Katzen für Studien..

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Christiane 57

Katzen für Studien..

#1

Beitragvon Christiane 57 » Mo 21. Mär 2011, 13:53

Für eine Studie zu einem Medikament gegen Katzen-Aids wird mit der Münchener Uniklinik zusammen gearbeitet. Sieben infizierte Katzen werden dort behandelt. Als Gegenleistung wird für sie und vier weitere Artgenossen vor Ort ein neues Zuhause gesucht.

Die Klinik testet ein neues Medikament gegen Katzen-Aids, das aus der Erforschung des menschlichen Aids stammt. Sieben infizierte Katzen sollen daran teilnehmen.
Professorin Katrin Hartmann, Direktorin des Münchener Zentrums für Klinische Tiermedizin, sagt: "Das Medikament wurde schon von anderen in echten Tierversuchen erprobt, wir dürfen so was nicht machen. Es hat sich gezeigt, dass das Mittel die Unterdrückung des Immunsystems verringert und nicht schädlich ist.
Nebenwirkungen wurden bislang nicht gefunden." Nun werde getestet, ob das Medikament auch bei Tieren wirke, die sich selbst angesteckt haben, und nicht nur bei Katzen, die für das Experiment infiziert wurden.

Für die ausgewähltenKatzen bedeutet dies: Sechs Wochen lang gibt es täglich eine Spritze unter die Haut. Drei Mal wird ihnen in der ganzen Zeit je ein Milliliter Blut abgenommen. Zeigen sich Nebenwirkungen, wird die betroffene Katze sofort aus der Studie genommen, medizinisch versorgt und vermittelt.
KLICK

Wie denkt ihr darüber?
Um noch genauer zu fragen..würdet ihr das eigene, kranke Tier zur Verfügung stellen?
Den Versuch ,diesem ein längeres Leben zu ermöglichen und zugleich evtl. vielen anderen Tieren zu helfen?

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Re: Katzen für Studien..

#2

Beitragvon Joyce&Luna » Mo 21. Mär 2011, 14:44

Ein heißes Thema ist das.

Der Link war interessant, aber dieses TH ist davon zurück getreten.

Ich persönlich würde NIEMALS mein Tier für eine Studie oder sonstiges zur Verfügung stellen. Dieser ganze Stress und dieses ewige gepickse an den Tieren, finde ich grauenhaft. Allein die Vorstellung, dass mein Tier da so behandelt wird, lässt mich erschauerdern.
Ich weiß auch, wenn es nicht meine ist, ist es eben eine andere.
Es wird mit Sicherheit einige Medikamente getestet, ich würde mir auch wünschen wenn man was gegen Katzen Aids finden würde. Aber ich glaube nicht daran, dass es jemals was dagegen gefunden wird. So lange der Mensch nicht von Aids geheilt werden kann, kann auch kein Tier geheilt werden.
Ich denke eher diese Studie an Tiere dienen nur als Vorwand um bestimmte Medikamente gegen AIDS zu testen, weil dies an Menschen nicht gestattet ist oder nicht durchführbar.

Ich würde meine Katze eher einschläfern lassen, als ihr solche Qualen zu zumuten.

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Re: Katzen für Studien..

#3

Beitragvon Christiane 57 » Mo 21. Mär 2011, 14:58

Dies ist korrekt Anke KLICK

Der Grund: Die Genehmigungsbehörde bewertet die Untersuchungen als Tierversuche eines noch nicht erprobten Medikaments.
Die Untersuchung war als Tierversuch genehmigt.
Zudem wurde auch von einer klinischen Studie zu Wirksamkeit und Nebenwirkungen des Medikaments gegen Katzen-Aids gesprochen. Laut Heinrich Schuster, Sprecher der oberbayerischen Regierung, die den Tierversuch genehmigt hat, spricht man von einer klinischen Studie jedoch erst dann, wenn ein Mittel bereits in Tierversuchen erprobt wurde.

Nur stellt sich immer noch die Frage,gesetzten Fall ein krankes Tier zu Hause,die Möglichkeit an einer "gestatteten Studie" teilnehmen zu könnten,mit einer Chance auf Hilfe...

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Re: Katzen für Studien..

#4

Beitragvon Joyce&Luna » Mo 21. Mär 2011, 15:55

Das Medikament ist zwar erprobt, aber die Test auf langer Sicht stehen noch aus.
Also wird weiter getestet und eben das bestmögliche genommen.

Ich habe den Link oben schon mit drin, aber vielleicht war es nicht direkt zu erkennen.

Wenn eins deiner Tiere daran erkranken würde, glaube ich nicht das du diese Qualen deinem geliebten Tier zulassen würdest.
Wenn mir einer bestätigen könnte, das mein Tier eine Überlebenschance von 50:50 hat, dann würde ich es mir eventuell überlegen.
Ansonsten würde ich es nicht tun.

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Re: Katzen für Studien..

#5

Beitragvon elmo » Mo 21. Mär 2011, 19:47

Hallo,
wenn ich - beispielsweise - eine FIV-positive Katze hätte und Hoffnung, dass ihr das Medikament helfen würde, dann würde ich mir eine Teilnahme überlegen (nicht wirklich dort, ich wohn ja nun nicht wirklich nah an München).

Und ich würde meine Katzen auch für Studien zur Verfügung stellen - es kommt sich immer darauf an was damit bezweckt wird. So gab es beispielsweise einmal, als der Gentest für eine bestimmte Erbkrankheit für Abys noch neu war hier in Deutschland auch eine Studie zum Thema. Wenn man mitmachen wollte musste man von seiner Katze eine "Probe" liefern (also Swab oder Blut) und den Stammbaum abtippen.
Da ich seit der fertigen Entwicklung meine Katzen (wenn ihr Status nicht schon durch den Stammbaum plausibel erklärbar ist) testen lasse und kein Problem habe ihnen aus einem sinnvollen Grunde beispielsweise Blut abnehmen zu lassen hätte ich damals teilgenommen, wäre das nicht kurz vor "meiner Zeit" gewesen.

Ich denke man muss einfach genau abwägen wie störend oder quälend die Teilnahme an einer Studie für das Tier ist und dann kann man entscheiden. Das ist von Studie zu Studie unterschiedlich.

Eine Studie in der ich meine Katzen in der Klinik über längere Zeit abgeben müsste käme für mich beispielsweise auch nicht in Frage...

Liebe Grüße
Andrea

Christiane 57

Re: Katzen für Studien..

#6

Beitragvon Christiane 57 » Mo 21. Mär 2011, 20:02

Ich würde eben auch nicht grundsätzlich verneinen.
Wobei es sicherlich bei einem bereits geschwächten Tier ein großes Wagnis wäre.
Nur würde ich mir ,und das ist bei dem derzeitigen Stande der Wissenschaft eher unwahrscheinlich,es mir auch nicht verzeihen , sollte doch etwas Wirkung zeigen.

Andrea,ist dir eigentlich etwas von Probanden bei Haustieren bekannt?

Ich meine es möchte sicherlich keiner sein Tier zu Versuchszwecken missbrauchen,nur warum sollte es nicht möglich sein,dies in der Handhabung wie ein TA-Besuch abzuwickeln?
Und das Tier danach in seiner gewohnten Umgebung zu halten.

Eine bessere Vorsorge ,Untersuchung kann man sich doch eigentlich nicht wünschen.
Sollte dies dann noch von Erfolg gekrönt sein,wäre es es das doch.
Sonst wird bei Krankheiten auch therapiert bis zum Ultimo und oftmals ohne alles zu hinterfragen.

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Re: Katzen für Studien..

#7

Beitragvon elmo » Mo 21. Mär 2011, 20:23

Hallo,

Christiane 57 hat geschrieben:Andrea,ist dir eigentlich etwas von Probanden bei Haustieren bekannt?


ich arbeite fast ausschliesslich an Phase 1 Studien (manchmal auch 2-4, aber fast nie) und das sind Studien die nur an Menschen durchgeführt werden.

Früher an der Uni gabs keine "Haustiere" mit denen ich in Kontakt gekommen bin, meine Versuchstiere waren kleine Bachkrebse und ein bestimmter Parasit.

Christiane 57 hat geschrieben:Ich meine es möchte sicherlich keiner sein Tier zu Versuchszwecken missbrauchen,nur warum sollte es nicht möglich sein,dies in der Handhabung wie ein TA-Besuch abzuwickeln?


das ist sicher möglich, so weiss ich dass in den letzten Jahren immer wieder Studien bezüglich HCM bei MCs beispielsweise durchgeführt wurden, dabei "mussten" die Probanden einmal jährlich zur Herzultraschalluntersuchung und wurden dabei insgesammt gründlich durchgecheckt. Ich meine, nachdem die Cooniezüchter ihre Katzen eh für viel Geld regelmässig zum Schallen schleifen ist das ja eher ein sehr gutes "Angebot.

Natürlich gibt es auch andere Studien, so denke ich werden Tiere, die beispielsweise für Impfstoffstudien genutzt werden viele Jahre lang in Versuchskliniken leben müssen (grade jetzt, wo von allen Haltern längere "Garantien für die Wirksamkeit" gefordert werden als nur ein Jahr.
Ich habe vor ein paar Jahren einmal eine Dissertation über die "Geschichte" der Tiermedizin (oder so was in der Art) gelesen - da musste sogar ich (recht hartgesottene) seitenweise weiterblättern, weil ichs nicht ertragen konnte wie grausam teils mit Tieren umgegangen wird für den Erkenntnisgewinn...

Liebe Grüße
Andrea

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Re: Katzen für Studien..

#8

Beitragvon Herbstlaub » Mo 21. Mär 2011, 21:15

Hmm,

letztendlich heißt das jetzt das entweder diese Studie nicht durchgeführt wird, oder das eben nun Versuchstiere extra mit FIV angesteckt werden müssen. Ich kann mir nicht vorstellen das ein anderes Tierheim jetzt noch den Mut aufbringt an der Studie teilzunehmen.

Zudem ist es unklar ob die Tierheimkatzen jetzt ein Zuhause finden- denn ursprünglich sollten sie ja nach den 6 Wochen der Studiendauer an Studenten der Uni vermittelt werden.

Eigentlich haben hier alle verlohren- vorrausgesetzt die Studie war wissenschaftlich gesehen gut gemacht und so aufgestellt, das sie mit einem kalkulierbarem Risiko für die Katzen brauchbare Ergebnisse geliefert hätte.

christine
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Christiane 57

Re: Katzen für Studien..

#9

Beitragvon Christiane 57 » Mo 21. Mär 2011, 21:27

Hallo Christine

letztendlich heißt das jetzt das entweder diese Studie nicht durchgeführt wird, oder das eben nun Versuchstiere extra mit FIV angesteckt werden müssen


..vermutlich wird es darauf hinauslaufen.
vorrausgesetzt die Studie war wissenschaftlich gesehen gut gemacht und so aufgestellt, das sie mit einem kalkulierbarem Risiko für die Katzen brauchbare Ergebnisse geliefert hätte.


Nun ich hatte es nach diesem Vorgehen eigentlich erwartet gehabt.War wohl ein Trugschluss.
Ich denke jedoch das Augenmerk vieler wird sich nun vermehrt auf diese Fellchen richten,somit dem einen oder anderen ein schönes Plätzchen geboten.


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