei der Befruchtung entsteht daraus das neue Chromosomenpaar, dass sich aus dem männlichen Gameten (Spermatozyt) und dem weiblichen Gameten (Eizelle) zusammensetzt.

Gastritis
Magenschleimhautentzündung Symptome: - Erbrechen - verminderte Lebhaftigkeit - verminderter Appetit
Ursache: - Unverträgliche Nahrung Bei einer Gastritis sollten Sie die Katze mindestens 12 h fasten lassen.

Gastroenteritis
Magen-Darm-Entzündung. Ursache: - bakterielle Infektion - Vergiftung - Futterallergie
Symptome: - Erbrechen - Durchfall

Gattung
Alle in der Systematik des Tier- und Pflanzenreichs zwischen der Familie und der Art eingestuften Lebewesen. Im allgemeinen umfasst diese Einheit, der biologischen Klassifikation mehrerer eng verwandten Arten. Die Familie der echten Katzen (Felidae) zählt vier Gattungen so z. B. die Gattung Panthera (zu denen auch Tiger und Löwe gehören) oder die Gattung Felis mit 26 Wildarten (wie Felis concolor, dem Puma) und einer domestizierten Art (Felis catu, der Hauskatze).

GCCF
Governing Council of the Cat Fancy, Britische Dachorganisation der Katzenzüchterverbände

Gebährmuttererkrankungen
Symptome: - Mattigkeit - Fieber - blutig-eitriger Ausfluss - Futterverweigerung

Gebissfehler
Karpfenbiss oder Hechtbiss.

Gedrungen
Kurze, kompakte Körperform zur Bestimmung von Britisch Kurzhaar und anderen Rassen.

Gehirnerschütterung
Commotio cerebri.

Gehörgangentzündungen
Parasitäre Entzündung, hervorgerufen durch Milben. Milben werden direkt übertragen (durch gegenseitiges Putzen). Sie sollten, wenn Ihre Katze Milben aufweist sofort gegen die Milben angehen (Pulver). Chronische Fälle müssen operiert werden.

Geisterzeichnung
Bei einfarbigen Katzen kann es vorkommen, dass die Spitzen etwas heller sind als das dichtere Wollhaar (unregelmäßig). Je nach dem wie das Licht auf das Fell fällt, sieht man eine Zeichnung im Fell die sobald das Licht seinen Winkel ändert wieder verschwindet.

Gen
Grundeinheit der Erbinformationen. Es handelt sich um einen Abschnitt der DNA, auf dem ein Erbfaktor wie etwa eine Funktion oder ein Merkmal kodiert ist.

Generalfehler
Gilt für alle Katzen. Schädigung der Wirbelsäle, der Augen, des Gebisses und/oder auch Schädigung an inneren Organen. Geburtsfehler.

Genitalerkrankung
Beim Weibchen tritt eine Anomalie nur selten auf. z. B. - nichtdurchgängiges Jungfernhäutchen, so dass die Gebärmuttersekrete nicht korrekt auslaufen können. Nur operativ zu beseitigen. - Tumor an Scheide und Eierstöcke. In diesem Fall ist der Ausfluss blutig oder eitrig. - Gebärmutterverdrehung Die Katze erbricht, der Bauch schwillt einseitig an und ist extrem schmerzempfindlich und die Katze ist sehr matt. Beim Männchen: -wird der Kater zu früh kastriert, kann es passieren, dass sich der Penis nicht von der Vorhaut trennt. Dadurch kann der Kater seinen Penis nicht richtig putzen und bekommt eine schmerzhafte Entzündung. In diesem Fall muss der Penis entfernt werden. Des weiteren können sich die Hoden nicht richtig entwickeln und verklemmen sich zwischen den Leisten. Kastration wird erforderlich. - Verletzungen durch Bisse und Kratzen bei Kämpfen. Dabei können starke Schwellungen und eitrige Entzündungen auftreten, ebenso Fieber und Apathie. Fast immer einseitige Kastration.

Genotyp, Genotypisch
Die genetischen Merkmale eines Individuums ohne Rücksicht darauf, ob sie zum Ausdruck kamen.

Genpol
Sind alle Gene eines Tieres.

Geschwindigkeit
Auf kurzen Strecken kann die Hauskatze eine Geschwindigkeit bis zu 48 km/h erreichen. Geparde kommen auf 112 km/h und sind damit die schnellsten Tiere der Welt.

Getippt
Zur Beschreibung von schwarzen, blauen, zimtfarbenen, schokoladenfarbenen und lila Tabby-Katzen, bei denen jedes Haar, vom Ansatz aufwärts, aufgrund eines Inhibitor-Gens zu mehr als sieben Achteln unpigmentiert ist. Die Katzen sehen tatsächlich weiß aus, da nur die äußersten Haarspitzen pigmentiert sind. Diese Katzen werden auch als Chinchillas bezeichnet.

Giardien
Giardien (Giardia lamblia) sind weitverbreitete Darmparasiten, die bei zahlreichen Tieren – und beim Menschen vorkommen.
Dieser Parasit ist ein Zoonose- Erreger, d.h., er ist von Tier auf den Menschen übertragbar.
Weitere Informationen: Ausführliche Beschreibung

Glaukom
Grüner Star. Augenerkrankung

Glossitis
Zungenentzündung, Entzündung der Mundschleimhaut nach Verbrennung, Verätzungen.
Symptome: - Futterverweigerung - vermehrte Speichelabsonderung - Lustlosigkeit - unangenehmer Geruch aus der Mundhöhle
- Zunge gerötet und leicht geschwollen - Bläschenbildung. Bei schweren Fällen Zungenamputation.

Grannenhaare
In Büscheln wachsende Haare mit einer etwas dickeren Spitze, in der Länge meist zwischen Woll- und Leithaaren.

Grollen
Ausdruck von Unsicherheit, Angst, oder verhaltener Wut. Bei dieser Lautäußerung ist immer Vorsicht geboten, denn das Tier ist unter Umständen angriffsbereit.

Gurren
Hier handelt es sich fast immer um zartes Liebesgeflüster, das in Schmusestunden auch gegenüber dem menschlichen Partner angewendet wird.

H

Haarbälle
Die sogenannten Trichobezoare bilden sich aus den im Magen angesammelten Haaren, die die Katze beim Putzen verschluckt und unverdaulich sind. Im Magen des Tieres verschmelzen die Haare zu einer filzigen Kugel und setzen im Extremfall das Verdauungssystem lahm: Verstopfung und häufiges Erbrechen sind die Folgen. Die besten vorbeugenden Maßnahmen sind häufiges Kämmen und Bürsten von Langhaarkatzen und das Bereitstellen von frischem Gras, das beim Hervorwürgen der Haare hilft. Abhilfe versprechen Malzpasten.

Haarlosigkeit
Vollkommenes oder fast vollkommenes Fehlen von Körperhaaren - haarlose Katzen nennt man Sphynx-Katzen.

Hakenwurmbefall
Für Jungkatzen die in feuchten, warmen Zwingern leben besteht die Gefahr sich mit 4 - 18 mm langen Rundwürmern zu infizieren. Diese nisten im Dick- und Dünndarm und saugen täglich 0,12 ml Blut. Das kann unter Umständen bis zum Tot der Katze führen. Symptome: - Blasse Schleimhäute - blutiger Durchfall. Behandlung durch den Arzt.

Halsentzündung (Pharyngitis)
Die Halsentzündung, eine Entzündung des Rachenraums, tritt oft gemeinsam mit einer Zahnfleischentzündung (siehe Zahnerkrankungen) auf und kann durch vielerlei Reizmittel und Infektionen hervorgerufen werden. Die Zähne kommen ebenfalls als Ursache in Frage, obwohl mitunter auch Tiere mit völlig intaktem Gebiss an so schweren chronischen Entzündungen der Maulhöhle leiden, dass sie nicht mehr in der Lage sind zu fressen.
Manchmal erweckt eine Wucherung an der Hinterwand des Rachens den Eindruck, als sei dieser schwer entzündet. Diese Fälle gehen jedoch vielfach auf eine Infektion mit den Erregern der Katzenleukose oder Katzenimmunschwäche zurück, weshalb eine Blutuntersuchung und notfalls auch eine Gewebsentnahme aus dem Rachenraum weiterhelfen können. Manche Fälle verbessern sich durch eine längere Behandlung mit Antibiotika, andere sprechen auf Therapie mit entzündungshemmenden Substanzen an, doch sind solche Erkrankungen schwierig auszuheilen, und oft besteht die Behandlung mehr in einer Kontrolle als in einer Heilung.

Halskragen
Ein aus Kunststoff hergestellter Kragen, der Tieren angelegt wird, damit sie sich nicht an Wunden lecken oder kratzen können.

Harlekin
Katze mit überwiegender Weißscheckung (mehr als 90%), einem oder zwei Farbflecken am Schädeldach (vorzugsweise nicht um das Auge), zwei oder drei Farbflecken am Körper und einem gefärbten Schwanz.

Harnblasenentzündung
Nach Unterkühlung oder durch bakterielle Infektion. Häufiges Harnen, wobei nur wenige Tropfen, manchmal bluthaltigen Urins abgesetzt werden. Durch Wärme und rechtzeitige Behandlung gute Heilungstendenz.

Harnmarken
Das Setzen von Harnmarken ist ein Verhalten, das man häufig bei Katzen findet, denn es ist für die Katze ein Kommunikationsmittel. Wegen des sehr unangenehmen Geruchs kann es für den Menschen relativ lästig werden. Die Katze möchte etwas mitteilen, und wenn man die Ursache dafür findet, löst sich dieses Problem fast von alleine.

Harnsteine
Häufig haben besonders Kater Besitzer vorbehalte gegen Trockenfutter, da es angeblich Harnstein verursacht. Diese Vorbehalte sind jedoch nur für minderwertige Trockenfutterarten begründet. Die neue Generation hochwertiger Trockenfutter senkt sogar das Harnsteinrisiko.
Hintergrund: Bei der Krankheit Harnstein, auch Harngries, FUS oder FLUID genannt kristallisieren Mineralien des Harns zu griesartigen oder größeren Kristallen aus. Diese Kristalle können eine Blasenentzündung auslösen und im ungünstigen Fall (besonders bei Katern) die Harnröhre verlegen. Ist die Harnröhre zu muss sie vom Tierarzt sofort gespült werden, da sonst ein lebensgefährlicher Harnstau entsteht. Die Neigung zu solchen Harnsteinen ist von Katze zu Katze unterschiedlich, es gibt jedoch Möglichkeiten, diese Neigung zu Harnstein über das Futter abzuschwächen. Die Beeinflussung des pH-Wertes (Säuerungsgrad) des Harns: Je nach Harnsteinart kristallisiert er in einem bestimmten pH-Wert im Harn am besten aus. Da der pH-Wert des Harns vom Futter beeinflusst werden kann, säuern hochwertige Trockenfutter ( z.B. Royal Canin, Doko Lifeplan, Select Gold ) den Harn durch bestimmte Nahrungszusätze an und beugen so der Bildung von Harnsteinen vor.
Magnesiumgehalt des Harns: Wird zuviel Magnesium mit der Nahrung aufgenommen, wird es auch vermehrt über die Blase ausgeschieden. Da Magnesium Bestandteil des Harnsteins ist, kann sich durch eine sehr hohe Magnesiumaufnahme leichter dieser Harnstein bilden. Beim Ca-Oxarat-Stein fördert dagegen eine zu geringe Aufnahme vom Magnesium das Auskristallisieren. Daher sollten in einem hochwertigen Futter nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Magnesium enthalten sein. Wassergehalt des Harns: Die Verdaulichkeit des Trockenfutters hat einen großen Einfluss auf den Wasserhaushalt der Katze und damit auf die Wasserausscheidung über den Harn. Durch schlecht verdauliches Trockenfutter entstehen relativ große Kotmengen. Dadurch wird sehr viel Wasser aus dem Darm direkt mit dem Kot ausgeschieden. Dieses Wasser fehlt bei der Ausscheidung über die Blase d h., das Wasser im Harn wird weniger und die Mineralien werden konzentrierter. Damit können sie leichter auskristallisieren. Die Erhöhung der Harnkonzentration wird also durch Wasserverlust über große Kotmengen bei schlecht verdaulichem Futter verursacht und nicht durch das Fressen von Trockenfutter an sich. Daher sollte besonders Katern nur sehr hochverdauliches Trockenfutter (Z.B. Nutro, Select Gold, Hills oder Iams) gegeben werden. Bei diesem Trockenfutter wird das Harnsteinrisiko nicht erhöht, sondern durch die oben genannten Vorzüge sogar vermindert. Eine wichtige futterunabhängige Ursache können zusätzlich unsaubere Katzentoiletten sein. Katzen vermeiden es, unsaubere Katzentoiletten zu benutzen. Dadurch wird der Harn recht lange in der Blase zurückgehalten. Durch das Stehen der Flüssigkeit haben die Mineralien mehr Zeit auszukristallisieren und Harngries oder Harnsteine zu bilden. Fazit: Ein hochwertiges Trockenfutter und saubere Katzentoiletten helfen, dass Harnsteinrisiko bei Katzen zu senken.

Hautjuckreiz
Die Katze zieht sich über das normale Putzen und Kratzen Wundstellen zu.

Havana
Kurzhaarkatze, eine Zucht zwischen Chocolatepoint-Siamesen und einfarbigen schlanken Kurzhaarkatzen. Wurde 1958 in England als Standard erkannt

HCM (HKM) Kardiomyopathie
Kardiomyopathie bedeutet übersetzt Herzmuskelerkrankung. Die Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) ist eine Erkrankung, welche durch eine Verdickung des Herzmuskels gekennzeichnet ist. Da diese Erkrankung auf Englisch "hypertrophic cardiomyopathy" heißt, wird sie auch im Deutschen als HCM oder HKM bezeichnet. Die Verdickung kann die gesamten Herzmuskeln, aber auch nur Teilabschnitte umfassen. Kommt es zu einer Verdickung unterhalb der Hauptschlagadermündung, spricht man von einer Obstruktion. Diese führt in der Regel zu einem Herzgeräusch. Die Muskulatur des Herzens wächst praktisch in den Kammerinnenraum, so dass sich das Lumen im Verhältnis zur Wandstärke erheblich verkleinert. Das Herz kann sich jetzt nicht mehr ausreichend mit Blut füllen, worauf es zu einem Rückstau in die linke Vorkammer und anschließend in den Lungenkreislauf kommt. Die Bildung von Lungenödemen (Flüssigkeit in der Lunge) oder Pleuralergüssen (Flüssigkeit in der Brusthöhle) ist die Folge.
Hier könnt ihr euch sehr gut über HCM informieren.
http://www.tierkardiologie.lmu.de/besitzer/index.html

Hecheln
Da die Katze nur an Sohlen, Zehballen, an den Lippen, am Kinnwinkel, in der Zitzenumgebung und am After Schweißdrüsen besitzt muss sie bei erhöhter Temperatur zu Hecheln beginnen, dadurch wird Ihr Schweiß absorbiert und ihre Körpertemperatur reguliert.

Hechtbiss
Angeborene Verkürzung des Oberkiefers. Vorbiss.

Hepatitis
Die Leber ist die chemische Fabrik des Körpers, und unter Hepatitis versteht man eine Entzündung der Leber, die durch eine Vielzahl von Schädigungen - Gifte, Krankheitserreger, Schrumpfung des Lebergewebes (Zirrhose) - verursacht wird. Leberkranke Katzen sind meist teilnahmslos und appetitlos und sind anfällig für Magenbeschwerden, da ja die Leber eine wichtige Funktion bei der Verdauung ausübt. Manchmal lässt sich die Ursache behandeln, zum Beispiel durch Absetzen aller potentiell lebertoxischen Medikamente oder, bei bakterieller Infektion, durch die Gabe von Antibiotika. In anderen Fällen kann man nichts tun, als die Leber durch eine fettarme, leicht verdauliche Diät mit Zusätzen von Vitamin B und der Aminosäure Methionin zu stützen. Die Leber besitzt in erstaunlichem Maß die Fähigkeit zur Regeneration.

Herpes
Unter Herpes versteht man umgangssprachlich eine Gruppe von Viruserkrankungen, deren Erreger zur Familie der Herpesviren (Herpesviridae = Herpetoviridae) gehören. Der Ausdruck Herpes stammt aus dem Griechischen und bedeutet eigentlich nur „Kriechen“.
Katzen: Das feline Herpesvirus 1 ist an der Ausbildung des Katzenschnupfen-Komplexes beteiligt. Inkubationszeit 5 - 7 Tage.

Herzinsuffizienz
Der Begriff Herzinsuffizienz wird oft mit unterschiedlichen Bedeutungen benutzt und deshalb kann es zu Unklarheiten kommen. Herzinsuffizienz ist keine Krankheit, sondern ein Syndrom. Bei Herzinsuffizienz besteht entweder eine ungenügende Pumpleistung des Herzens, trotz Mobilisierung der dafür vorgesehenen Reserven und Kompensationsmechanismen, oder die normale Pumpleistung kann nur mit übermässig hoher Vorlast erzielt werden, die Stauungszeichen hervorruft

Herzerkrankungen
Kommen häufiger bei älteren Katzen vor. Anzeichen dafür: Husten, schwere Atmung (Katze atmet bei geöffnetem Mund), Abmagerung könnte auf ein Herzleiden hindeuten. Kann andere Blutwerte negativ beeinflussen, z.B. Nieren. Viele Tierärzte scheinen darauf nicht aufmerksam zu werden und behandeln oftmals die Symptome im Hinblick auf eine andere Krankheit - Niereninsuffizienz. Als Ursache kommen außer Infektionskrankheiten vor allem chronische Erkrankungen der Leber, der Nieren und anderer Organe in Betracht. Manchmal liegt ein Herzklappenfehler zugrunde. Das Herz kontrahiert sich nicht mehr maximal. Es wird müde und schwach. Sein Schlagvolumen nimmt ab. Das Blut wird nur noch unvollständig aus den Kammern ausgetrieben. Es kommt hierdurch zu Blutstauungen, die im Laufe der Zeit zu einer Überdehnung der Herzwand und damit zu einer Herzerweiterung führen können. Bis zu einem gewissen Grad vermag sich der Körper diesem Zustand anzupassen.
Bei einer Störung dieses Gleichgewichtes durch Überanstrengung oder hinzukommende Krankheiten sowie bei stärkerer Ausprägung des Herzschadens machen sich die Erscheinungen der Herzschwäche bemerkbar. Sie äußern sich in Kurzatmigkeit bis hin zu hochgradiger Atemnot, in Teilnahmslosigkeit und Appetitlosigkeit. Oft nehmen die Katzen eine sitzende Stellung ein, sind ruhelos und atmen mit offenem Fang. Bei fortgeschrittener Erkrankung weisen Zunge und Schleimhäute eine bläuliche Farbe auf (Zyanose). Infolge Stauungen im kleinen Kreislauf stellt sich mitunter Husten ein, wobei gleichzeitig weißer Schaum herausbefördert wird. Die Herzschwäche zieht auch andere Organe in Mitleidenschaft, besonders die Leber und Nieren. Hin und wieder hat dies eine Bauch- oder Brustwassersucht zur Folge.

Herzmuskel Erkrankungen
Kardiomyopathien sind Erkrankungen des Herzmuskels. Es gibt bei Hund und Katze sehr unterschiedliche Kardiomyopathien. Diese haben meist auch unterschiedliche Ursachen. Beispiele für Kardiomyopathien beim Hund sind die sog. Dilatative Kardiomyopathie, bei Katzen treten häufig Hypertrophe Kardiomyopathien auf. Näheres zu diesen Krankheiten finden sich unter den entsprechenden Links.

Heterozygot
Mischerbig, beide Gene eines Chromosomenpaares sind unterschiedlich. (Vollfarbe, trägt Verdünnung)

Hitze
Siehe unter "Brunst"

Holzbockbefall
Nur bei freilaufenden Katzen während der Sommermonate. Zecken lassen sich von Sträuchern oder ähnlichem auf das Tier fallen und bohren ihren Kopf in die Haut und trinken das Blut. Mit einer speziellen Zeckenzange ist die Zecke leicht zu entfernen. Vorsicht, wenn der Kopf abreißt kann es leicht zu einer Infektion kommen.

Homologie
Übereinstimmung. In den diploiden Körperzellen der Katzen sind jeweils 2 Chromosomen. Sie werden als homologe Chromosomen bezeichnet. Eine Ausnahme bilden die Geschlechtchromosomen.

Hormone
Von endokrinen Drüsen ausgeschiedene Substanzen, die organische Funktionen steuern, wie etwa Wachstum, Stoffwechsel und Fortpflanzung.

Hosen
Langes, üppiges Haar an der Hinterseite der Schenkel lang- oder mittellanghaariger Katzen.

Hybrid
Mischling, Nachkommen von Rassekatzen-Eltern mit verschiedenem Erbgut.

Hyperaktivität
Tritt vor allem bei Jungkatzen auf. Sie ist in der Regel ein gutes Zeichen, wird jedoch von den Haltern nicht immer geduldet. Auch normale Hauskatzen können plötzlich durch die Wohnung rasen, was durchaus normal ist.

Hyperthyreose
Eine Hyperthyreose ist eine Schilddrüsenüberfunktion. Die Schilddrüse produziert zu viel der Hormone Thyroxin und Triiodthyronin. Das Gegenteil, ein Mangel an Schilddrüsenhormonen, wird als Hypothyreose bezeichnet. Eine Sonderform der Hyperthyreose ist einer Thyreotoxikose, wörtlich übersetzt ist das eine Vergiftung des Körpers mit Schilddrüsenhormon, d.h. also eine schwere Schilddrüsenüberfunktion.

Hysterektomie
Entfernung der Gebärmutter

Benutzeravatar
Joyce&Luna
Admin
Beiträge: 9738
Registriert: Di 23. Nov 2010, 23:09
Sagst du uns deinen Vornamen?: Anke
Kontaktdaten:

Re: Lexikon mit Begriffen über Katzen

#6

Beitrag von Joyce&Luna » Fr 25. Dez 2015, 22:56

I

Ikerus
Gelbsucht. Augen, Mundhöhle oder Ohrmuschel färben sich gelb. Die Ursache ist meist eine Lebererkrankung.
Symptome: - Erbrechen, - starker Durst, - Untertemperatur, - heller oder dunkelgrüner Urin oder - weißlicher bis hellgrüner Kot.
Auf jeden Fall Tierarzt aufsuchen.

Immundefizienzsyndrom
Das Immundefizienzsyndrom der Katzen (auch Felines erworbenes Immundefizienzsyndrom, umgangssprachlich „Katzen-Aids“, englisch Feline Acquired Immune Deficiency Syndrome - FAIDS) ist eine virale Infektionskrankheit von Katzen. Der Erreger schwächt das Immunsystem und löst Folgeerkrankungen aus, die zum Tode führen können. Das Virus ähnelt damit dem Erreger der HIV-Infektion beim Menschen, ist aber für den Menschen ungefährlich.

Immunglobulie
Eiweißstoffe mit Antikörperaktivität. Ist in der Milch der Katzenmutter und wird von den Jungen aufgenommen. Bildet eine Abwehrsystem.

Immunität
Erworbene Unempfänglichkeit gegen einen spezifischen Krankheitserreger durch körpereigene Antikörper.
Nachdem eine Katze eine Infektionskrankheit überwunden hat, haben sich auch Antikörper gebildet, die verhindern dass dieselbe Krankheit nochmals zum Ausbruch kommt. Was nicht zu bedeuten hat, dass die Katze nicht in der Lage ist andere Katzen anzustecken.

Impfungen
Krankheit Grundimmunisierung 1. Impfung 2. Impfung Auffrischungen
Katzentyphus mit 9 Wochen möglich 2 Injektionen im Abstand von 3 Wochen nächste Impfung 1 Jahr danach alle zwei Jahre Katzenschnupfen mit 9 Wochen möglich 2 Injektionen im Abstand von 3 Wochen nächste Impfung 1 Jahr danach jährlich Chlamydiose mit 9 Wochen möglich 2 Injektionen im Abstand von 3 Wochen nächste Impfung 1 Jahr danach jährlich Katzenleukose (FeLV) mit 9 Wochen möglich 1. Impfung ab dem Alter von 3 Monaten 2. Impfung genau 1 Jahr nach der ersten jährlich. Tollwut 1. Impfung ab dem Alter von 3 Monaten 2. Impfung genau 1 Jahr nach der ersten jährlich Außer der Impfung gegen Tollwut ist keine andere vorgeschrieben, sie sind jedoch dringend zu empfehlen.Wichtig ist, dass das Tier zum Zeitpunkt der Impfung gesund sein muss, da die Immunitätsausbildung sonst gefährdet ist.

Imponiergehabe
Dieser Begriff aus der Verhaltensforschung bezeichnet die Ausdrucksformen, mit der die Katze, vor allem aber der Kater versucht, seinem Gegner zu zeigen, wer der Überlegene ist. Dazu gehören Buckelmachen, Haarsträuben, angelegte Ohren, Seitwärtsstolzieren, um größer zu wirken, oder Krallenschärfen.

Individualdistanz
Individualdistanz ist die Bezeichnung für die nötige Distanz, die ein Katze zu anderen Katze in der benötigt, damit sie sich noch wohl fühlt. Sie liegt im Normalfall zwischen 20 und 50 cm. Je nach Individuum kann dieser Wert aber auch größer oder kleiner sein.

Infektion
Unter einer Infektion versteht man das aktive oder passive Eindringen, Anhaften und Vermehren von Krankheitserregern in einen Wirt (Makro-Organismus). Tritt durch die Vermehrung eine Schädigung des Wirtes mit entsprechenden Symptomen ein, entsteht aus der Infektion eine Infektionskrankheit. Der Wirt kann sich aber unter Umständen durchaus auch gegen die eingedrungenen Krankheitserreger wehren, ohne krank zu werden. Dann spricht man von einer inapparenten Infektion. Solche inapparenten Infektionen können dennoch durchaus eine Immunität gegen weitere Infektionen mit dem gleichen Erreger hinterlassen (Stille Feiung).

Infektionskrankheit
Krankheiten, die durch einen Erreger in den Körper gelangen und nach einer bestimmten Zeit (Inkubationszeit) zum Ausbruch kommen. Diese Erreger werden über Schleimhäute, Kot, Husten, Urin oder Blut übertragen

Infektiöse Anämie
Ansteckende Blutarmut. Vorwiegend bei Jungkatzen (1-3 Lebensjahr). Die Übertragung ist noch nicht geklärt, es wird jedoch angenommen, dass es durch Zecken, Flöhe, Insekten, Kratz- und Bisswunden übertragen wird.

Inkontinenz
kann Harn- und Kotinkontinenz sein, oder auch beides zusammen. Krankheiten des Harntrakts (siehe Blasenent¬zündung) führen dazu, dass eine normalerweise saubere Katze nicht warten kann, bis sie ins Freie kommt, sondern im Haus uriniert, und Durchfälle (siehe Verdauungsstörungen) lösen ebenfalls eine entsprechende Störung aus. Jede Krankheit, die übermäßigen Durst verursacht, kann auch die Ursache sein, dass die Katze ihren Urin nicht allzu lange halten kann. Ergibt eine tierärztliche Untersuchung keinen Hinweis auf eine körperliche Ursache der Inkontinenz, dann muss man auch psychologische Gründe in Betracht ziehen.

Inkubationszeit
Ist die Zeit die zwischen der Ansteckung einer Krankheit und den ersten Krankheitszeichen liegt. Die Inkubationszeit ist unterschiedlich und hängt von der jeweiligen Krankheit, der Anzahl der eingedrungenen Erreger und der Widerstandsfähigkeit der Katze ab.

Insektenstiche
Kommt bei Katzen selten vor. Kann jedoch lebensgefährlich sein, wenn ein Stich am Gaumen oder in der Speiseröhre ist.
Wird eine Katze von einem Schwarm angegriffen, besteht für die Katze in der Regel keine Überlebenschance.

Insektizidvergiftung
Besonders gefährdet sind freilebende Katzen auf dem Land. Durch ihren Putztrieb nehmen sie die Gifte auf die sich auf ihrem Fell niedergelassen haben. Anzeichen /Auswirkungen :- Krämpfe - Unruhe - geweitete Pupillen - Erbrechen - Schreien - Exsikkose - Lähmung - Appetitlosigkeit - Koma - Tod

Isospora
Mikroskopisch kleine, einzellige tierische Schmarotzer, die im Darmepithel leben und die Kokzidiose hervorrufen. Es erkranken ausschließlich Jungtiere. Symptome: - blutiger Durchfall - Abmagerung - Anämie. Kann zum Tode führen.

Instinkt
Der Begriff Instinkt, wörtlich Naturtrieb, wird heute oft im übertragenen Sinne für „ein sicheres Gefühl für etwas“ verwendet und bezeichnet Verhaltensweisen, die ohne reflektierte Kontrolle ablaufen. Es ist bis heute schwierig, das Wort Instinkt genau zu definieren, da es bei unterschiedlichen Autoren eine unterschiedliche Bedeutung haben kann.

Inzucht
Verwandtschaftliche Beziehung aus einer gemeinsamen genetischen Abstammung. Die Verpaarung nahe verwandter Individuen reduziert die genetische Variabilität. Langfristig gesehen ist das problematisch, denn die Nachkommenschaft wird immer anfälliger für Erbkrankheiten.

Ischämische Myopathie der Katze
Die Ischämische Myopathie ist eine häufigere neurologische Erkrankung der Hauskatze mit Lähmung der Hinterbeine. Sie tritt vor allem im Zusammenhang mit Herzerkrankungen (Kardiomyopathie) auf. Die Erkrankung hat einige pathophysiologische Gemeinsamkeiten mit dem „Kippfenstersyndrom“, verläuft allerdings schwerer als dieses. Das Kippfenstersyndrom kann als eine Unterform der Ischämischen Myopathie angesehen werden.


J

Jagdtrieb
Er ist bei Katzen immer vorhanden, ganz gleich, ob sie satt oder hungrig sind. Satte Katzen sind sogar die besseren Mäusefänger. Der Jagdtrieb ist nicht identisch mit dem Futtertrieb.

Japanese Bobtail
Aus Japan stammende Kurzhaarkatze mit Stummelschwanz.

K

Kalziummangel
Kalziummangel wird durch einseitige Fleisch- und Tierkörperorgangfütterung: -Leber, -Lunge, -Herz und -Nieren hervorgerufen. Durch Umstellung des Ernährungsplanes kann dies behoben werden.

Karbolineumvergiftung
Diese Vergiftung tritt durch den Kontakt mit teerhaltigen Holzschutzmitteln auf, die vom Tier durch Lecken des Felles aufgenommen wird. Symptome: -Erbrechen, -Durchfall, -Taumeln, -Krämpfe, -Lähmungen. Unbedingt einen Tierarzt konsultieren.

Kardiomyopathie
Erkrankungen des Herzmuskels werden als Kardiomyopathien bezeichnet.
Die Kardiomyopathien stellen eine Gruppe von Erkrankungen dar, deren wesentliches Merkmal die direkte Beteiligung des Herzmuskels selbst ist. Sie sind nicht die Folge von Erkrankungen des Herzbeutels (Perikard), eines Bluthochdrucks, angeborener Herzfehler oder einer Herzklappenerkrankung.
Es existieren unterschiedliche und umstrittene Klassifikationen der Kardiomyopathien.

Karies
Karies entwickelt sich oft aufgrund von Zahnstein. Kariöse Zähne sollten gezogen werden.

Karpalorgan
Ein Tastkörperchen, das beim Klettern bedeutsam ist. Wie in den Zehen- und Sohlenballen befinden sich auch in der Haut der Karpalballen zahlreiche Schweißdrüsen (deren Sekret unter anderem als Duftsignal dient), außerdem Druckrezeptoren, die Pacinikörperchen. Doch die Karpalballen, die ja nur an den Vorderläufen vorkommen, zeigen auch eine Besonderheit: Rund drei Zentimeter über ihnen nämlich entspringen drei bis sechs meist pigmentlose extrem berührungsempfindliche so genannte Sinushaare. Sie sind den Schnurrhaaren (Vibrissen) der Katze vergleichbar und fungieren als zusätzliche Schwingungsrezeptoren. Man nennt sie deshalb auch Karpalvibrissen. Neben den Haarbälgen dieser ziemlich steifen Haare befinden sich zudem einige Duftdrüsen, deren Sekret insbesondere beim Klettern auf dem Untergrund verteilt wird. Karpalvibrissen und Haarbälgen bilden zusammen das Karpalorgan, ein Organ, das vornehmlich beim Klettern seine Wirkung entfaltet.

Karpfenbiss
Bekannt als Überbiss, eine angeborene Verkürzung des Unterkiefers. Vorwiegend bei -Siam, -Orientalisch Kurzhaar, -Semilanghaar.

Kaschmir
Die in Großbritannien seit 20 Jahren schokoladenbraunen sowie lila gezüchtete Perserkatze.

Kaspar-Hauser-Tier
Als Kaspar-Hauser-Versuch wird in der Verhaltensbiologie die Aufzucht eines Tieres unter weitgehendem Erfahrungsentzug verstanden ("Kaspar-Hauser-Tier"), das heißt in völliger Isolation, ohne jeglichen Kontakt zu Artgenossen oder zu anderen Tieren. So kann man den Nachweis führen, dass alle von diesem Tier gezeigten Verhaltensweisen im Erbgut verankert, also angeboren sein müssen

Kastration
Unfruchtbarmachen des Katers durch Entfernen der Hoden, bzw. der Katze durch Entfernen der Eierstöcke.

Katerbäckchen
Stark ausgeprägte Wangen bei (ausgewachsenen) Katern.

Katzendiabetes
Als Katzendiabetes wird die Zuckerkrankheit der Hauskatzen (feliner Diabetes mellitus) bezeichnet. Sowohl diagnostisch als auch therapeutisch handelt es sich hier um eine schwierige Erkrankung.

Katzenfloh
Der Katzenfloh (Ctenocephalides felis) ist ein parasitierendes Insekt der Ordnung der Flöhe (Siphonaptera). Er ist 1,5 bis 3 mm lang und braun bis rot-braun gefärbt. Der Katzenfloh hält sich auf oder in der Nähe der Lagerstätten von Katzen auf, kann aber auch vorübergehend auf den Menschen oder andere Tiere übergehen. Er ist die am häufigsten verbreitete Flohart.

Katzenhaarling
Der Katzenhaarling (Felicola subrostratus) ist ein Ektoparasit aus der Gruppe der Harrlinge, der ausschließlich Katzen befällt.
Der Katzenhaarling ist etwa sesamkorngroß, 1 (♂) bis 1,3 mm (♀) lang, 0,5 mm breit und flügellos. Der Körper ist abgeplattet und hellgelb gefärbt. Sein Kopf ist fünfeckig mit einer nach vorn zeigenden, eingekerbten Spitze mit 3-gliedrigen Antennen. Der Kopf besitzt an der Unterseite eine Längsrinne, die als Gleitrinne für das Haar dient. Der Katzenhaarling besitzt beißend-kauende Mundwerkzeuge. Die Beine sind kurz und tragen kräftige Klauen, mit denen er sich an Haaren festklammern kann

Katzenkratzkrankheit
Die Katzenkratzkrankheit ist eine Krankheit des Menschen, die - wie der Name sagt - durch Kratzverletzungen von Katzen übertragen wird. Es ist eine Infektionskrankheit, die meist an Hand von Lymphknotenvergrößerungen an der Achsel oder am Hals erkannt wird und in der Regel gutartig verläuft. Die Katzen selber sind nur Überträger der Krankheit, zeigen aber nach derzeitigem Kenntnisstand keine Krankheitszeichen. Auch im Katzenfloh sind die Erreger der Katzenkratzkrankheit nachweisbar und über den Floh wird die Krankheit wahrscheinlich von Katze zu Katze übertragen.

Katzenleukose( FelV):
Die Katzenleukose ist die häufigste infektiöse Todesursache der Katze. Ihr Erreger ist ein Virus, das mit den Immunschwäche-Viren der Katzen (FIV) und des Menschen (HIV) verwandt ist. Das Leukose-Virus befällt jedoch ausschliesslich Katzen.
Es wird leicht übertragen: nicht nur durch Kontakt zu kranken Katzen, sondern auch über den Fressnapf, die Katzentoilette etc. Infizierte Muttertiere können die Leukose im Mutterleib und über die Milch auf Ihre Welpen übertragen. Auch gesund erscheinende Katzen, die das Virus ständig mit dem Speichel ausscheiden, spielen bei der Verbreitung der Katzenleukose eine große Rolle. Die Erkrankungen durch Katzenleukose sind äusserst vielseitig und werden in zwei grossen Gruppen zusammengefasst: Erkrankungen durch Schwächung des Abwehrsystems und Krebserkrankungen. Als Folge der Abwehrschwäche wird die Katze für sonst harmlose Erreger sehr anfällig. Die daraus folgenden Entzündungen können alle möglichen Organe angreifen und lassen sich nicht oder nur kurzfristig behandeln. Des Weiteren können bei einer leukoseerkrankten Katze die übrigen Schutzimpfungen fehlschlagen, da das Immunsystem nicht mehr in der Lage ist, Schutzstoffe zu bilden. Deshalb ist eine Impfung gegen Katzenleukose die Basis für weitere Impfungen, die gleichzeitig erfolgen können. Katzenschnupfen: Der Katzenschnupfen ist die verbreiteteste und bekannteste Krankheit, die sich eine Katze zuziehen kann. Er äussert sich genau wie ein Schnupfen beim Menschen: Tränende Augen, erhöhte Temperatur und Appetitlosigkeit. Katzenschnupfen ist kein normaler Menschen-Schnupfen, welcher für Katzen ziemlich ungefährlich ist. Ein Katzenschnupfen dagegen kann, wenn er nicht behandelt wird, für die Katze tödlich enden. Eine Impfung gegen Katzenschnupfen existiert und sollte durchgeführt werden. Vorsicht allerdings, falls Ihre Katze schwach oder bereits krank ist, denn die Impfung wird durch Immunisierung mit lebenden Viren durchgeführt. Eine Impfung an einer bereits erkrankten Katze ist also a) wirkungslos und b) gefährlich. Erst der direkte Kontakt zwischen Katzen und ein gegenseitiges Anniesen führt zur Infektion. Hierbei kommt es darauf an, wie viele Viren ausgeniest werden. Eine hohe Dosis steckt eine Katze oft schon in 2 oder 3 Tagen an. Bei einer niedrigeren Dosierung kommt es nur dann zur Ansteckung, wenn die Katzen ca. 2 Wochen zusammen sind. Die Krankheit ist sehr gut behandelbar.

Katzenschnupfen
Katzenschnupfen ist eine Sammelbezeichnung für ansteckende Erkrankungen der Atemwege und der Schleimhäute des Kopfes bei Katzen. Synonym verwendet werden die Bezeichnungen infektiöse Katzenrhinitis, Katzenpneumonitis, cat flu und Rhinotracheitis infectiosa felis. Es handelt sich hierbei also um einen Symptomkomplex, der durch unterschiedliche Erreger hervorgerufen wird, und Nase, Maulhöhle und Augen betrifft. Beteiligte Erreger sind verschiedene Viren (Herpes- und Caliciviren) und Bakterien (Chlamydien,Bordetellen und Mykoplasmen). Da die Erreger sich gegenseitig begünstigen und damit parallel auftreten können und Behandlung und Bekämpfung dieser Erkrankungen etliche Gemeinsamkeiten aufweisen, ist diese Sammelbezeichnung dennoch berechtigt.

Katzenseuche
Die Katzenseuche ist das Übelste, was Ihnen und Ihrem Vierbeiner zustossen kann. Eine Heilung ist nicht möglich und die Seuche endet in der Regel ebenfalls mit dem Tod. Hinzu kommt, dass das Virus extrem aktiv ist. Ist eine Ihrer Katzen mit Katzenseuche infiziert, ist Ihre gesamte Kleidung und Wohnung kurzer Zeit danach ebenfalls verseucht und Sie werden für mindestens das nächste halbe Jahr keine andere Katze streicheln oder in Ihren vier Wänden beherbergen können. Auch hier existiert eine Impfung, die aus naheliegenden Gründen sehr zu empfehlen ist.

Katzenwäsche
Im Volksmund gebräuchlich, für: oberflächliche Säuberung, was aber nicht der Wirklichkeit entspricht, denn Katzen putzen sich überaus gründlich.

Kippfenster-Syndrom
Kippfenster-Syndrom ist ein Begriff aus der Tiermedizin. Bei dem Versuch, durch den Spalt eines angekippten Fensters zu schlüpfen, bleiben Tiere – meist Katzen – oft stecken. Durch Befreiungsversuche rutschen sie immer weiter nach unten. Dadurch kommt es zur Unterbrechung der Blutversorgung distal der Druckstelle. Das Syndrom ist pathophysiologisch eine Unterform der Ischämischen Myopathie.
Die Folge sind bei einem längeren Festhängen schwere neurologische Schäden im Bereich der Hintergliedmaßen, auch Drucknekrosen sind beschrieben. Als Spätfolge kann es zur Ausbildung von Embolien kommen. Werden die Tiere nicht befreit, sterben sie.
Neben der medizinischen Versorgung des Traumas hat die Durchführung einer Physiotherapie positive Auswirkungen auf den Heilungsverlauf.

Klappen-Insuffizienzen
Ist eine Klappe undicht, kann also Blut in die falsche Richtung (rückwärts) fließen und spricht man von einer Klappen-Insuffizienz, oder auch Regurgitation genannt.

Klappen-Verengungen
Kommt es zu einer Verengung im Bereich einer Klappe, nennt man das Stenose. Dort fließt das Blut zwar in die richtige Richtung, aber, ähnlich wie bei einem zusammengepressten Wasserschlauch, mit einer zu hohen Geschwindigkeit. Das Herz muss gegen einen erhöhten Widerstand pumpen und es kommt häufig zu einer Muskelzubildung in der entsprechenden Kammer (Hypertrophie). Beispiele sind die Subaortenstenose (Aortenstenose) oder die Pulmonalstenose.

Klistier
Einlauf in den Mastdarm bei Verstopfung, aber auch zur künstlichen Ernährung.

Knickrute
Bei Siamkatzen oder Burmesen angeborene und vermutlich vererbte Missbildung an der Schwanzspitze, die unbeweglich ist.

Knickschwanz
Vererbliche Deformation des Schwanzes.

Knurren
Ausdruck von Unsicherheit, Angst oder verhaltener Wut. Bei dieser Lautäußerung ist immer Vorsicht geboten, denn das Tier ist unter Umständen angriffsbereit.

Köpfchengeben
Die Katze drückt ihren Kopf an ihr Gegenüber. Beim Menschen Aufforderung zum Spiel oder zum Streicheln, gleichzeitig werden Duftstoffe zum Markieren abgegeben.

Kokzidiose
Als Kokzidiose bezeichnet man Erkrankungen durch Einzeller, den sogenannten Kokzidien (Klasse Sprozoen) Sie gehören zu den Protozoeninfektionen. Die Kokzidien befallen vor allem den Darm, bei einigen Tieren auch Leber und Niere. Kokzidiosen spielen bei verschiedenen Haustieren eine größere Rolle als Jungtiererkrankung.

Koliinfektionen
Können nur durch bakteriologische Stuhluntersuchung von anderen Durchfallerkrankungen diagnostiziert werden, treten eher selten auf.

Kotverstopfung
Durch falsche Ernährung oder bei sehr fetten und trägen Tieren.

Krallen und Pfoten
Krallen und Pfoten sind für Katzen ausgesprochen wichtig. Bei den diversen Sprüngen, z.B. von Ast zu Ast, von Sims zu Sims, aufs Sofa oder beim Beutesprung, dienen die Pfoten als Stossdämpfer und Bremshilfe. Die Sohlenballen, mit kräftiger Hornhaut überzogen und gepolstert, verleihen der Katze außerdem den leisen Gang. Beim Klettern auf Bäume benutzt die Katze ihre Krallen als Steigeisen. Beim Gehen jedoch zieht sie sie ein, damit sie nicht abgewetzt werden. Damit die Krallen scharf bleiben, schärft die Katze sie regelmäßig an Bäumen oder ihrem Katzenbaum bzw. Kratzbrett.
Die Pfote besteht aus dem Karpalballen, dem Ballen der Daumenkralle sowie der herzförmigen Sohlen- und den vier Zehenballen. Die Pigmentierung der Ballen kann unterschiedlich ausfallen.

Kryptorchismus
Fehlen eines oder beider Hoden im Hodensack durch unterbliebenen Abstieg. Nahezu ausschließlich bei Edelkatzen. Beidseitige Kryptorchiden sind unfruchtbar, einseitige sollten wegen der Erblichkeit des Leidens kastriert werden.

Künstliche Selektion
Vom Menschen durchgeführte Selektion von Haustieren. Der Züchter sorgt dafür, dass sich nur jene Individuen fortpflanzen, die die erwünschten Charaktereigenschaften aufweisen und fixiert diese somit in der Population.

Benutzeravatar
Joyce&Luna
Admin
Beiträge: 9738
Registriert: Di 23. Nov 2010, 23:09
Sagst du uns deinen Vornamen?: Anke
Kontaktdaten:

Re: Lexikon mit Begriffen über Katzen

#7

Beitrag von Joyce&Luna » Fr 25. Dez 2015, 22:57

L

Laktose
Milchzucker in Kuhmilch, der von den meisten Katzen nicht vertragen wird.

Läuse
Die gelblich weißen, blutsaugenden Insekten sind nur bei ungepflegten oder durch andere Krankheiten geschwächten Tieren zu finden. Die Läuse werden durch direkten Kontakt übertragen. Die ca. 1mm langen Nissen werden an die Haare geklebt. Das Fell sieht schmutzig aus und riecht eigenartig. Bei Massenbefall hilft nur noch Haare scheren. Vorsichtig mit Alugan waschen und im wöchentlichen Abstand mindestens 3mal wiederholen, damit alle inzwischen geschlüpften Läuse vernichtet werden. Eiweiß- und Vitaminreich füttern. Auf jeden Fall den Gesundheitszustand der Katze vom Tierarzt überprüfen lassen.

Larva migrans
Wanderlarve des Spulwurms, die auch im Menschen Schaden anrichten kann.

Lebererkrankungen
Werden nach Vergiftungen oder als Folge chronischer Infektionskrankheiten in Form allgemeiner Gelbsucht erkennbar: Urin gelblich oder dunkelgrün, Kot hell oder grünlich. Das Allgemeinbefinden ist stets beeinträchtigt gekoppelt mit -Appetitlosigkeit,
-Erbrechen oder Durchfall. Leberschonkost: Fett frei, leicht verdauliche Zucker (Traubenzucker, Bienenhonig, Gebäck), Quark, sowie zerkleinerter gekochter Fisch (mager). Im Bedarfsfall künstliche Ernährung und Elektrolytersatz zum Ausgleich des hohen Wasserverlustes.

Lebenserwartung
Wohnungskatzen können 15, manchmal sogar 20 Jahre alt werden. Bei Katzen mit Auslauf ins Freie ist die Lebenserwartung, vor allem wegen der Gefahren durch den Verkehr, weit niedriger.

Letalfaktoren
In allen Populationen gibt es Allele, die zu Defekten oder zum Tode des Trägers führen können. Diese oftmals rezessiven Allele werden je nach ihrer Wirkung als subvitale, semiletale oder letale Faktoren bezeichnet. Als Letalfaktoren bezeichnet man Allele, die den Tod des Tieres hervorrufen. Semiletale Faktoren führen bei mehr als 50% der Trägertiere, subvitale bei weniger als 50%; der Trägertiere zum Tode. Bei Katzen ist die dominante Schwanzlosigkeit als Letalfaktor bekannt. Nur heterozygote Katzen sind lebensfähig.

Lilac
Farbbezeichnung, die sich als englischer Ausdruck eingebürgert hat- Taubengrau mit leichtem Rosaschimmer.

Linie
Dieser Begriff steht für eine in Inzucht gehaltenen Familie von Lebewesen.

Linienzucht
Geplante Paarung verwandter Katzen.

Lungenblutungen
Sind nach Unfällen ganz und gar nicht selten. Erschwerte Atmung sowie hellrotes, schaumiges Blut aus Mund und Nase. Lungenblutungen werden gelegentlich auch durch Lungenwurmbefall oder Geschwüre verursacht. Die Patienten sind dann zumeist stark abgemagert und haben ein stumpfes, glanzloses Fell. Die erschwerte Atmung sowie zunehmender Husten sind auffällige Merkmale.

Lungenerkrankungen
Meist vom Katzenschnupfen ausgehende Bronchitis oder Pneumonie, Bronchialasthma. Anfallsweise auftretende Atemnot infolge einer Verengung der Bronchien. Die Schleimhäute sind bläulich gefärbt.

Lungenödem
Ist eine Klappe undicht, kann also Blut in die falsche Richtung (rückwärts) fließen und spricht man von einer Klappen-Insuffizienz. Insuffizienzen der Mitralklappe führen bei fortgeschrittener Erkrankung zur Entstehung von Lungenödemen (Wasser in der Lunge). Diese kommen dadurch zu Stande, dass sich das Blut aufgrund der Undichtigkeit der Mitralklappe in den linken Vorhof zurückstaut. Im weiteren Verlauf staut sich das Blut bis in die Lungenvenen, was dort zu einem erheblichen Druckanstieg in diesen Gefäßen führt. Letztlich wird der Druck so groß, dass Flüssigkeit regelrecht aus den Gefäßen gepresst wird. Diese sammelt sich in der Lunge, man spricht vom Lungenödem. Auch Erkrankungen, die den Druck in der linken Hauptkammer erhöhen, wie z.B. Hypertrophe Kardiomyopathien oder Dilatative Kardiomyopathien, können über den oben beschriebenen Mechanismus Lungenödeme verursachen.

Lungenwurmbefall
Lungenwürmer sind etwa 4-10mm lange, haardünne Rundwürmer, die in den Lungenbläschen schmarotzen. Dort schlüpfen auch die Larven, welche dem Luftstrom entgegen wandern und vom Wirt ausgehustet, abgeschluckt und mit dem Kot ausgeschieden werden. Schnecken fungieren als Zwischenwirte, kleine Nager oder Reptilien als Transport- oder Wartewirte.
Nach Verzehr der Zwischen - oder Transportwirte setzt sich die Blutwanderung zur Lunge in Gange.

Lymphgefäßsystem
Die Lymphgefäße transportieren die Lymphe, welche vor allem Transport- und Abwehrfunktionen erfüllt. In den Lymphknoten wird sie gefiltert und auf etwaige Fremdstoffe kontrolliert bzw. gereinigt. Für die Beurteilung von Krankheiten z.B. ist die Kenntnis dieser Gebiete von Bedeutung.

Lymphosarkom
Leukämie - Lymphosarkomkomplex

Lyssa
Tollwut

M


Mackerel
Getigerter Tabby: Streifen ziehen sich vertikal nebeneinander über die Flanken

Magen-Darm Entzündung
Gastroenteritis

Magenerkrankungen
Bei Magenerkrankungen spricht man in erster Linie von Entzündungen (Gastritis), die oft von verschluckten Fremdkörpern verursacht werden. Anzeichen dafür sind mangelnder Appetit sowie Erbrechen meist kombiniert mit Darmentzündungen.

Malayian
Ausschließlich in den USA gebräuchlicher Name für sämtliche Farbschläge der Burma, mit Ausnahme des ursprünglich braun- bzw. zobelfarbenen. In Europa werden anders farbige Burmesen ohne unterschiedliche Benennung bereits seit Jahren systematisch gezüchtet.

Malignes Lymphom der Katze
Das maligne Lymphom der Katze (Syn. felines Lymphosarkom) ist eine bösartige (maligne) Tumorerkrankung bei Katzen (Felidae), bei der sich zumeist solide Tumore in den Lymphatischen Organen (Lymphosarkome) bilden. Es ist die häufigste Tumorerkrankung bei Hauskatzen, etwa ein Drittel aller Neoplasien sind bei dieser Art maligne Lymphome. Hauskatzen sind innerhalb der bislang untersuchten Arten am häufigsten von dieser speziellen Tumorform betroffen. Die Erkrankung ist zumeist virusbedingt und vergleichbar mit den Non-Hodgkin-Lymphomen des Menschen.

Mammatumor
Unter Mammatumor versteht man eine Geschwulst der Milchdrüsen, die bevorzugt in der zweiten Lebenshälfte auftritt. Die anfänglich kleinen Gebilde wachsen unterschiedlich schnell und können auch auf das benachbarte Gewebe übergreifen. Oftmals bösartig mit Tendenz zur Tochtergeschwulstbildung (Metastasierung). Bei frühzeitiger Erkennung und vollständiger operativer Entfernung bestehen gute Heilungsaussichten.

Mangelerkrankungen
Können schon bei jungen Kätzchen aufgrund einseitiger Ernährung auftreten. Zu Beginn durch ausgewogene Kost (ganze Tierkörper mit Fell) schnell zu beheben. In späteren Stadien können Symptome wie Nachtblindheit, verzögertes Wachstum, erhöhte Infektionsanfälligkeit sowie Fortpflanzungsstörungen, Totgeburten und missgebildete auftreten.

Manx
Hauptmerkmal dieser Rasse ist ihre Schwanzlosigkeit, die durch eine dominante Erbgutänderung hervorgerufen wird. Erstmals wurden die Manx zu Beginn diese Jahrhunderts auf der Insel Man in der irischen See aufgespürt. Das offene Fell ist weich und fein und darf jede bei Katzen nur denkbare Farbe aufweisen. Die Augenfarbe sollte im Idealfall derjenigen der Perserkatze entsprechen. Typ und Wesen der Manx ähneln denen der British Shorthair. Die amerikanische Halblanghaar-Form der Manx ist in Europa noch selten und wird Cymric genannt.

Maskaralinien
Dunkle Linien, die von den äußeren Augenwinkeln ausgehen.

Maske
Nennt man die dunkle Gesichtszeichnung mancher Katzenrassen, zum Beispiel
der Siamkatze. Sie hebt sich deutlich vom übrigen Fell ab.

Mastitis
Unter Mastitis bezeichnet man eine Entzündung der Milchdrüsen. Beginnt meist als Milchstauung aufgrund von Tod oder zu schnellem Absetzen der Jungen. Bei geduldigen Katzen kühlende Umschläge anlegen, doch meist sind Antibiotika und eine chirurgische Behandlung notwendig.

Maunzen
So plaudert die Katze entspannt mit ihrem Menschen. Herumgemaunzt wird aber auch aus Langeweile oder Verdruss. Maunzen kann Nörgelei sein oder leise Zustimmung. Außerdem maunzt die Katze, um dem Menschen etwas abzubetteln - zum Beispiel einen Leckerbissen.

Megakolon
Krankhafte Erweiterung des Dickdarms. Immer auffällig durch lang anhaltende Kotverstopfung. Entweder angeboren oder als Folge von einseitiger, ballastarmer Ernährung. Im Anfangsstadium durch ballastreiche Fütterung vollkommen heilbar. Im fortgeschrittenem Stadium selbst durch Operation nicht immer heilbar.

Miaciden
Wieselähnliche Raubtierart vor etwa 50 Mio. Jahren, Urahn sämtlicher Raubtiere.

Miauen
Die Katze ruft oder begrüßt ihren Partner oder erzählt ganze "Romane", ein sehr helles "Miau" lässt auf Missstimmung schließen.

Mikrosporie
Hautpilzerkrankung. Sie wird durch Microsporum canis oder Microsporum gypseum hervorgerufen. Bleibt jedoch meist ohne Symptome. Die Katze spielt eine wesentliche Rolle als Überträger.

Milchmangel
Aufgrund von Frühgeburt, bei oder nach schweren Erkrankungen, entzündlichen Veränderungen der Brustdrüsen oder Zitzen. Relativ häufiges Auftreten bei Erstgebährenden oder übergewichtigen Katzen. Durch Hormone oder regelmäßiges Anlegen der hungrigen Jungtiere häufig zu beheben. Die Gabe von Vitaminen und Eiweiß kann die Milchproduktion des Muttertieres unterstützen.

Milchtritt
Ein Milchtritt ist ein Reflex bei verschiedenen Säugetieren, unter anderem bei Katzen und Mäusen. Die Jungtiere treten unmittelbar vor und auch während des Säugens mehr oder weniger rhythmisch mit den Vorderpfoten gegen die Zitzen des Muttertieres. Damit wird die Milchproduktion angeregt. Bei Katzen, die zu früh von der Mutter getrennt wurden, bleibt der Milchtritt meist ein Leben lang erhalten.

Milben
Milben (Acari) sind eine Ordnung der Spinnentiere (Arachnida) im Stamm der Gliederfüßer. Milben stellen mit über 20.000 Arten die größte Gruppe der Spinnentiere. Da sie die kleinsten Gliederfüßer (Arthropoda) sind, ist davon auszugehen, dass viele Arten noch gar nicht entdeckt wurden.

Mineralstoffmangel
Im gesunden Organismus werden die notwendigen Elektrolyte (Na, K, Mg, P, Ca, Chloride) durch den Stoffwechsel (Darm und Nieren) im erforderlichen Gleichgewicht gehalten. Deshalb sind Störungen vor allem bei erheblichem Flüssigkeits- und Elektrolytverlust durch Erbrechen und Durchfall, aufgrund von Erkrankungen der Nieren, Leber, Magen und Darm zu erwarten. Vorgefertigter Nahrung sollten stets Vitamine und Mineralstoffe zugesetzt werden.

Mitralklappeninsuffizienz
Von Mitralklappeninsuffizienz, oder kürzer von Mitralinsuffizienz spricht man, wenn die Mitralklappe (Herzklappe zwischen linkem Vorhof und linker Herzkammer) "undicht" wird, d.h. das Zurückströmen von Blut in den Vorhof beim Zusammenziehen des Herzmuskels nicht mehr vollständig verhindern kann.
Mitralregurgitation wird das Zurückfließen des Blutes genannt. Die häufigste Ursache einer Mitralklappeninsuffizienz ist eine Mitralklappenendokardiose.
Die Mitralklappenendokardiose ist die häufigste kardiale Erkrankung Hundes. Drei Viertel aller Hunde mit kongestivem Herzversagen leiden an einer Mitralregurgitation, die durch eine degenerative Veränderung der Klappensegel oder der Chordae tendinae hervorgerufen wird. Die Mitralklappe ist in 60 % der Fälle alleine und in 30 % der Fälle gemeinsam mit der Trikuspidalklappe betroffen. 10 % der betroffenen Patienten leiden an einer alleinigen Trikuspidalendokardiose. Wichtig ist die Unterscheidung Mitralklappeninsuffizienz bzw. –regurgitation und Mitralklappenendokardiose. Bei der Mitralregurgitation handelt es sich nur um ein klinisches Symptom, wohingegen Klappenendokardiose eine pathologisch-anatomische Diagnose darstellt. Mitralinsuffizienzen sind die Folge von Mitralklappenendokardiosen, Dilatativen Kardiomyopathien oder anderen Erkrankungen, welche mit einer Volumenüberladung des linken Ventrikels einhergehen. Oftmals wird Mitralinsuffizienz bzw. –regurgitation aber als Synonym für Mitralklappenendokardiose verwendet.

Mutation
Jede Veränderung im Gentyp eines Lebewesens, die im Bereich der Gene, der Chromosomen oder des gesamten Genoms erfolgen kann.

Mykosen
Mykosen sind durch Pilze bedingte Erkrankungen. Entweder als Dermatomykosen oder Systemerkrankungen. Durch vorausgegangene Antibiotika-Behandlungen wird die Abwehrkraft soweit geschwächt, dass sich verschiedene Schimmelpilze im Darm, den Lungen oder anderen Organen ansiedeln und lebensgefährliche Erkrankungen verursachen können.

Benutzeravatar
Joyce&Luna
Admin
Beiträge: 9738
Registriert: Di 23. Nov 2010, 23:09
Sagst du uns deinen Vornamen?: Anke
Kontaktdaten:

Re: Lexikon mit Begriffen über Katzen

#8

Beitrag von Joyce&Luna » Fr 25. Dez 2015, 23:00

N


Nackenbiss
Der Nackenbiss kann bei Katzen in 3 verschiedenen Formen auftreten.
Als Tötungsbiss. Bei der Paarung, als Zugriff des Katers im Nackenfell der Katze. Beim Transport der Jungtiere durch das Muttertier. Im 2.und 3. Fall existiert eine durch das Zentralnervensystem gesteuerte Hemmung, die das tödliche Zubeißen verhindert. Alle Beutetiere, werden vor dem Auffressen durch einen gezielten Biss in den Nacken getötet. Normalerweise tritt der Tod der Beute daraufhin sofort ein. Auch im Rivalenkampf wird der Tötungsbiss angewendet, doch flieht die unterlegene Katze meist bevor es zum äußersten kommt. Bei der Paarung fasst das Männchen das Weibchen mit dem Gebiss im Nackenfell, bevor es über sie tritt und die Begattung vollzieht. Einerseits hält dieser Biss die Katze fest und andererseits gewährt er dem Kater Halt. Man sollte Katzen nie nur im Nackenfell fassen und hochheben, da sie sich sonst angegriffen fühlen und sich daraufhin eventuell wie im Kampf zur Wehr setzen könnten.

Name
Wenn eine Katze ins Zuchtbuch eingetragen werden soll, muss ihr Name mit einem bestimmten, von ihrem Geburtsjahr abhängigen Buchstaben beginnen, z. B. H für 1992 (die Buchstaben K, Q, W, X , Y, Z werden nicht vergeben).

Nasenbluten
Tritt Nasenbluten einseitig auf ist es meist ein Hinweis für eingedrungene Fremdkörper oder Geschwüre. Tritt es beidseitig auf, so kann eine heftige Entzündung oder ein Unfall dafür verantwortlich sein. Bis zur tierärztlichen Versorgung, die selbstverständlich sofort in Anspruch genommen werden muss, mit Eisbeuteln oder kalten Kompressen kühlen und Ruhe für das Kätzchen gewährleisten.

Nasenspiegel
Die Fläche an der vorderen Nase bei Katzen.

Neurose
Störung des seelischen Gleichgewichts

Nickhaut
Die sogenannte, normalerweise nicht sichtbare Nickhaut schiebt sich zwischen Pupille und Augenlider, damit werden Fremdorganismen erkannt und beseitigt. Hierbei handelt es sich um Krankheitserreger, körperfremdes Gewebe oder sonstige Fremdstoffe. Ist die Nickhaut Ihres Kätzchens deutlich zu sehen muss man von einer Erkrankung ausgehen und einen Tierarzt aufsuchen.

Nidationsverhütung
Hormonspritzen, welche die Einnistung der befruchteten Eizellen in der Gebärmutterschleimhaut verhindern. Entweder 24 h nach dem Deckakt mit Gestagen oder innerhalb der folgenden 5 Tage 3mal mit Östrogenen. Nicht Risikofrei!

Nierenerkrankung
Entzündungen der Nieren sind relativ häufig.
akute Nephritis:
welche nur selten typische Krankheitszeichen, wie aufgekrümmter Rücken, Berührungsschmerz bei Betastung der hinteren Bauchhälfte aufzeigt. Meist mit Fieber, Apathie und Futterverweigerung verbunden. Häufig in Folge von Vergiftungen, akuten Infektionskrankheiten, selten nach Unfällen. Ohne Laboruntersuchungen nicht sicher erkennbar.
chronische Nephritis:
weit verbreitetes Leiden, vor allem bei älteren Katzen. Die Fähigkeit der Niere harnpflichtige Stoffe zu eliminieren ist eingeschränkt. Die Katze ist meist durstiger als normalerweise. Das Fell ist stumpf und glanzlos. Nickhautvorfall. Je nach Ausprägung des Leidens Durchfall, Erbrechen und nicht heilende Ekzeme. Harnvergiftung: Zustand, der das unabwendbare Ende der meisten chronischen Nephrosen signalisiert. Ständiges Erbrechen, übel nach Urin riechende Ausatmungsluft, nicht heilende Wunden in der Mundhöhle, rapider Kräfteverfall, Untertemperatur, Tod. Nierengeschwülste: meist als Symptom oder in Folge von Leukämie. Krankheitsverlauf ist sehr wesentlich durch zweckentsprechende Diät beeinflussbar, nach Absprache mit dem Tierarzt leicht verdauliche, je nach Form eiweißreiche oder eiweißreduzierte Kost reichen. Mehrere kleine Tagesportionen, z.B. hartgekochte Eier, Quark, Traubenzucker, Bienenhonig. 2mal täglich 1Tl Bohnenkaffee oder schwarzen Tee. Flüssigkeitsverluste ausgleichen. Zur Sicherheit von allen Katzen jenseits das 6. Lebensjahrs in kürzer werdenden Abständen Harnkontrollen durch tierärztliches Labor vornehmen lassen.

Normale Atemzüge einer Katze in der Minute:
20 bei älteren Katzen
30 bei jugendlichen Katzen
40 bei jungen Katzen

Normale Pulsschläge einer Katze in der Minute:
100 bis 120 bei älteren Katzen
110 bis 130 bei jugendlichen Katzen
130 bis 140 bei jungen Katzen.

Notoedres-Räude
Durch mikroskopisch kleine Milben hervorgerufene, typische "Katzenkrätze". Die Weibchen der Milben legen ihre Eier in die von ihnen in die obersten Hautschichten gebohrten winkligen Nischen und Gänge. Bevorzugt erkranken ganz junge, alte und geschwächte Tiere. Ansteckung erfolgt durch direkten Kontakt oder Pflegegeräte. Auf Mensch, Hund und andere Säugetiere übertragbar. Anfangs als leicht gerötete, juckende, kleine Ekzeme, später dann flächenhaftere Ausdehnung auf alle Körperregionen. Haare brechen ab, ständiger Juckreiz, der in warmer Umgebung intensiviert wird. Durch Kratzen und Scheuern entstehen eiternde Hautwunden, wobei unbehandelt Blutvergiftungsgefahr besteht. Vor der (Tierarzt!) Behandlung Haare scheren und die Borken mit lauwarmem Seifenwasser ablösen. Alugan oder andere, gut verträgliche Insektizide mit einer weichen Bürste vorsichtig einmassieren. Die Behandlung in 8-10tägigem Abstand mindestens 3mal wiederholen.

Novizen
A Katzen, ohne registrierte Ahnen, die auf einer Ausstellung im Alter von mindestens 6 Monaten ein "vorzüglich" von zwei internationalen Richtern erhalten. B Rassekreuzung unter Aufsicht des nationalen Zuchtausschusses, spätere Übernahme in ein Stammbuch.

O


Odd-eyed
Katze mit verschieden-farbigen Augen.

Ohrmilben
Kleine Spinnentiere, die sich im Gehörgang einnisten und dort einen ständigen Juckreiz verursachen.

Orientalisch Kurzhaar
Kurzhaarkatze, Schlankform. Orientalische Kurzhaar entstanden aus der Verpaarung von schlanken, einfarbigen Hauskatzen mit Siamesen. Das glatte und glänzende Seidenhaar ist leicht zu pflegen. Für ihr Wohlbefinden brauchen Orientalische Kurzhaarkatzen eine warme Umgebung.

Osteosyntese
Operatives Zusammensetzen gebrochener Knochen durch Draht, Nägel, Splinte, Schrauben oder Metallplatten. Nur bei Gelenk naher und offener Fraktur nötig.

Othämatom
Blutohr. Durch häufiges Schütteln oder Kratzen, gelegentlich auch durch einen Unfall, entsteht ein Bluterguss zwischen Ohrknorpel und darüberliegender Haut. Die Ohrmuschel fühlt sich prall an und ist anfangs oft warm und sehr empfindlich. Trotz chirurgischer Maßnahmen entwickelt sich meist eine Verknorpelung der Ohrspitze, sodass sie umkippt.

Otitis externa
Unter Otitis externa versteht man eine Entzündung des äußeren Ohres.

Otitis media
Mittelohrentzündung. Meist als aufsteigende Infektion vom äußeren Gehörgang. Anzeichen dafür sind schief Halten des Kopfes, Augenzittern, Erbrechen, nicht selten Fieber, stets erheblich beeinträchtigter Gesundheitszustand.

Ovariohysterektomie
Entfernung der Gebärmutter und der Eierstöcke.


P


Paneleikopenie
Die Panleukopenie ist eine häufig tödlich verlaufende, virusbedingte Katzenkrankheit. Sie wird auch als Katzenseuche, Katzenstaupe, infektiöse Enteritis der Katzen, Agranulomatose, Aleukozytose und Katzenpest bezeichnet. Erreger ist ein Parvovirus (von lat. parvus - klein). Die Krankheit ist eng verwandt mit der Parvovirose des Hundes und der infektiösen Panleukopenie der Marderartigen.

Panophthalmie
Eitrige Entzündung des gesamten Auges, nicht selten vollständige Zerstörung. Meist in Folge eines Unfalls, Beißerei, manchmal als Herd einer allgemeinen Infektion. Schnellstmögliche operative Entfernung.

Papillen
Kleine Wärzchen auf der Zunge zum Ertasten des Geschmacks. Durch diese Wärzchen fühlt sich eine Katzenzunge wie Sandpapier an.

Parasitismus
Parasitismus ist die Wechselwirkung von Organismen unterschiedlicher Arten, bei denen sich der Vertreter der einen Art (der Parasit) aufgrund physiologischer, oft auch struktureller Besonderheiten zeitweise oder auch ständig an oder in einem anderen, in der Regel größeren Lebewesen (dem Wirt) aufhalten muss, um die für seinen Stoffwechsel oder zur Erzeugung von Nachkommen notwendigen Bedingungen zu finden.

Particolor
mehrfarbig

Peke-Face
Meist rotgestromte Katzen, die nach Körperbau und Fellbeschaffenheit zu den Perserkatzen zählen. Jedoch wurde ihre Kopfform durch Auslese allmählich extrem verändert. Woraufhin sich krankhafte Veränderungen des gesamten Nasen- und Rachenraumes ergaben. Verantwortungsvolle Perserzüchter sollten bestrebt sein, einer Perserzucht in Richtung Peke-Face die Unterstützung zu verwehren.

Pemphigus foliaceus
Pemphigusfoliaceus ist eine seltene Hautkrankheit aus der Gruppe der blasenbildenden Autoimmundermatosen. Im Gegensatz zum Pemphigus vulgaris zeichnet er sich durch Blasenbildung der oberen Schichten der Epidermis aus. Sie wird durch Autoantikörper gegen Desmoglein 1 (ein Cadherin) ausgelöst. Die Erkrankung kommt beim Menschen, aber auch Haushunden und Hauskatzen vor.

Peritonitis
Bauchfellentzündung.[font='Times New Roman', Times, Serif, serif] Verursacht durch verschiedenste bakterielle Erreger, die entweder von außen oder durch entzündete, geplatzte oder Keimdurchlässige innere Organe auf das Bauchfell gelangen. Stets sehr ernste mit hohem Fieber verbundene Erkrankung. Apathie, Appetitlosigkeit, bei Berührung schmerzempfindlicher Leib. Durch gezielte Antibiotikagaben, sorgfältige Pflege und künstliche Ernährung bestehen Heilungschancen.

Perser
Perserkatzen haben sich unter den Langhaarkatzen als erfolgreichste Rasse erwiesen. Die ursprünglich aus Persien stammende Rasse verdrängte weitgehend die Angorakatzen. Sie sind groß und kräftig mit dichtem langem Haar, kurzem und massivem Körper. Ihr Fell ist seidig und dicht. Im Wesen sind sie ruhig, zurückhaltend und selbstbewusst. Ihre Stimme ist zart und angenehm.

Pewter
zinnfarben

Phänotyp, Phänotypisch
Die Gesamtheit der genetischen Merkmale, die bei dem entsprechenden Individuum zum Ausdruck kamen.

Pheromone
Soziohormone. Stoffe, die sowohl vom Kater als auch der Katze ausgeschieden und durch die Nase wahrgenommen werden. Sie spielen im Sozialverband, in der Beziehung zwischen den Geschlechtern und bei der Prägung eine bedeutende Rolle. Sie werden unter anderem über Stoffe der Duftdrüsen ausgeschieden

Pigmente
Unter Pigmenten versteht man Bestandteile der Zellen mit Eigenfarbe. Das bekannteste Pigment ist das u.a. in der Haut gebildete Melanin (schwarz). Farbnuancen von Blau, Braun und Lila werden dem Eumelanin, Gelb und Rot dem Phaeomelanin zugeschrieben.

Pinch
Einbuchtung an den Wangen, betont die Wangenlinie und Schnauze.

PKD
Die PKD (von engl. Polycystic Kidney Disease, „Polyzystische Nierenerkrankung“) ist eine autosomal dominant vererbte Erkrankung der Nieren, die vor allem bei Perserkatzen auftritt. Ultraschallaufnahme einer PKD bei einer 13jährigen weiblichen Perserkatze. Zur Verdeutlichung ist die Niere ist mit einer Punktlinie gekennzeichnet. Die Zysten sind die echoarmen bis echofreien Strukturen. Die Erkrankung zeigt sich in mit Urin gefüllten, einen Millimeter bis mehrere Zentimeter großen Bläschen (Zysten), die sowohl von den proximalen als auch distalen Nierentubuli ausgehen können und sowohl in der Nierenrinde als auch im Nierenmark auftreten. Das Endstadium ist, wie bei der PKD des Menschen, eine Zystenniere. Gelegentlich werden auch Zysten in der Leber und in der Bauchspeicheldrüse beobachtet.

Pneumonie
Lungenentzündung. Verschiedenste Auslöser, am häufigsten als Komplikation des ansteckenden Katzenschnupfens. Bei jungen und geschwächten Tieren gelegentlich tödlich endend. Stets deutlich erschwerte Atmung, anfangs oberflächlich, später angestrengt mit geöffnetem Fang und vorgestrecktem Kopf. Meist Fieber, Teilnahmslosigkeit, Husten, nicht immer schleimiger oder eitriger Nasenausfluss. Häufig auch durch überall vorkommende Bakterien, sehr viel seltener durch spezifische Erreger (Tuberkulose) verursacht. Sollte trotz mehrtägiger, zielgerichteter Antibiotikagabe keine Besserung eintreten, würde der Verdacht auf, durch Pilze oder Lungenwürmen verursachte Entzündungen bzw. Lungengeschwülste fallen. Unterbringung in nicht zu warmen, gut belüfteten Räumen. Liebevolle, vorsichtige Pflege und Zwangsernährung sind sehr wichtig.

Points
Die anders farbige Abzeichen an Gesicht, Ohren, Beinen und Schwanz, z.B. Siamkatzen.

Population
Unter Populationen versteht man "Zuchtgemeinschaften" mit einheitlichem Zuchtziel. Die Population ist in diesem Sinne eine Untereinheit der Rasse. In der Edelkatzen-Zucht werden oft geographische Aspekte beim Begriff Population wirksam. Katzen-Rassen oder Farbvarietäten sind häufig in verschiedene "Zuchtgemeinschaften", in Populationen gegliedert.

Q

Qualifikation
Bewertung auf Ausstellungen.

Quarantäne
Sichere Absonderung infektionsverdächtiger oder als krank bekannter Tiere in besonderen Räumen, deren Zu- und Ausgang nur über eine Seuchenmatte erfolgt, die so breit sein muss, dass jedermann sie mit beiden Schuhen betreten kann. Tägliche Erneuerung notwendig!!! Fütterung und Betreuung der Tiere muss von einer Person, die keinen Zutritt zu gesunden Tieren hat, übernommen werden. Dauer, mindestens 14 Tage oder so lange, bis alle Untersuchungsergebnisse die gesundheitliche Unbedenklichkeit des Patienten einwandfrei belegen.

Queen
So wird in England die Zuchtkatze genannt.

Quecksilbervergiftung
Heutzutage sehr selten, jedoch über Nahrungsmittel (Thunfisch) oder defekte Fieberthermometer möglich. Muskelzittern, Taumeln, Durchfälle Schwäche sind unter anderem Anzeichen für eine Quecksilbervergiftung.

Benutzeravatar
Joyce&Luna
Admin
Beiträge: 9738
Registriert: Di 23. Nov 2010, 23:09
Sagst du uns deinen Vornamen?: Anke
Kontaktdaten:

Re: Lexikon mit Begriffen über Katzen

#9

Beitrag von Joyce&Luna » Fr 25. Dez 2015, 23:02

R


Rabies
siehen unter Tollwut.

Rachitis
Knochenweiche. Im eigentliche Sinne bei der Katze nicht vorkommend. Das durch Phosphorüberangebot rachitisch erscheinende Krankheitsbild - verbogene Gliedmaßen und Wirbelsäulenabschnitte - ist die Osteogenesis imperfekta.

Ragdoll
Diese amerikanische Halblanghaar-Rasse verdankt ihren Namen, laut Aussage der Züchter, ihrer Verträglichkeit und Verspieltheit. Ihr Äußeres erinnert stark an das der Birmakatze. Das Fell ist mittellang bis lang, fein und weich wie Kaninchenfell. Besonders hervorgehoben wird, dass es weder verfilzt noch zu Knoten neigt.

Rangordnung, absolute
Jedes Mitglied einer festen Gemeinschaft nimmt auf Dauer eine bestimmte (niedrige bis hohe) Stellung ein.

Rangordnung, relative
Die jeweilige Stellung wird nur vorübergehend eingenommen.

Ranula
Froschgeschwulst. Erhebliche Erweiterung des Speichelgangs. Meistens als Folge eines den Ausführungsgang verlegenden Speichelsteins. Nur selten durch Wärme und Gabe von Medikamenten, sicher aber durch Operation zu beheben.

Ranzzeit
Siehe "Brunst" oder "Hitze"

Rasse
Gruppe gezüchteter Tiere mit gleichen Merkmalen. Diese Merkmale sind vererbbar und unterscheiden die Gruppe von anderen Vertretern der Spezies. Es handelt sich um das Endprodukt der Domestizierung.

Rassenkreuzungen
Paarung von Individuen, die verschiedenen Rassen ein und derselben Art angehören. Die aus der Rassenkreuzung hervorgehenden Individuen sind Mischlinge. In der Katzenzucht gibt es kein Äquivalent zu den in der Hundezucht gängigen Begriggen Bastard (Individuum, bei dem ein Elternteil reinrassig ist).

Rattengiftvergiftung
Selten direkt durch ausgelegte Giftköder. Meist indirekt, durch Verzehr vergifteter, leicht zu fangender Ratten oder Mäuse

Räude
Scabies (Acarodermatitis), umgangssprachlich auch als Krätze bezeichnet, ist eine weitverbreitete parasitäre Hauterkrankung der Säugetiere und Vögel. Sie wird beim Menschen durch die Krätzemilbe (Sarcoptesscabiei) verursacht. Die halbkugelförmigen, 0,3 mm großen Weibchen bohren sich in die Oberhaut (Epidermis) und legen dort in den Kanälen (caniculi, Milbengänge) Kot und ihre Eier ab. Ihre Absonderungen bringen Bläschen, Papeln, Pusteln, Blasen, Quaddeln, Infiltrationen und als Sekundärläsionen Krusten, Kratzwunden und Furunkel hervor. Zwischen Kontakt und Ansteckung liegen etwa 3 bis 6 Wochen.Krätze bei Tieren wird meist umgangssprachlich Räude genannt, jedoch handelt es sich – bei Hundeartigen, wesentlich seltener auch bei Katzen – hierbei um zwei verschiedene Erkrankungen, nämlich eine prognostisch ungünstigere Form durch Infektion mit Haarbalgmilben (Demodikose, auch Fuchsräude), und die klassische Räude nach Infektion mit Krätzemilben (Scabiesräude).

Reinzucht
Reinzucht ist eine Zuchtmethode zur Ausnutzung der Ähnlichkeit zwischen Eltern und Nachkommen. Reinzucht wird auch als Rassezucht oder Fremdzucht innerhalb einer Rasse bezeichnet und ist die häufigste Zuchtmethode bei der Zucht von Liebhabertieren. Durch Paarung verschiedener Populationen oder Linien der gleichen Rasse sind durch Neuzuführung von Genen züchterische Fortschritte zu erreichen.

Rekelsyndrom
Stoffwechselbedingte Streck- und Reckbewegung, die vorrangig der Muskeldurchblutung dient. Aus einer Ruhelage zur Bewegung übergehende Katzen rekeln sich meist. Erhebt sich die Katze aus dem Ruhesitzen oder der Kauerlage bevorzugt sie den Streckbuckel, welcher mit der Buckelstellung im Abwehrverhalten nichts zu tun hat. Schlief die Katze in Seitenhaltung oder eingerollt, so reckt sie sich zuerst auf den Hinterpfoten hoch und stellt die Vorderpfoten möglichst weit nach vorn. Meist folgt danach die umgekehrte Handlung. Dies ist oft mit Gähnen, Krallenspiel und Krallenschärfen verbunden.

Resorption
Aufsaugung der abgestorbenen Frucht. Selten mechanische Ursachen, meist als Folge von schweren Infektionskrankheiten. Manchmal durch falsche Ernährung. Sofern nur ein Teil des Wurfs resorbiert wird fehlen meist deutliche Symptome. Sonst Ausfluss, Mattigkeit, Appetitlosigkeit und Fieber.

Revier
Bestimmtes, von einem einzelnen Tier oder einer Gruppe bewohntes Gebiet, das gegen Eindringlinge verteidigt wird.

Rexkatzen
Kurzhaarkatzen mit besonderem, gelocktem Fell.

Rezessives Gen
Ein Gen, das phänotypisch nicht in Erscheinung tritt, wenn es nicht auf beiden Chromosomen homolog vorhanden ist.

Ringflechte
Hautpilzerkrankung

Rolligkeit
Siehe "Brunst" "Ranzzeit" oder "Hitze"

Rotationskreuzung
Die Anpaarung von Vatertieren aus 3 oder mehr genetisch differenzierten Linien in gleich bleibender Reihenfolge an die jeweils aus der vorangegangenen Paarung stammenden Weibchen. Es entstehen leistungsstarke weibliche Kreuzungstiere, die eine gute Selektionsbasis bilden. Eine Form der Rotationskreuzung ist die Wechselkreuzung. Als Ausgangsbasis werden nur 2 Reinzuchtlinien oder Reinzuchtpopulationen verwendet. An die Kreuzungsprodukte werden in folgenden Generationen abwechselnd die Ausgangspopulationen zur Erzielung von Liebhabertieren oder von weiblichen Zuchttieren angepaart.

Rückkreuzung
Werden uniforme F1-Tiere auf ihre reinerbigen Eltern rückgekreuzt, so ergeben sich homozygote Elternmerkmale und heterozygote F1-Merkmale im Verhältnis 1:1. Für die praktische Zuchtarbeit hat die Rückkreuzung insofern Bedeutung, als damit die Reinerbigkeit einer Katze für ein bestimmtes Merkmal festgestellt werden kann. Die Rückkreuzung ist tierzüchterisch eine gebräuchliche Inzestzuchtmethode.

Rudel
Fester Zusammenschluss von Tieren derselben Art zu einer Dauerhaften Gemeinschaft

Rumby
Manxkatze ohne Schwanz, mit einer kleinen Einbuchtung, wo bei anderen Katzen der Schwanz sitzt.


S


Salmonellosen
Salmonellosen sind Darminfektionen aufgrund sehr weit verbreiteter Bakterien. Katzen sind weitgehend resistent und erkranken nur nach Belastung (Stress, massiver Wurmbefall). Ansteckung erfolgt über Futter, von Tier zu Tier, besonders aber über Beutetiere. Anzeichen für eine Erkrankung sind fieberhafter Durchfall und Erbrechen. Erkrankte Tiere einzeln halten und persönliche Hygiene besonders beachten. Hände desinfizieren! Ohne krank zu sein sind etwa 3-5% aller Katzen Salmonellenträger und Salmonellenausscheider. Genaue Erkenntnis gibt nur eine Stuhlkontrolle.

Säugetiere
Warmblütige Wirbeltiere, die lebende Junge gebären und sie säugen.

Schattiert
Fell, dessen Leithaare ungefähr auf ein Drittel der Haarlänge eine Spitzenfärbung aufweisen.

Scheckung
Als Schecken werden zwei- oder mehrfarbige Tiere mit flächiger Verteilung des Pigments bezeichnet.

Schlüsselreiz
Als Schlüsselreiz gilt innerhalb der Instinkttheorie ein Reizmuster (also ein spezifischer Reiz oder eine Kombination bestimmter Merkmale), das bei Wahrnehmung mit einer Instinktbewegung beantwortet wird.

Schmarotzer
Parasiten. Tierische Schädlinge, welche in oder auf der Katze leben.

Schmeißfliegenbefall
Während der warmen Jahreszeit legen Schmeiß- und Fleischfliegen ihre Eier in riechende oder eitrige Wunden, manchmal bei durchfälligen Tieren in Afternähe. Durch Bakterieneinwanderung verzögerte Wundheilung, bei Massenbefall kann es zum Tod kommen. Durch sorgfältiges Ablesen, wiederholtes Baden in warmem Wasser, vorsichtigen Gebrauch von Kontaktinsektiziden, gute Pflege und energiereiche, hochwertige Ernährung bestehen gute Heilungschancen.

Schock
Zusammenbruchzustand des Blutgefäßsystems aufgrund erhebliche innerer oder äußerer Blutungen, schwere, fieberhafte Allgemeinerkrankungen, Vergiftungen, erhebliche Schmerzzustände, wesentlicher Flüssigkeits- und Elektrolytverlust. Nase, Ohren und Zehen fühlen sich kalt an. Blutdruckabfall (Test: Durch Daumendruck erzeugte Blässe in der Mundschleimhaut bleibt länger als 1s bestehen!) Pupillen geweitet. Schnellstmöglich tierärztliche Hilfe suchen! Auf dem Weg dahin die Katze warm halten und den Kopf leicht nach unten halten.

Schreien
Die Katze ist in großer Bedrängnis oder leidet Schmerzen.

Schurren
Mit diesem angenehmen, beruhigenden, gemütlichen Geräusch drückt die Katze normalerweise Wohlbehagen und Freude aus. Der Minitiger schnurrt sich im warmen Bett selbst etwas vor, schnurrt, wenn er gestreichelt wird, zur Begrüßung, beim Schmusen, in Vorfreude auf ein leckeres Mahl, usw. Aber auch bei Schmerzen, z. B. Mutterkatze bei den Geburtswehen, schnurrt eine Katze.

Scottish Fold
Schottische Faltohrenkatze. Die Entstehung dieser Katze ist auf eine dominant erbliche Mutation zurückzuführen. Die ersten Scottish Folds wurden 1961 in Schottland gefunden. Heute ist ihre Zucht wegen der bei Reinerbigkeit beobachteten Skelettmissbildungen in Großbritannien umstritten, in USA aber weit verbreitet.

Seal
Seehundfarbe, international gebräuchliche Bezeichnung für Dunkel- oder Schwarzbraun.

Seidenhaar
Sehr kurzes, festes, glänzend-seidiges Haar. Die Unterwolle fehlt. Seidenhaar ist für Siamesen, Burmesen und Orientalisch Kurzhaar rassetypisch.

Sexualhormone
Hormone, die die Ausbildung und die Funktion der Geschlechtsorgane und -merkmale sowie die Fortpflanzung steuern. Testosteron ist für das männliche Sexualverhalten verantwortlich. Progesteron und Prolaktin spielen beim Weibchen in Bezug auf Pflege und Ernährung des Nachwuchses eine Rolle.

Signale für eine Erkrankung Achte auf Veränderungen Deiner Katze, seien sie auch noch so geringfügig. Unter Umständen können diese Veränderungen schon den Beginn einer ernsthaften Erkrankung signalisieren. Ist Deine Katze lustlos, trinkt übermäßig viel, kratzt sich häufig, reibt sich ihr Näschen, sind ihre Augen glanzlos, tränen sie, ist die Nickhaut vorgeschoben, niest sie öfter hintereinander, speichelt sie, erbricht sich häufig, leidet sie an Verstopfung oder Durchfall, faucht sie Dich an, wenn Du sie hochheben willst, hat sie erhöhte Temperatur, hat Schwierigkeiten beim Wasserlassen, ist das Fell struppig, die Haut darunter trocken und schuppig, findest Du kahle Stellen im Pelz, Flecken mit schütteren Haaren; solltest Du etwas Auffälliges am Körper oder im Verhalten Deiner Katze entdecken/beobachten, dann überlege ernsthaft darüber nach, einen Tierarzt aufzusuchen. Die Selbstbehandlung solltest Du unbedingt sein lassen. Du solltest auf gar keinen Fall Medikamente, die bei Menschen helfen oder Medikamente die für Hunde gedacht sind Deiner Katze verabreichen. Erste Hilfe-Maßnahmen sind natürlich sinnvoll. Die weiterführende Behandlung muss aber der Tierarzt entscheiden, genauso wie er alleinig darüber entscheidet, welche Medikamente die richtigen sind. Nur er verfügt über das nötige Fachwissen.

Sinusitis
Entzündung der Nasennebenhöhlen. Nicht selten führt chronischer Katzenschnupfen zu Sinusitis. Weder mit ausgewählten Antibiotika noch durch Operation sicher heilbar.

Skarabäuszeichnung
M-förmige Zeichnung auf der Stirn, vor allem bei Tabby´s.

Snowshoe
Schneeschuhkatze. Neuzüchtung aus weiß gescheckten American Shorthair bzw. British Shorthair und Siamkatzen mit 4 weißen Pfoten sowie weiß im Gesicht, mitunter auch mit weißem Brustlatz. Sie ist eine kraftvolle und ausgewogene wirkende Kurzhaar-Rasse.

sozial
gesellschaftlich, gemeinschafts-verbunden

Sozialisierung
Entwicklungsphase, in der die Kätzchen lernen ihre Artgenossen zu erkennen und diesen die richtigen Signale zu senden. In dieser Phase kann das Tier auch lernen, sein Sozialverhalten anderen Spezies anzupassen.

Sphinx
Canadian Hairless, Moon Cat. Nacktkatze. Anfänglich hatte man gehofft, in ihr eine Katze für auf Tierhaare allergische reagierende Personen gefunden zu haben, doch sind Sphinx in Wahrheit mit feinem, dem Pelz eines Pfirsichs vergleichbaren Flaum bedeckt. Der Körperbau dieser als physisch widerstandsfähig bezeichneten Rasse ähnelt dem der Burmakatze. Ihr Wesen ist sanft und liebenswürdig, ihre zarte Stimme unaufdringlich. Die Zucht der Sphinx ist in Europa umstritten.

Spucken
Die Katze droht oder warnt. Das sieht zwar böse aus, doch meist ist nichts dahinter. Wenn es drauf ankommt, macht sie einen Rückzieher.

Spulwurm
Der Spulwurm (Ascaris lumbricoides) ist ein den Menschen und Tiere befallender Parasit, der ohne Zwischenwirte auftritt. Er gehört zu den Fadenwürmern.

Standard
Morphologische Beschreibung der Merkmale einer Rasse wie Gewicht, Form der Augen, Farbe und Struktur des Fells.

Stauungsspiel
Spiel der Katze mit einer erbeuteten Maus, um angestaute Energien abzureagieren.

Sterilisation
Unter Sterilisation versteht man die Unfruchtbarmachung durch Unterbrechung des Eitransportweges, z.B. durch Herausschneiden von Eileiter- oder Gebärmutterhornstücken auf beiden Seiten. Meist nur irrtümliche Bezeichnung für Kastration der weiblichen Katze.

Stomatitis
Mundentzündung. Bei jungen Katzen meist als Folge von Katzen-Schnupfen-Infektionen. Später meist durch Zahnstein verursacht. Trotz des meist vorhandenen Appetits haben Katzen Schwierigkeiten Futter aufzunehmen. Übler Mundgeruch, gerötete und leicht blutende Mundschleimhaut sind Anzeichen dafür. Die Behandlung gestaltet sich problematisch, da die Ursachen nicht immer erkannt werden. Regelmäßige Zahnsteinentfernung und wenn möglich, regelmäßig Zähne putzen.

Stopp
Einbuchtung der Nase, die man vor allem bei Perserkatzen findet. Sie wird auch als Nasensattel oder Break bezeichnet und tritt in mehr oder weniger ausgeprägter Form auf.

Stress
Im übertragenen Sinne alle Belastungen, Anforderungen und Schädigungen, die den Organismus zu typischen Alarmreaktionen veranlassen. Dadurch versucht der Körper, die Auswirkungen der Alarmsituation abzuschwächen oder zu überwinden. Falls das nicht gelingen sollte treten meist Anpassungskrankheiten auf.

Stressverhalten
Zustand einer Katze unter Einwirkung von Belastungsfaktoren verschiedenster Art. Dazu gehören "sozialer Stress", z.B. durch Haltung mehrerer Katzen in Käfigen, in Tierheimen etc., sowie ungewohnte Situationen auf Reisen oder Ausstellungen. Ebenso können auch plötzliche Familienauflösung, tiefgreifende Veränderung in der ständigen Umwelt des Tieres oder längere Abwesenheit der Bezugsperson, Aussetzung oder ähnliche Situationen zu Stress führen. Durch Stress werden Katzen krank und können sogar in besonderen Fällen durch Erhöhung der Infektionsbereitschaft des Organismus daran zugrunde gehen.

Stromung
Marmorzeichnung, Leier-, Austern- oder Rädermuster.

stubenrein
Die Katze entleert sich nur in einem Kistchen mit Streu, bzw. außer Haus.

Systemmykosen
Pilzbedingte innere Erkrankungen, die einzelne Organe oder den Gesamtorganismus befallen.

Benutzeravatar
Joyce&Luna
Admin
Beiträge: 9738
Registriert: Di 23. Nov 2010, 23:09
Sagst du uns deinen Vornamen?: Anke
Kontaktdaten:

Re: Lexikon mit Begriffen über Katzen

#10

Beitrag von Joyce&Luna » Fr 25. Dez 2015, 23:05

T


Tabby
Dunkles Zeichnungsmuster auf hellem Fell. Man unterscheidet drei Muster a) Blotched Tabby = Zeichnung mit Rädermusterung, b) Mackerel Tabby = Streifenzeichnung, c) Spotted Tabby = Tupfenmuster.

Tätowierung
Vielen Haustieren wird eine Individualnummer tätowiert, damit die Tiere bei Verlust dem Halter zugeordnet werden können; bei Zuchttieren ist ebenfalls eine Tätowierung zwecks Identifikation üblich. Bei Nutztieren war lange Zeit das Brandmal üblich. Der Tätowierer wird in Bereich der Kleintierzucht auch als Tätowart bezeichnet, in Anlehnung an die Bezeichnung anderer Vereinsämter.

Taubheit
ist bei älteren Katzen nicht ungewöhnlich und beruht auf einer Degeneration des Gehörorgans im Innenohr. Für diese Behinderung gibt es in der Regel keine Behandlung. Sie wird oft lange nicht bemerkt - die meisten Katzen neigen ohnedies dazu, die Rufe ihrer Frauchen und Herrchen zu ignorieren! Die größte Gefahr dabei ist, dass die Tiere den Autoverkehr nicht mehr hören können; man sollte sie also möglichst in der Wohnung oder in einem umzäunten Garten halten.

Teaniasis

Bandwurmbefall. Krankheitserscheinungen selten. Der Bandwurm ist als platte, bandnudelartige, ca. 2cm lange Glieder im Kot erkennbar. Die Behandlung ist nur dann sinnvoll, wenn die Zwischenwirte vernichtet werden. Am Besten den Freigang unterbinden oder ausschließlich gekochtes Fleisch oder Fisch füttern.

Thorax
Brustkorb

Tierchips
Zur Kennzeichnung von Tieren werden oft Transponderchips mittels einer Spritze und einer Kanüle in das Tier implantiert. Diese auch Injektat, Mikrochip oder Tierchip genannten Transponder sind nach der Norm FDX-B nach DIN/ISO 11784 / 11785 hergestellt und mit preiswerten Handlesegeräten einfach auslesbar. Der Informationstausch zwischen Lesegerät und Transponder basiert auf einer Frequenz von 134,2 kHz. Der maximal mögliche Leseabstand ist abhängig vom Lesegerät und von der Orientierung des Tieres zum Reader, größere Abstände als 10 cm sind selten möglich. Der Chip kann im Tier wandern und dadurch kann trotz genormter Injektionsstelle (linke Nackenseite) eine Suche nach dem Transponderchip nötig werden. Es gibt Hunde, in denen der Chip bis zum Knie hinunter gewandert ist. Tierheime, Ordnungsämter und Grenzkontrollstellen können die Identität des Tieres anhand der weltweit einmaligen Transpondernummer feststellen. In Verbindung mit dem EU-Heimtierausweis kann die Impfung eines bestimmten Tieres damit nachgewiesen werden. Auch die aufgrund mancher Hundegesetze vorgeschriebene Haltungsgenehmigung und Befreiung von der Leinenpflicht für einen Hund bezieht sich auf einen konkreten Hund, der aufgrund der Transpondernummer identifizierbar ist. Organisationen wie Tasso (Tierregister) unterhalten Datenbanken mit Nummern der Tierchips, um entlaufene oder ausgesetzte Tiere dem Besitzer zuordnen zu können.

Tiffany Cat
Amerikanische Bezeichnung für seit einigen Jahren in New York experimentell gezüchtete zobelfarbene bzw. braune Burmakatze mit halblangem Haar. Ihr mittelschlanker Körperbau entspricht dem der amerikanischen Burmesin. Das halblange, seidige Fell zeigt auf dem Rücken ein dunkles Zobelbraun, das sich bis zum Bauch allmählich aufhellt. Im Wesen zeigt sich die Verwandtschaft der Tiffany Cat mit den Siamesen, sie sind anhänglich, gesprächig und überaus aufgeweckt.

Tigerung
Ältestes Zeichnungsmuster der Hauskatzen. Auf hell oder heller geticktem Haargrund sind dunkle Streifen verschiedener Farben ausgebildet.

Tollwut
Die gefährlichste Virusinfektion der Katzen. Ansteckung erfolgt nur bei frei lebenden Tieren durch wilde Fleischfresser (z.B. Marder). Da aber alle Säugetiere empfänglich sind, kann eine Infektion auch über erkrankte Nager erfolgen. Die Inkubationszeit ist durchschnittlich zwischen 2-8 Wochen, selten länger als 6 Monate. Der Virus wandert auf Nervenbahnen und vermehrt sich im Rückenmark oder Gehirn. Die Krankheit verläuft in 3 Stadien: Die Katze ist ängstlich, reizbar und überempfindlich gegen Licht, Geräusche und schnelle Bewegungen. Freundliche Tiere werden angriffslustig, scheue Tiere auf einmal liebebedürftig. Stadium der Wut. Starrer, in die Ferne gerichteter Blick, heiseres Miauen, Schielen, Abschluckbeschwerden, zunehmendes Speicheln. Normales und aggressives Verhalten können sich schlagartig ablösen. Bedürfnis zu entweichen, zu beißen und unmotiviertes Kratzen. Lähmungsstadium. Unsicherheit, unfähig zu stehen, von hinten nach vorn fortschreitende Lähmung, Unvermögen zu schlucken, Tod durch Lähmung der Atmung. Aufgrund der Vieldeutigkeit der Krankheit ist eine exakte Diagnose nur am toten Tier möglich. In Tollwut gefährdeten Gegenden ist entweder ein generelles Ausgangsverbot oder eine Schutzimpfung ratsam. Die erste Impfung erfolgt mit 12 Wochen, nach 6 Monaten eine Wiederholung und dann jährliche Impfung. Wegen Lebensgefahr direkten Kontakt mit den Tieren vermeiden. Falls dies unumgänglich ist, nur mit dicken Handschuhen anfassen und das Tier zum Tierarzt oder zur nächsten Polizeidienststelle bringen. Auf jeden Fall baldmöglichst einen Arzt zwecks Schutzimpfung aufsuchen!

Tonkinese
Als Mischling aus Siamesen und Burmakatzen sind Tonkinesen weder in den USA noch in Europa allseits anerkannt und deshalb recht selten. Tonkinesen sind mittelschlanke Burmatypen mit seidigem, eng anliegendem Haar. Das lebhafte, anschmiegsame Wesen der Tonkinesen stimmt völlig mit dem ihrer beiden Stammeltern überein.. Das erklärt auch ihre Beliebtheit bei Kennern.

Torbie
Allgemein gebräuchliche Abkürzung für eine Schildplatt-Katze mit Tabby-Zeichnung.

Tortie
Schwarze und rote Haare auf dem Fell verteilt, entweder gefleckt oder vermischt, nur weibliche Tiere.

Toxoplasmose
Toxoplasmose ist eine häufig auftretende Infektionskrankheit beim Menschen, übertragen durch den Parasiten Toxoplasma gondii. Hauptwirt für den Erreger sind Katzen und katzenartige Tiere, die Vorstadien des Einzellers im Darm bilden und durch ihre Exkremente ausscheiden. Außerdem sind die Einzeller über die Erde z. B. bei der Gartenarbeit, über die Nahrungskette durch rohe Eier und Fleisch (vor allem im rohem Fleisch z. B. Mett und Geflügel) und Rohmilchprodukte übertragbar.
Katzen sind Endwirt des auch für den Menschen nicht ungefährlichen tierischen Einzellers. Die Mehrzahl der Katzen sind symptomlose Träger und Ausscheider. Durch Sulfonamide ist eine Heilung möglich. Schwangere und junge Frauen sollten den Kontakt zu freilaufenden Katzen meiden.

Treteln
Abwechselnde Trittbewegung der Vorderpfoten.

Trichinellose/Trichinose.
Hervorgerufen durch den Verzehr rohen Schweinefleisches oder von Beutenagern, in deren Muskulatur die eingerollten Larven des schmarotzenden Wurmes leben. Die Larven werden durch den Blutstrom in die von ihnen bevorzugte Körpermuskulatur gebracht, wo sie sich einrollen und jahrzehntelang ansteckungsfähig bleiben können. Ein steifer Gang ist ein Anzeichen für einen möglichen Befall, der massiv auftretend auch zu Todesfällen führen kann. Zur Vorsorge keine rohen Schweineabfälle füttern!

Tumor
Der Begriff Tumor (von lat.: tumor, -oris (n)) kann zum einen Schwellung und zum anderen Geschwulst bedeuten. Synonyme Begriffe für das Wort Tumor sind die Begriffe Geschwulst und Neoplasie. Dementsprechend gibt es auch in der Medizin zwei Definitionen des Begriffs Tumor:


U


Überdominanz
Der Vorteil des heterozygoten Genotyps gegenüber homozygoten Konstellationen wird als Überdominanz oder Superdominanz bezeichnet. Überdominanz betrifft insbesondere quantitative Merkmale wie Intensität der Fellfärbung und Zeichnungsmuster.

Übersprunghandlung
Ein Begriff aus der Verhaltensforschung. Wenn eine Katze in einer Konfliktsituation nicht weiß, wie sie sich entscheiden soll, fängt sie plötzlich eine andere Tätigkeit an, zum Beispiel sich zu putzen.

Umkonditionierung
Die Handlung der Katze wird mit bewusster Steuerung durch eine andere Handlung ersetzt.

Unterhaar
Kurze Unterwolle im Haarkleid

Unterwolle
Das dichte, wollige und weiche Fell am Körper unter dem Deckhaar, ist je nach Rasse verschieden dick.

Urämie
Harnvergiftung. Aufgrund chronischer Nierenerkrankungen, Harnsteinleiden oder ähnlichem.

Usual
Wildfarben bei Abessiniern

V


Van-Zeichnung
Die Van-Zeichnung stammt von der Van-Katze, die um die Ohren herum und am Schwanz kastanienbraune Flecken auf weißem Grund hat.

Verbrennungen/Verätzungen
Verbrennungen kommen im Haus relativ häufig vor. Die verletzte Stelle ist sofort mit kaltem Wasser ausgiebig zu übergießen. Die Wunde muss mit einer entsprechend großen Mullkompresse abgedeckt werden: der Tierarzt ist unverzüglich aufzusuchen. Besonders bei größeren Verbrennungen muss die Katze viel trinken, um einen zu großen Flüssigkeitsverlust zu verhindern. Notfalls flößt Du ihr etwas Wasser oder verdünnte Milch ein. Ist ein Arzt erst später erreichbar, kannst Du ein schmerzstillendes Mittel verabreichen. Sofern das Tier einen Schock erleidet, wird mit der Schockbehandlung begonnen. Bei sehr kleinen und weniger schweren Verbrennungen trägst Du eine entzündungshemmende Antibiotikasalbe oder eine Brandsalbe dünn auf die Wunde auf.
Bei Verätzungen, die meist durch Berührung von Säuren entstehen, wird die Katze mit Wasser und Seife behandelt. Das Fell und die Haut des Tieres ist vorsichtig und ausgiebig damit abzuwaschen. Günstig ist es, wenn Du zur Behandlung eine Kernseifenlauge herstellst und anschließend mit klarem Wasser gut nachwäschst. Lauge und Wasser müssen wohl temperiert sein. Danach solltest Du unbedingt den Arzt aufsuchen!
Katzen nie unbeaufsichtigt in der Küche alleine lassen, nachdem man gekocht hat. Katzen sind von Natur aus neugierig und könnten sich an der Herdplatte verbrennen. Wenn Du im Sommer öfters grillst, solltest Du währenddessen Deine Katze im Haus lassen. Vorsichtig ist auch bei Kerzen/Teelichtern geboten. Das Fell einer Katze fängt leicht Feuer. Lasse deswegen alle Gefahrenquellen niemals unbeaufsichtigt!

Verdrängungskreuzung
Durch fortgesetzte Kreuzung mit Tieren einer anderen Rasse sollen die Eigenschaften einer vorhandenen Rasse verdrängt werden. In der praktischen Zucht werden fortgesetzt Vatertiere der neuen Rasse angepaart. Die Verdrängung des Genbestandes durch die neue Rasse ist nach 4-6 Generationen beendet.

Veredelungskreuzung
Die Veredlungskreuzung dient der Verbesserung einzelner Merkmale einer Rasse. Dabei sollen vorhandene erwünschte Anlagen einer Rasse erhalten bleiben.

Vergiftungen durch Pflanzen
Da Katzen gerne an Grünzeugs knabbern, solltest Du Ihnen auf jeden Fall spezielles Katzengras zur Verfügung stellen. So kann es dadurch schon sein, dass sich Deine Katze nicht weiter mehr an anderem Grünzeugs vergreift. Tierärzte warnen vor allem vor Pflanzen, die kautschukartige Flüssigkeiten absondern wie z. B. Ficusarten oder Gummibäume. Die milchig-weiße Flüssigkeit verklebt sich in Fell und Pfoten und wird somit von der Katze abgeleckt und aufgenommen. Hier die häufigsten giftigen Pflanzen in alphabetischer Reihenfolge: Ackerveilchen, Ackerwinde, Adlerfarn, Adonisröschen , Alpenveilchen, Amaryllis, Anthurie, Arnika, Aronstab, Azalee, Ananaspflanze Becherprimel, Blasenstrauch, Blaustern, Buchsbaum, Buschwindröschen, Bergpalme, Bougainvillea, Calla, Christrose, Christsterne, Christusdorn, Chrysantheme, Clivie, Daphne, Diptam, Dieffenbachia, Efeu, Eibe, Eisenhut, Edelweiß, Engelstrompete, Elefantenfuß, Einblatt, Farne, Feldstiefmütterchen, Feuerbohne, Feuerdorn, Fichte, Fingerhut, Faulbaum, Fensterblatt, Gartenwolfsmilch, Geißblatt, Geranie, Ginster, Glyzinie, Goldregen, Hahnenfuß, Hartriegel, Heckenkirsche, Herbstzeitlose, Herkuleskraut, Hundspetersilie, Hyazinthe, Iris, Jasmin, Kalla, Kaiserkrone, Kartoffelpflanze (Keime), Kletterspindelstrauch, Korallenbeere, Kornrade, Krokusse, Kroton, Küchenschelle, Leberblümchen, Lebensbaum (Thuja), Liguster, Lorbeer, Lupine, Märzbecher, Mahonie, Maiglöckchen, Mauerpfeffer, Mistel, Monstera, Maranta, Nachtschatten, Nadelbäume ( Gießwasser ) Narzisse, Nelke, Nießwurz, Orchidee, Oleander, Pfaffenhütchen, Philodendron, Primeln, Pfeilwurz, Rainfarn, Rittersporn, Rizinus, Robinie, Rhododendron, Sadebaum, Salomonsiegel, Schachtelhalm, Schlafmoon, Schleierkraut, Schneeglöckchen, Scilla, Seidelblast, Skabiosen, Spindelbaum, Stechapfel, Stechpalme, Steinklee, Sumpfdotterblume, Spathiphyllum, Tabakpflanze, Tannen, Tollkirsche, Tomatenpflanze, Tulpe, Tüpfelhartheu, Usambaraveilchen, Veilchen, Wacholder, Waldmeister, Weihnachtsstern, Weinraute, Wicken, Wildlupine, Wilder Dost, Wolfsmilch, Wüstenrose, Wurmfarn, Zaunrübe, Zimmeraralie, Zwergholunder, Zwergmistel.

Vergiftungen Giftige Zimmerpflanzen
Alpenveilchen, Azalee, Clivie, Efeu, Elefantenfuß, Farne, Ficus, Orchidee, Usambaraveilchen, Weihnachststern, und einige andere. Giftige Gartenpflanzen
Adlerfarn, Buchsbaum, Cristusdorn, Chrysantheme, Efeu, Engelstrompete, Feldstiefmütterchen, Fetthenne, Geranie, Ginster, Goldregen, Hyazinthe, Iris, Jasmin, Krokusse, Lebensbaum, Lorbeer, Maiglöckchen, Mistel, Nachtschattengewächse, Narzissen, Nelken, Rhododendron, Schleierkraut, Schneeglöckchen, Tannen, Tulpe, Wacholder, und viele andere. Giftig sind unter anderem auch: Teebaumöl, Öle, Lacke, Reinigungsmittel, Leim, Kleber, Farben, Medikamente, Alkohol, Tabak, Spülmittel, Kosmetika und Cremes
Verhalten nach Operationen
Man sollte das frisch operierte Tier warm, ruhig und ebenerdig unterbringen. Möglichst in einem abgedunkeltem Raum ohne Sprung- und Klettermöglichkeiten. Appetit, Durst, Pflegeverhalten, Körpertemperatur, Harn- und Kotabsatz müssen täglich kontrolliert werden. Bei unnatürlichem Verhalten umgehend den Tierarzt konsultieren. Leichtverdauliches, vitaminreiches Futter in kleinen Portionen verabreichen. Strikte Ausgangssperre!

Verhaltensstörung
Sie kann angeboren sein oder erworben werden. Katzen, die in frühester Jugend negative Erlebnisse hatten, neigen als Erwachsene oft zu Verhaltensstörungen, wenn sich in ihrer Umgebung etwas verändert. Sie reagieren manchmal auf Veränderungen, die dem Katzenbesitzer unwesentlich erscheinen, für die Katze aber unerträglich sind. Die Verhaltensstörungen reichen von Unsauberkeit, Scheu, Futterverweigerung, über Berührungsangst und Aggressivität bis hin zu schwerer Krankheit. In diesen Fällen gilt es herauszufinden, was die Katze aus ihrem Gleichgewicht gebracht hat. Je schneller desto besser.

Verschleißkrankheiten
Vorwiegend Alterserscheinungen, wie Nierenentzündung, Bewegungsstörungen, Zahnausfall. Diese Verschleißkrankheiten können jedoch auch durch falsche Fütterung hervorgerufen werden.

Verpaarungsmethode
Verpaarungsmethoden sind für den Katzen-Züchter neben Selektionsmethoden ein Mittel, die genetische Struktur der Population zu beeinflussen. In der praktischen Katzenzucht wurden in der Vergangenheit häufig Verpaarungen von Tieren mit unterschiedlichen Merkmalen durchgeführt, um Zwischenformen zu erzielen. Durch Paarung eines Partners mit besonders gutem Langhaar und einem solchen mit weniger ausgeprägtem Langhaar erhofft man eine Merkmalsverbesserung. Diese Ausgleichspaarungen werden auch heute noch praktiziert. Die gleiche Zielsetzung verfolgt die Fremdzucht. Im Gegensatz zur Ausgleichspaarung liegt dabei eine genetische Unähnlichkeit vor.

Vertrautes Umfeld
Das Umfeld, in dem ein Tier normalerweise lebt und wo es jeden Winkel kennt. In diesem umschriebenen Gebiet finden die Tiere alles, was sie zur Deckung ihrer Grundbedürfnisse brauchen, die Gefahren kennen sie gut genug, um sie zu meiden.

Vibrissen
Tasthaare, Bart- oder Schnurrhaare. An deren Wurzeln enden viele Nerven, sodass die Katze alles wahrnimmt, was die Haare berührt. Kräftige Muskeln können diese nach vorn richten. Mithilfe dieses Systems tastet das Tier die Umrisse seiner Beute ab und findet die Stelle, an der es seine Zähne zum tödlichen Biss ansetzen muss. Für den Menschen ist es wichtig zu wissen, dass eine Katze, die ihre Barthaare nach vorn richtet, eventuell zum Beißen bereit ist.

Vitaminmangelerkrankungen
Katzen können aus Karotin kein Viatmin A bilden,dafür stellen
sie sich ihr Vitamin C selber her.Das Vitamin K (Gerinnungsfaktor ist für Katzen unnötig) Mangelerscheinungen können bei zu einseitige Ernährung oder schweren Krankheiten auftreten. Bei ausgewogener Fütterung wird der Bedarf an Vitaminen ausreichend gedeckt.

Vollgeschwister
Unter Vollgeschwistern versteht man alle Wurfgeschwister sowie alle Tiere aus weiteren Würfen mit den gleichen Eltern.

Vorbiss
Anomalie des Kiefers mit deutlich vorstehendem Unterkiefer.


W


Warmblüter
Tiere, die ihre Körpertemperatur ständig weitgehend konstant halten (alle Wirbeltiere).

Waschbärenkennzeichnung
Rauchfarbene Katzen werden mit einer Waschbärenzeichnung geboren. Zu Anfang ist das Fell einfarbig pigmentiert mit weißer Harlekinzeichnung, später dann hellt sich das Fell auf und die Points färben sich dunkel. Nach ca. 3-4 Monaten setzt die Aufhellung des Fellgrundes ein.

Wiegen
Da Katzen nicht ohne weiteres auf der Waage stehen bleiben, löst man das Problem, indem man sich mit ihr im Arm wiegt und dann das Eigengewicht abzieht.

Wildfleck
Ein heller, runder Fleck auf der Rückseite der Ohren, der besonders bei Wildkatzen vorkommt. Typisches Kennzeichen von Agoutikatzen.

Wurf
Alle Jungtiere einer Kätzin


X


X-Chromosomen
Geschlechtsgebundene Chromosomen, XX = weiblich

XY-Chromosomen
Männliche Chromosomen

Y


Ypern
Ypern, flämische Stadt in der man ein Katzenfest feiert anlässlich eines mittelalterlichen Brauchs. Im Mittelalter hat man in Ypern lebende Katzen vom Turm aufs Pflaster geworfen. Ganz schön gruselig aber im Mittelalter ist die Katze verteufelt worden und dieses eigenwillige Tier erweckte bei den abergläubischen Menschen Misstrauen. Es galt die Meinung, dass die Katze das Unheil anzieht und die Personifikation des Bösen sei.


Z


Zahmheit, Zähmen
Ein wildes Tier, für das der Mensch sorgt und des deswegen in dessen Gegenwart keine Flucht- oder Angstreaktion zeigt, nennt man zahm. Die Zahmheit kann eine Übergangsstufe zur Domestizierung darstellen.

Zähne
Jungkätzchen bis zu 6 Monaten haben ein Milchgebiss mit 26 Zähnen. Die erwachsene Katze hat 30 Zähne.

Zahnerkrankungen
Zahnerkrankungen treten relativ häufig bei Katzen auf. Dem Katzenhalter fallen diese Erkrankungen meist erst durch Futterverweigerung (Schmerzen beim Fressen) oder Mundgeruch der Katze auf.

Zahnfisteln
Auffälliges Merkmal ist eine verschwollene Gesichtshälfte sowie Fieber und Appetitlosigkeit.

Zahnfleischgeschwüre
Kommen relativ selten vor. Es empfiehlt sich Zahnerkrankungen durch regelmäßiges Zähneputzen mit spezieller Katzenzahnpasta entgegenzuwirken.

Zahnstein
Ungefähr ab dem dritten Lebensjahr (sehr selten bei Mäusefängern) lagert sich bei der Katze oft Zahnstein ab der, wenn er nicht entfernt wird, im Laufe der Zeit die Zähne umkrustet, so dass ein Laie kaum noch zwischen Zahn und Zahnstein unterscheiden kann. Schwerer Zahnsteinbefall kann die Zähne lockern und schließlich zerstören. Betroffen sind vor allem die weit hinten liegenden Backenzähne. Zahnstein entwickelt sich aus Belägen (Plaque). Man sollte älteren Katzen ca. alle 6 Monate den Zahnstein vom Tierarzt entfernen lassen.

Zahnwechsel
Er vollzieht sich meist ganz unauffällig und ohne Schwierigkeiten im Alter von 24 Wochen.

Zecken
Die Zecken (Ixodida) sind eine Überfamilie innerhalb der Milben (Acarii) mit lederartig dehnbarer Haut und gehören zur Klasse der Spinnentiere. Sie werden hier den parasitischen Milben der Unterordnung Parasitenformes (Anactinotrichida) zugeordnet. Unter den Zecken finden sich die größten Milbenarten. Die meisten Arten sind Ektoparasiten (sie dringen nicht in das Wirtsinnere ein) an Wirbeltieren. Als Wirte dienen Vögel, Reptilien und Säugetiere (Nager, Fledermäuse, Paarhufer). Viele Zeckenarten gehören dadurch zu bedeutenden Krankheitsüberträgern.
Weitere Informationen: Tipps und Anregungen , Zeckenrollen

Zitzenkonstanz
Bevorzugung einer bestimmten Mutterzitze auf Dauer.

Zobel
Dunkelbraune Fellfarbe

Zoonose
Unter Zoonose versteht man Erkrankungen, welche vom Menschen auf das Tier (und umgekehrt) übertragen werden. Dies geschieht aufgrund von Viren, Bakterien, tierischen Schmarotzern und Pilzen.

Zucht
Planmäßige Paarung von geeigneten Katzen und die Aufzucht der Jungtiere.

Züchter
Züchter ist jeder, der eine Katze decken lässt, die ihm gehört. Will ein Züchter einen Stammbaum für den Nachwuchs bekommen, so muss er einem Katzenzuchtverein angehören.

Zugelaufene Katze
Wenn jemandem eine Katze zuläuft oder man vielleicht ein verletztes Tier findet, dann darf man es nicht einfach behalten, denn damit macht man sich wegen Fundunterschlagung strafbar. Selbst wenn man willens und in der Lage ist, gut für die zugelaufene Katze zu sorgen, muss man seinen „Fund“ auf jeden Fall der nächsten zuständigen Stelle melden, was entweder die örtliche Polizeidienststelle, die Gemeindeverwaltung bzw. das Fundbüro sein kann. Von dort wird die Katze dann einem Tierheim zugewiesen, und erst, wenn sich nach einem halben Jahr immer noch kein Eigentümer gemeldet hat, darf der Finder die Katze übernehmen.

Zystitis
Blasenentzündung. Verursacht durch eine aufsteigende oder absteigende bakterielle Infektion. Anzeichen dafür sind oft Fieber, Schmerzen beim Wasser lassen, Aphatie oder Fressunlust. Tierarzt aufsuchen und die Katze warm halten.
Wie bei allen Erkrankungen ist auch liebevolle Pflege des Besitzers zur baldigen Genesung unerlässlich.

Gesperrt

Zurück zu „Katzen sonstiges“