Siamese

Charakter und spezielle Merkmale der Rassekatzen.
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Joyce&Luna
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Siamese

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Beitrag von Joyce&Luna » Do 30. Mai 2013, 02:45

Siamese

Bild

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Siamkatze

Geschichte:

Bis in das 14. Jahrhundert hinein kann man in alten Schriften und Büchern die Existenz von Siamkatzen in
Thailand –damals noch Siam- zurückverfolgen.
Es finden sich Abbildungen von Katzen mit hellem Fell und dunklerer Maskenzeichnung, die vorwiegend
in königlichen und adligen Häusern gehalten wurden.

Offiziell hielt die „Royal Cat of Siam“ ihren Einzug auf europäischem Boden in Großbritannien, genauer
bei einer Katzenausstellung im Jahr 1871 im

Londoner Kristallpalast. Schon damals teilten sich die Besucher schnell in zwei Lager auf: Einige waren
fasziniert und begeistert von der exotischen Schönheit der Tiere, manche empfanden sie als „unnatürlich“

Trotzdem –oder gerade deshalb- wurde bereits 1892 der erste Rassenstandart der Siam aufgeschrieben.
Dieser veränderte sich natürlich im Laufe eines Jahrhunderts, galt damals noch ein Knickschwanz und der
Silberblick als „echt“, wurde dies im letzten Jahrhundert, um genau zu sein 1958 als Degeneration erkannt
und damit als unerwünscht eingestuft. Zu dieser Zeit begann auch der Trend zu den immer schlankeren
Siamesen, mit dem typisch keilförmigem Kopf. Einige Liebhaber des traditionellen Typs blieben jedoch,
und diese setzten durch dass der alte Typ als mehr oder weniger eigenständige Rasse wieder anerkannt
wurde –und zwar 1990 als „Siam traditioneller Typ“ oder eben „Thai“. Doch beide stammen von eben jener
Royal Cat of Siam ab.

Zahlreiche Mythen und Legenden ranken sich um die sich um die uralte Rasse der Siamkatzen.
Eine dieser Legenden erzählt von einem Tempel in dem ein alter Mönch mit dem Siamkater Tien und der
Siamkätzin Chula lebte. Nach dem Tod des Mönchs zog Tien los einen Nachfolger für den zu suchen, indes
blieb Chula im Tempel um den Schatz zu hüten – einen kostbaren, Juwelen verzierten Becher. Die Kätzin
nahm ihre Aufgabe sehr ernst, unablässig starrte sie tagsüber auf den Becher, und Nachts während sie
schlief schlang sie ihren Schwanz um den Schatz, damit sie stets sicher war dass er nicht verloren ging oder
gestohlen wurde. Tien kam nach langen Wochen wieder zurück von seiner Suche, mit einem jungen
Priester der die Aufgaben des alten Mönches übernehmen konnte. Chula hielt weiterhin den Schwanz um
den Becher und schaute ihn an, während ihre und Tiens Kitten die in der Zwischenzeit geboren waren um
sie herum spielten. Und alle Kätzchen hatten einen abgeknickten Schwanz und schielten, so als bewachten
sie selbst den Becher.

Eine weitere schöne Legende erzählt von der Lieblingskatze einer siamesischen Prinzessin. Da diese ihrer
Katze über alle Maßen vertraute gab sie ihr stets wenn sie in ihr Bad stieg ihre kostbaren Ringe zur Aufsicht.
Die Katze liebte die Prinzessin gleichermaßen, und ließ es zu dass die Königstochter ihre Ringe über ihren
Schwanz schob und knickte stets sorgsam den Schwanz ab und ließ den Blick nicht davon, damit keiner
der Ringe verlorenging. Davon behielt sie schließlich den Knickschwanz und ihr Schielen.

Körpermerkmale:

Siamesen (und Thais) sind ausschließlich Pointkatzen, und in allen Pointfarben (diese auch in Tabby)
anerkannt. Am weitesten verbreitet ist die Siam in seal-point. Siamesen dunkeln ihr Leben lang nach, und je
kälter es wird, desto dunkler werden sie, was man zum Beispiel gerade bei Freigängern gut beobachten kann.

Das Fell ist kurz und fest anliegend. Die Augenfarbe ist immer leuchtend blau.
Die gravierendsten Unterschiede zwischen Thais und Siamesen liegen in Figur und Kopfform.
Siamesen sind mittelgroß, sehr schlank, muskulös und athletisch und hochbeinig, der Schwanz ist
peitschenähnlich. Der Kopf besitzt eine dreieckige Form, die Ohren stehen weit auseinander und sind im
Vergleich zum Körper sehr groß. Das Profil ist schmal und lang. Die Augen sind leicht schräg gestellt und
wirken orientalisch.

Thaikatzen sind mittelgroße Katzen von rundlicher und muskulöser aber eleganter Figur. Augen sind leicht
schräg gestellt, wobei das untere Lid einen vollen Bogen zeichnet während das Oberlid eher mandelförmig ist.
Der Kopf ist gerundet und weist im Profil eine leichte Einbuchtung auf Augenhöhe auf, die Schnauze ist nicht
so lang gestreckt wie bei der Siam des neueren Typs. Die Ohren sind seitlich platziert, kleiner als die der
Siam und leicht gerundet. Öfter als andere Rassen erreichen Siamkatzen ein besonders hohes Alter von über
20 Jahren.

Charakter:

Siamkatzen werden oft als Katzen bezeichnet die eher für etwas Katzen erfahrenere Menschen geeignet sind.
Sie sind recht dominant, intelligent, gutmütig, lebhaft und verspielt, sowie freundlich zu Menschen,
Artgenossen und anderen Tieren. Alleine sollte man diese intelligenten Katzen darum nicht halten, da sie sich
schnell langweilen könnten. Sie lernen schnell und gerne, deshalb und da sie ausgesprochenen anhänglich
und Menschen bezogen sind bezeichnet man sie auch oft -und zu Recht- als „Hunde unter den Katzen“.
Die Siam ist außerdem sehr redselig – was sie nicht unbedingt jedem sympathisch macht, da sie oft über
eine recht laute Stimme verfügen mit der sie gerne und ausdauernd ihren Menschen von Gott und der Welt
erzählen.
Bild
Luna 15.04.2005 † 05.01.2015

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