Unarten, wie kann man es abgewöhnen?

Eigenarten der Fellnasen die man sich manchmal nicht erklären kann.
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Joyce&Luna
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Unarten, wie kann man es abgewöhnen?

#1

Beitrag von Joyce&Luna » So 19. Apr 2015, 22:35

Hallo

Loui geht mir momentan tierisch auf die Nerven.
Er hat seit ein paar Wochen eine neue Macke, er jagt Schatten in jeder Form, sogar Schatten die sich nicht bewegen.
Am schlimmsten ist es wenn ich durch die Wohnung gehe, er jagt meine Schatten und rennt mir ständig vor die Füße.
Er wurde schon mehrmals aus versehen getreten und ich hätte mich beinahe schon zig mal auf die Nase gelegt wegen ihm.
Ich kann machen was ich will, sobald er einen Schatten fixiert ist es vorbei und er macht die Ohren dicht.
Wenn die Sonne herein scheint und durch die Bäume, das ist für ihn das schönste Geschenk.
Fotografieren in der Sonne geht schon mal gar nicht, weil die Kamera irgendwo ein Schatten wirft oder sie spiegelt die Sonne.

Habt ihr eine Idee wie ich ihm das abgewöhnen kann?

Anke
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Re: Unarten, wie kann man es abgewöhnen?

#2

Beitrag von krummbein » So 19. Apr 2015, 22:46

Au weh,...
wenn jemand was weiß, ich wäre auch interessiert...
Bobbl kündigt mir nun jeden morgen seit ca 3 -4 Wochen an, wann die Morgendämmerung einsetzt und die Vögel anfangen zu singen... :roll:
Ok, das ist wirklich schön, die singenden Vögel zu hören, aber der maulende Bobbl....
ICH muss tagsüber arbeiten, er pennt dann... :twisted:

Wie geasgt, ich bin auch sehr interessiert...
Liebe Grüße,
Susanne

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Re: Unarten, wie kann man es abgewöhnen?

#3

Beitrag von Joyce&Luna » So 19. Apr 2015, 23:17

Das jaulen in der Nacht kommt noch dazu.

Manchmal geht er extra auf dem Balkon und jault draußen herum, ich muss ihn rein holen und die Türe schließen. Der jault so laut da werden die Nachbarn wieder wach.
Ich versuche das mal auf zu nehmen.

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Re: Unarten, wie kann man es abgewöhnen?

#4

Beitrag von elmo » Mo 20. Apr 2015, 06:50

Hm,

also bei Loui würde ich sagen: der langweilt sich. Was du dagegen unternehmen möchtest, das liegt in deinem Ermessensbereich.

Bei Barbol würde ich fast behaupten, dass er damit schon mal "durchgekommen" ist. Ich hab das Problem hier, dass Rosie (aber auch Dawn, Möhre, Nele oder Ninu wenn sie mal nicht zur Bewachung bereit steht) mir Nachts quasi an der Nase herumkratzen damit ich sie unter die Bettdecke lassen soll.
Wenn ich halbwach bin, dann versuche ich das zu unterlassen, aber offensichtlich mach ich im Schlaf die Decke hoch. Und so hat sich das gefestigt. Sehr ärgerlich, aber ich werds in diesem Leben nicht mehr ändern.
Eine Käuferin von zwei unserer Kater die hat für die Kater einen Wecker gestellt. Und hat (aber das muss man dann quasi "immer" durchziehen) sich niemals von dem Gejaule der Kater beeindrucken lassen bevor nicht dieser Wecker geklingelt hatte. Wenn sie mal früher aufstehen musste, dann hat sie den Wecker klingeln lassen bevor sie aufgestanden ist.

Und mit der Zeit ging das Gejaule vorbei. Das erfordert aber sehr viel Konsequenz und Disziplin, ich würde das kaum hinbekommen. Wobei hier auch niemand quengelt, vielleicht weil ich tatsächlich (ablaufbedingt) normalerweise erst aufstehe, wenn der Wecker klingelt?

Liebe Grüße
Andrea

Liebe Grüße
Andrea

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Re: Unarten, wie kann man es abgewöhnen?

#5

Beitrag von Barbara » Mo 20. Apr 2015, 17:12

Hmm bei uns klingelt ja auch immer der Wecker um 5, also stehn dann auch die Katzen auf :lol: - am Wochenende klingelt der Wecker bei uns nicht, trotzdem machen die Katzen ab 5 Uhr Theater :twisted:, meistens Freddy, der dann unbedingt raus will, der schreit und nörgelt dann so lange, bis auch die Mädels ganz wuschig sind und mitmachen.... da Andreas immer schon nachgegeben hat, ist da wohl nichts mehr wegzuerziehen..... er macht immer sofort das was Freddy will, schon seit er ihn hat, und Freddy war schon vor mir da...

Mit den Schatten weiß ich auch nicht, wie Du das in den Griff bekommen kannst Anke. Seltsam, dass er auch auf sich nicht bewegenden Schatten reagiert. Hier werden auch schonmal Schatten gejagt, aber nur sich bewegende. Vielleicht versuchst Du, seine Aufmerksamkeit dann auf etwas anderes zu lenken, wenn das irgendwie möglich ist. Das wird aber viel Arbeit und wahrscheinlich lange dauern, wenn er dieses Verhalten schon so verinnerlicht hat. Dumbo und Mari reagieren beim Unfug machen meist auf eine höhere Tonlage, mit denen ich ihre Namen rufe, dann ist sofort alles auf stopp und sie gucken mich an. Aber wenn Loui wirklich jeden Schatten jagt dann wirst Du wahrscheinlich heiser dabei...
Liebe Grüße
Barbara

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Re: Unarten, wie kann man es abgewöhnen?

#6

Beitrag von Joyce&Luna » Mo 20. Apr 2015, 20:24

Loui wäre eigentlich ein Kater für draußen.
Aber dies kann ich ihm so nicht geben. Draußen würde er aber glaube ich schnell überfahren, er ist einfach ein Schussel.

Es könnte gut sein das er nicht ausgelastet ist, aber man bekommt ihn nicht aus gepowert, er macht vielleicht 5 Minuten Pause und dann macht er weiter.
Eine Stunde habe ich mit ihm getobt, aber der könnte noch weiter.
Obwohl er eigentlich zu Fett ist. Mit klickern brauche ich erst gar nicht anfangen, der ist dazu zu blöd.
Die anderen kann man mit Leckerchen auch nicht locken, das hat nur bei Luna Sinn gemacht.

Das mit dem jaulen ist auch sehr nervig, mal schauen ob ich das heute aufgenommen bekomme.

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Re: Unarten, wie kann man es abgewöhnen?

#7

Beitrag von elmo » Mo 20. Apr 2015, 20:47

Hallo Anke,
20. Apr 2015, 20:24 » Joyce&Luna hat geschrieben:Mit klickern brauche ich erst gar nicht anfangen, der ist dazu zu blöd.
Es gibt Menschen, die Hühner oder Goldfische clickern.

Wir haben sogar mal eine Weile Quari geclickert - und der ist nun definitiv geistig behindert - und hats auch geblickt.
- von daher würde ich sagen, wenns bei einer Katze nicht funktioniert, dann liegts nicht an ebendieser... (das ist so wie mit dem "blöden PC" :-) )


Liebe Grüße
Andrea

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Re: Unarten, wie kann man es abgewöhnen?

#8

Beitrag von krummbein » Mo 20. Apr 2015, 23:50

Hallo Anke.
Ich hab wochenlang mit Bobbl "Katzenklappe" geübt und hab zum Schluss aufgegeben. Ich dachte, der ist eben zu doof.
"Dann ist es eben so"

Nun kann Bobbl da durch springen.
Und er kennt den Befehlt "sitz" und "Pfötchen geben"
Er ist nicht doof, nur faul.
Für "Pfötchen geben" haben wir nicht geclickert, das war ne Aktion von Andreas und mir an einem (!) Sonntag nachmittag.
Mein Schüler sind beeindruckt ::G
Ich gehe wirklich davon aus, dass die Katzen "sondieren"/austesten, wann der Futtergeber aufgibt.

Ich bin davon wirklcih überzeugt, dass es ein Machtkampf ist: wer hat die besseren Nerven.
Und im Arbeitsstress zieht der Mensch den kürzeren.
Heute morgen hab ich meiner süßen grauen Nervensäge nur die Hand hingehalten und dann war gut. Er hat sich dann brav auf die Fensterbank im Schlafzimmer gelegt.. :shock:

Berichte mal weiter.
Liebe Grüße,
Susanne

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Re: Unarten, wie kann man es abgewöhnen?

#9

Beitrag von Rafael » Di 21. Apr 2015, 14:48

Ich gehe wirklich davon aus, dass die Katzen "sondieren"/austesten, wann der Futtergeber aufgibt.

Ich bin davon wirklcih überzeugt, dass es ein Machtkampf ist: wer hat die besseren Nerven.
Ja, so sehe ich das auch. Und klickern kann wirklich jedes Tier, wenn man es richtig anpasst und macht - und vor allem konsequent macht.
Ich habe hier ja mit Caya eine Katze sitzen, fuer die Lernen eine wirkliche Herausforderung ist (und ich meine das nicht boese, es ist einfach so.) Ihre Fortschritte sind entsprechend langsam... aber da. Waere ich konsequenter und wuerde mehr mit ihr ueben, ginge es bestimmt schneller. Wenn Caya clickern kann, dann kann Loui es auch.

Aber Du musst die beseren Nerven haben bzw. sturer sein als er. :p


Rafael

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Re: Unarten, wie kann man es abgewöhnen?

#10

Beitrag von elmo » Di 21. Apr 2015, 19:06

21. Apr 2015, 14:48 » Rafael hat geschrieben:
Ich gehe wirklich davon aus, dass die Katzen "sondieren"/austesten, wann der Futtergeber aufgibt.

Ich bin davon wirklcih überzeugt, dass es ein Machtkampf ist: wer hat die besseren Nerven.
Aber Du musst die beseren Nerven haben bzw. sturer sein als er. :p
Ich möchte da ein bisschen wiedersprechen. Um zu clickern, muss man keinen Machtkampf ausüben und nicht sturer sein als sein Tier - sondern nur einfallsreich und schlau - und es schaffen seinem Tier die "Übungen" in machbare Stücke aufzuteilen und sich eine sehr, sehr gute Belohnung ausdenken.
Das ist nämlich grade der "Clou" beim richtigen clickern - dass man es schafft den Katzen klar zu machen, dass SIE am Ruder sitzen und einen tanzen lassen können (also dass Katze denkt: Ha, ich muss nur hier durch den Reifen springen und schon gibt mir diese hirntote Frau ganz grundlos ein Leckerchen...)

Allerdings haben manche Katzen, die daran "gewöhnt" sind, dass sie eher tun sollen was ihre Halter von ihnen wollen eine kleine "Ladehemmung" am Anfang.

Für diese Tiere ist (für den Anfang) diese "100-Dinge-Kiste" beispielsweise eine gute Einstiegsübung.
Wer wirklich interessiert ist, hier die Seite finde ich, wenns ums Clickern geht ziemlich gut:
http://www.spass-mit-hund.de/clicker-we ... suebungen/
und diese Einstiegsübungen für Menschen sind auch für Katzenclickerer gut geeignet - auch wird da noch mal erklärt, was diese Kiste eigentlich ist.

Liebe Grüße
Andrea

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