Diskussion über Auslands-Katzen

Hier können Katzen Anfänger ihre Fragen stellen und sich informieren ob sie mit ein oder zwei Katzen zusammen leben wollen.
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elmo
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Re: Diskussion über Auslands-Katzen

#11

Beitrag von elmo » Sa 3. Nov 2012, 22:13

Rafael hat geschrieben: Ein gerettete arme Socke ist fuer mich eine gerettete arme Socke, ob es ein spanische, italienische, oder deutsche Socke ist.
Dankeschön.

Liebe Grüße
Andrea

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krummbein
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Re: Diskussion über Auslands-Katzen

#12

Beitrag von krummbein » Sa 3. Nov 2012, 23:59

Hallo!
Ich kann es ja verstehen, dass einige "knatschig" sind, wenn zu unserem eigenen Katzenelend hier im Land noch weitere "hinzugefügt" werden.
Aber ich sehe es auch irgendwie grenzenlos.
Ich habe mir noch nicht wirklich Gedanken gemacht, indem ich mir eine Liste erstellt habe, mit pro und kontra.

Es hängt auch viel mit den Menschen zusammen, die in dem entsprechenden Verein arbeiten.
Ja, ich weiß, alles zuckt mit den Schultern, was will Tante Susanne damit sagen...

Ich habe auch heute noch Kontakt zu der Vermittlerin in Estepona von Barbol, mail Kontakt -Antwort innerhalb von 24 h.
Man ist interessiert.

Und dann versuche ich seit 2 Wochen bei unserem hiesigen großen Katzenschutzverein jemanden zu erreichen, damit ich noch Sachen abladen kann für ne Tombola, Essig.. (aber ich bleibe dran)

Ich war von dem Impfpass von Barbol extrem beeindruckt.
Super geführt, sogar Wurmkur eingetragen. Alles durchsichtig, alles nachvollziehbar, wichtige Test durchgeführt und Nachweise dargelegt.

Also meine Quintessenz ist: ich interessiere mich für Vereine, die sich einsetzen.
Wo man was über die Katzen "sagen" kann.

Ich WOLLTE keine "ausländische" Katze, das war nicht mein Ansinnen, ich wollte eine Katze, die zu meiner Momo passt und ich habe unzählige Stunden mit Anfragen verbracht.
Gut, Barbol ist nicht Tatze, den werden wir wohl nie ersetzen können, aber sie mögen sich und die Zusammenführung war relativ unproblematisch.

Wir haben uns Giardien eingeschleppt, aber das hätte uns überall passieren können.

Wenn ich nochmal suchen würde, wäre es mir egal, woher die Katze käme, mir wäre das backround wichtiger.
Also: Tests, Charakterbeschreibung, Einsatz des Vereins/Züchters.


Liebe Grüße,
Susanne

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Joyce&Luna
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Re: Diskussion über Auslands-Katzen

#13

Beitrag von Joyce&Luna » So 4. Nov 2012, 01:27

Ihr müsst nicht meinen das ich absolut gegen die Auslandskatzen bin, dem ist nichts.
Nur ich persönlich würde mir eher eine von hier holen.

Sicher sind es alle arme Socken wie Rafael schon sagt und jedes Tier egal woher hat es verdient.
Wir ersticken hier schon selbst an diesem Elend und laden uns noch das gleiche Elend aus dem Ausland ein.
Ich würde nie irgend einem irgend etwas vorschreiben oder ihm eine Predigt halten, wenn er eine Auslandskatze zu sich holt. Das muss jeder mit sich aus machen.

Wenn ich irgendwo Urlaub machen würde, weis ich auch nicht ob ich da die Augen zu machen könnte. Ich kenne mich da, ich würde wohl einige mit bringen.

Ich denke aber auch, bringe ich 10 mit, nehme ich 10 Plätze für unsere Sorgenkinder weg, die weiter in den TH hocken und verkümmern.

Anke
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Re: Diskussion über Auslands-Katzen

#14

Beitrag von elmo » So 4. Nov 2012, 07:40

Die Auslandskatzen die ich eingeführt habe die nehmen nur drei Plätze für Rassekatzen weg - ist für mich zwar genaus schlimm (oder schlimmer) aber euch Tierschützern ja ganz egal.

Womit ich sagen möchte - hätte ich die nicht mit hergebracht, dann hätte ich einfach weniger Hauskatzen. Von daher nehmen sie keiner armen Socke irgendeinen Platz weg.
(nun ja, Xeni im Bett - aber das zählt sicher auch nicht).

liebe Grüße
Andrea

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Rafael
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Re: Diskussion über Auslands-Katzen

#15

Beitrag von Rafael » So 4. Nov 2012, 14:59

Nur so ein Gedanke.. (ich teile den Ansatz ja nicht), finde die Idee des "Platz wegnehmens" aber einerseitz intuitiv, andererseits auch wieder gar nicht.
Wenn das Verwerfliche an Auslands-Tierschutzkatzen ist, dass sie einer anderen Tierschutzkatze (einer inlaendischen) den Platz wegnehmen... dann ist jeder Platz, den eine andere Katze einnimmt bei eine Katzenhalter, streng genommen ein Platz weniger fuer eine solche inlaendischen Tierschutzkatze. Anabhaengig von der Herkunft der Katze, dann muss es generell gelten...Das gilt dann fuer Zuechterkatzen, Bauernhofkatzen, Kellervermehrer und alle anderen auch.
Egal wie sehr einem z.B. eine Rasse gefaellt, dann ist es moralisch verwerflich, sich eine MC zu holen, weil sie einer normalen Tierschutzkatze, die man sonst haette, den Platz wegnimmt.

Wenn man umgekehrt da dann gegenhaelt, dass das zwar von aussen betrachtet stimmt, aber jeder Menschen individuell nun mal die Freiheit haben muess, eine bestimmte Art/Rasse zu wollen, und nicht auf Tierheimkatze festgelegt werden koennen, wenn sie doch eine Katze der Rasse der Rasse a wollen/ schoen finden... also seine Prioritaeten selbst zu setzen und ihnen gemaess zu entscheiden... (fair enough als Gegenposition/Verteidigung) dann sollte diese Freiheit konsequenterweise jedem anderen Menschen auch zustehen.. auch dem dessen Kriterien fuer die Auswahl anders sind.
Wer also fuer sich beschliesst, dass er/sie seinen Werten gemeass die Auslandstierheimkatze der inlaedischen vorzieht (weil sie suess ist auf dem Bild, weil die Katzen in diesem Land so schwer vermittelbar sind, weil sie hinkt, was auch immer die Kriterien der fraglichen Person sind, voellig egal), dann ist das genauso wenig verwerflich wie der Abnehmer, der sich eine Rassekatze vom Zuechter holt, weil er sie Perser/MCs so huebsch findet und diese spezielle ganz besonders.
Anders gesagt, keiner nimmt irgendwem den Platz weg, weil es individuelle Entscheidungen sind, und die globale Sichtweise den indiviuelle nicht "ueberstimmt".

Ich glaube man kann nur so oder so haben, aber konsequent muss es sein. Entweder es ist in beiden Faellen problematisch, oder in beiden nicht.

Rafael

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Juno
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Re: Diskussion über Auslands-Katzen

#16

Beitrag von Juno » So 4. Nov 2012, 16:31

Rafael hat geschrieben: Egal wie sehr einem z.B. eine Rasse gefaellt, dann ist es moralisch verwerflich, sich eine MC zu holen, weil sie einer normalen Tierschutzkatze, die man sonst haette, den Platz wegnimmt.
Es gibt sehr, sehr viele militante Tierschützer, die das auch genauso sehen und die jeden Züchter und jeden, der sich Rassekatzen holt, am liebsten in Grund und Boden stampfen würden.

Ich finde die Idee des "Platz wegnehmens" an sich wenig nachvollziehbar.
Was vlt. daran liegt, dass ich mir vorher Gedanken mache, was ich will und was mir für meine zukünftigen Haustiere wichtig ist (Gesundheitszustand, Tests, Rassezugehörigkeit, Tierschutzgedanke, usw.), und dann erst schaue.
Ich glaube, dass geistiger Fortschritt an einem gewissen Punkt von uns verlangt,
dass wir aufhören, unsere Mitlebewesen zur Befriedigung unserer körperlichen Verlangen zu töten.
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Re: Diskussion über Auslands-Katzen

#17

Beitrag von Rafael » So 4. Nov 2012, 16:41

Mir geht es genauso.
Die "Platz wegnehmen Argumention" finde ich nicht ueberzeugend, Menschen ueberlegen sich nun mal Kriterien, nach denen die ihre Katzen aussuchen..
Aber wenn (nur mal angenommen) man dieses Argument insgesamt schluessig finden sollte, dass scheint mir die natuerlichere Konflikt tatsaechlich zwischen Rassekatzen, die anderen (den armen Socken) den Platz wegnehmen natuerlicher, als der zwischen Tierschutzkatzen verschiedener Herkunftslaender.
Aber vermutlich ist so zu denken einfach zutiefst vom Globalisierungsgedanken durchdrungen...

Rafael

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